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BackORF-Affäre: Ex-Generaldirektor Weißmann klagt auf Millionenhöhe
ORF-Affäre: Ex-Generaldirektor Weißmann klagt auf Millionenhöhe
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Spiegel Ausland16.05.2026Politique2 dk okumaGermany

ORF-Affäre: Ex-Generaldirektor Weißmann klagt auf Millionenhöhe

L'essentiel

  • Der ORF steckt in einer Krise: Ex-Generaldirektor Roland Weißmann trat nach Belästigungsvorwürfen zurück und klagt nun auf 4 Mio.
  • Eine Mitarbeiterin wirft ihm sexuelle Belästigung vor, er spricht von einvernehmlicher Beziehung.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Der ORF befindet sich in einer Krisenphase, ausgelöst durch Enthüllungen und Affären, die die Führungsspitze betreffen. Der Generaldirektor Roland Weißmann trat am 8. März nach einem Belästigungsvorwurf zurück.

Taille de police

Der Frühling 2026, in dem der ORF eigentlich mit dem Eurovision Song Contest über die Grenzen Österreichs hinaus glänzen wollte, wird beim öffentlich-rechtlichen Sender als Krisenphase in Erinnerung bleiben – als »gschissana Zeit«, wie sie in Wien sagen.

Eine Reihe von Aufregern und Enthüllungen erschüttert den Branchenriesen, der Hauptstrang des Affärenstrudels betrifft die Führungsspitze: Generaldirektor Roland Weißmann trat am 8. März zurück, nachdem eine Mitarbeiterin den Vorwurf der sexuellen Belästigung erhoben hatte. Kerstin K. (Name von der Redaktion geändert) hatte sich diskret an die Spitze des Stiftungsrats, des Aufsichtsgremiums des ORF, gewandt. Ihre Anschuldigungen hatte sie mit Chats, Fotos und Abschriften von mitgeschnittenen Telefonaten untermauert. Der SPIEGEL konnte Mitte April das Material einsehen.

Nun schwelt die Affäre weiter. Der ORF kündigte seinem Ex-Boss, der klagt dagegen. Er behauptet sogar, er sei zum Rücktritt gezwungen worden – und verlangt fast vier Millionen Euro Entschädigung vom ORF. Die Beziehung mit K., beteuert Weißmann, sei »einvernehmlich« gewesen. Diese Aussage steht im Widerspruch zu Chats, intimen Fotos und Audioabschriften, die SPIEGEL und »Standard« einsehen konnten. Weißmanns Anwälte bezeichnen die Vorwürfe als »ungeprüft« und berufen sich auf eine milde Beurteilung einer Compliance-Kommission. Weißmann selbst sagte in einem Interview, es stelle sich »schon auch die Frage, wer hier das Opfer ist«.

Weißmann verbreitete in einer Medienkampagne seine Erzählung, inzwischen gibt er sich wortkarg. Auf aktuelle Fragen des SPIEGEL ging er nicht ein. Sein Anwalt schrieb, dass »wir von weiteren medialen Äußerungen derzeit Abstand nehmen und auf die laufenden Verfahren verweisen.« Weißmann hat Anzeige gegen K. erstattet. Er wirft ihr unter anderem Erpressung vor.

Der SPIEGEL hat mit Kerstin K. schon im April gesprochen. »Ich fühle mich durch die offenkundige Täter-Opfer-Umkehr öffentlich diffamiert«, sagte sie. Sie habe nie eine Beziehung zu Weißmann unterhalten. »Keine Affäre, kein Kuss, keine körperlichen Intimitäten, kein Sex« – und erst recht »keine Liebe«.

Freud und die Welt der Triebe

Eine fünfteilige Serie widmen unsere Podcast-Hosts Lucia Heisterkamp und Antonia Rauth dem Wiener Sigmund Freud, dem Erfinder der Psychoanalyse. In der dritten Episode geht es um Freuds Forschung zur Welt der Triebe. Die Kolleginnen schreiben:

Rauchen, Trash-TV, Fleisch, Ballerspiele: Wir alle haben Laster. Dinge, die wir tun, obwohl wir glauben, dass sie nicht gut für uns oder unsere Umwelt sind. In Folge drei wollen wir verstehen, wie Freuds Theorie vom Unbewussten uns dabei helfen kann, solche Laster besser zu verstehen.

Uns beschäftigt die Frage, wie wir solche Triebe loswerden – oder ob das überhaupt notwendig ist. Außerdem erzählen wir, wie Freuds Ideen vom Unbewussten Ende des 19. Jahrhunderts immer populärer werden. Wie er neue Anhänger findet und mit einigen von ihnen bricht.

Questions ouvertes

  • What will be the final outcome of the legal proceedings between Weißmann and ORF?
  • Will there be further repercussions for other individuals within the ORF leadership?
  • How will these scandals affect the ORF's public trust and future funding?
  • What is the exact nature of the evidence presented by both sides?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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