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Porsche-Aktionäre kritisieren "Scherbenhaufen" und strategische Fehler
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n-tv Wirtschaft23.06.2026Business2 dk okumaGermany

Porsche-Aktionäre kritisieren "Scherbenhaufen" und strategische Fehler

L'essentiel

  • Porsche-Aktionäre äußern auf der Hauptversammlung massive Kritik an Vorstand und Aufsichtsrat und sprechen von einem "Scherbenhaufen".
  • Sie werfen dem Unternehmen strategische Fehler und verfehlte Versprechen seit dem Börsengang vor.
  • Der neue Chef Michael Leiters kündigt eine Neuausrichtung für 2026 an.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Porsche-Aktionäre sind mit der Entwicklung des Sportwagenbauers nach dem Börsengang 2022 unzufrieden. Die Aktie hat sich schlechter als der Dax entwickelt und Versprechen wurden verfehlt.

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Porsche steht bei seinen Aktionären massiv in der Kritik. Auf der Hauptversammlung sprechen Investoren von einem "Scherbenhaufen" und werfen Vorstand und Aufsichtsrat strategische Fehler vor. Der neue Chef verspricht derweil eine Neuausrichtung.

Nach dem Krisenjahr 2025 haben die Porsche-Aktionäre mit der Führung des Sportwagenbauers abgerechnet. "Wir Aktionäre blicken heute auf Porsche und sehen einen Scherbenhaufen", sagte Ingo Speich von der Fondsgesellschaft Deka auf der virtuellen Hauptversammlung des Stuttgarter Unternehmens. Für Hendrik Schmidt vom Vermögensverwalter DWS hat die Porsche-Kapitalmarktstory mit einem starken Überholmanöver begonnen. Zwischenzeitlich sei die Aktie aber auf dem Standstreifen liegengeblieben.

Speich rechnete vor: Seit dem Börsengang 2022 habe sich die Aktie inklusive Dividenden 146 Prozentpunkte schlechter als der Dax entwickelt. Das sei ein Vertrauensverlust des Kapitalmarkts. Alle drei Versprechen des Börsengangs seien nicht nur verfehlt worden, sondern hätten sich ins Gegenteil verkehrt. "Das ist kein zyklischer Dämpfer – das ist ein strukturelles Problem".

Der Unmut der Investoren richtete sich auch gegen den Aufsichtsrat: Kritische Personalentscheidungen seien zu spät getroffen, Ex-Chef Oliver Blume zu lange in einer überlastenden Doppelrolle belassen und die verfehlte Elektro-Strategie des Vorstands nicht ausreichend kontrolliert worden. Markus Kienle von der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger sagte, man fühle sich an das Bild der drei Affen erinnert: "Nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Man müsste fast sagen, es fehlt der vierte Affe: Nichts verstehe".

Die eingeleitete Restrukturierung des seit Januar amtierenden Porsche-Chefs Michael Leiters begrüßten die Investoren hingegen weitgehend. Dem Manager zufolge steht das Jahr 2026 im Zeichen der Neuausrichtung. Die "deutliche Verbesserung unserer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit wird vor allem mit unseren künftigen Produkten kommen", sagte Leiters. Das brauche Zeit.

Aus Porsche – früher die Gewinnperle des Volkswagen-Konzerns - ist 2025 ein Unternehmen im Krisenmodus geworden. Der Überschuss brach um rund 91 Prozent auf 310 Millionen Euro ein. Ursachen waren das schwächelnde China-Geschäft, die US-Zollpolitik und die geringere Nachfrage nach E-Modellen. Allein der Strategieschwenk, wieder mehr Verbrenner zu entwickeln und zu produzieren, kostete Milliarden. Auch im ersten Quartal ging es weiter bergab. Die Prognose für das laufende Jahr bestätigte Leiters jedoch.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Porsche wird ab 2026 eine Neuausrichtung durchführen.

    Probable · Moyen terme

Questions ouvertes

  • Wird die Neuausrichtung die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit verbessern?
  • Wie wird sich die Nachfrage nach E-Modellen entwickeln?
  • Welche weiteren Maßnahmen sind zur Kontrolle der Strategie geplant?

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This article was originally published by n-tv Wirtschaft.

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