Streit über Fifa-WM-Plan: Ranghoher Infantino-Berater tritt zurück
»Ich kann nicht tatenlos zusehen, wie die Fifa den Verkauf einer WM-Beteiligung in Erwägung zieht«: Carlos Cordeiro gibt sein Amt als Fifa-Berater auf. Er sorge sich um die langfristige Zukunft des Fußballs.
L'essentiel
- Carlos Cordeiro, ein ranghoher Fifa-Berater und ehemaliger Präsident des US-Verbandes, ist aus Protest gegen Gianni Infantinos Plan, eine WM-Beteiligung zu verkaufen, zurückgetreten.
- Er kritisiert das Vorhaben als "schlechtes Geschäft" für den Fußball.
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Pourquoi c'est important
Fifa-Präsident Gianni Infantino plant den Verkauf von kommerziellen Rechten an der WM, um Milliardensummen einzuspielen. Dies stößt auf erheblichen Widerstand.
Im weltweiten Streit über seinen Investorenplan hat Fifa-Präsident Gianni Infantino Berichten zufolge einen engen Vertrauten verloren. Der ranghohe Fifa-Berater Carlos Cordeiro trat aus Protest gegen das Vorhaben zurück, wie die Nachrichtenagentur AP und der Sender Sky News unter Verweis auf eine Stellungnahme meldeten. Cordeiro vertrat den Fußball-Weltverband zuletzt in der Taskforce des Weißen Hauses zur WM 2026 in den USA, Kanada und Mexiko.
»Als leitender Berater des Fifa-Präsidenten, früherer Banker und lebenslanger Fußballfan kann ich nicht tatenlos zusehen, wie die Fifa den Verkauf einer Beteiligung an der Weltmeisterschaft in Erwägung zieht«, schrieb der ehemalige Präsident des US-Verbandes, der seit 2021 für die Fifa arbeitet. Er betonte, an den Plänen nicht beteiligt gewesen zu sein und diese entschieden abzulehnen.
»Es ist ein schlechtes Geschäft für die Fifa-Mitgliedsverbände, ein schlechtes Geschäft für den Fußball und ein schlechtes Geschäft für die langfristige Zukunft dieses Sports«, schrieb Cordeiro.
Laut AP war der Funktionär in den vergangenen Wochen mehrfach zu Arbeitsbesuchen im Weißen Haus. Als früherem Partner der Investmentbank Goldman Sachs wird Cordeiro große Erfahrung mit Investitionsgeschäften nachgesagt.
Die von Infantino angeführte Fifa hatte zuvor mitgeteilt, mit dem potenziellen Verkauf eines Teils ihrer kommerziellen Rechte etwa an der WM eine Milliardensumme einspielen zu wollen. Dagegen hatten bereits etliche Verbände Widerstand angekündigt. Die Nationen in der Europäischen Fußball-Union Uefa kündigten etwa einen Boykott aller Fifa-Wettbewerbe für den Fall an, dass der Verband die Pläne weiterverfolge.
Laut Berichten setzte der Weltverband eine Frist für die Zustimmung zum geplanten Investorendeal bis zum 19. September und versprach im Gegenzug eine Sonderzahlung. Nach der Ablehnung weiterer Kontinentalverbände würde Infantino für seine Pläne innerhalb der Fifa wohl keine Mehrheit mehr bekommen.
À surveiller
Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes
Gianni Infantino wird innerhalb der Fifa keine Mehrheit für seine Investorenpläne erhalten.
Probable · En quelques semaines
Questions ouvertes
- Wie reagiert Infantino auf den Rücktritt?
- Werden weitere Funktionäre zurücktreten?
- Setzt die Uefa ihren Boykott durch?






