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Tausende demonstrieren in Rom für härtere Einwanderungspolitik
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Spiegel Ausland14.06.2026Politique2 dk okumaGermany

Tausende demonstrieren in Rom für härtere Einwanderungspolitik

L'essentiel

  • In Rom demonstrierten Tausende für eine Verschärfung der Einwanderungspolitik.
  • Rechtsextreme Gruppen forderten die Rückführung von Migranten.
  • Gleichzeitig gründete Ex-General Vannacci die Partei Futuro Nazionale, die Konkurrenz für Meloni darstellt.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Tausende Menschen demonstrierten in Rom für eine Verschärfung der Einwanderungspolitik, während sich eine neue rechte Partei gründete. Die neue Partei stellt eine Konkurrenz für die Regierungsparteien dar.

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In Italien haben am Samstag mehrere Tausend Menschen für eine Verschärfung der Einwanderungspolitik demonstriert. Etwa 3000 Menschen, die aus ganz Italien angereist waren, marschierten mit einem Banner mit der Aufschrift »Remigration« und Rückeroberung« durch die Hauptstadt Rom. Sie forderten damit eine erzwungene Rückführung von Migranten in ihre Heimatländer.

An der Kundgebung beteiligten sich auch rechtsextreme und neofaschistische Gruppen wie CasaPound. »Wir wollen die illegalen Einwanderer rauswerfen, weil sie nicht hier sein sollten«, sagte CasaPound-Sprecher Luca Marsella. »Und weil wir nicht politisch korrekt sind, sagen wir auch, dass wir auch die legalen Einwanderer, die sich offensichtlich nicht angepasst oder integriert haben, nach Hause schicken wollen.«

Zeitgleich fand in Rom der Gründungsparteitag der neuen rechten Partei Futuro Nazionale (Nationale Zukunft) statt, die von dem Ex-General und Europaabgeordneten Roberto Vannacci gegründet wurde. »Wenn es nach mir ginge, sollte niemand nach Italien einreisen dürfen«, sagte Vannacci auf einer Pressekonferenz (Mehr zu Vannaccis rassistischen und homophoben Ansichten lesen Sie hier ).

Vannacci ist ein ehemaliges Mitglied der migrationsfeindlichen Lega-Partei von Vizeministerpräsident Matteo Salvini. Bei der Parlamentswahl im kommenden Jahr bekommen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni von der ultrarechten Partei Fratelli d’Italia und ihre Koalitionspartner damit weitere Konkurrenz aus dem eigenen Lager. Umfragen zufolge könnte Vannaccis Partei 4,5 Prozent der Stimmen erhalten, die meisten von bisherigen Lega-Wählern. Im Parlament ist sie bereits mit acht Parlamentariern vertreten, die die Seiten gewechselt haben.

Für Meloni bedeutet der Aufstieg der neuen Kraft ein ​Dilemma für die Parlamentswahlen in rund 18 Monaten. Sollte sie auf Vannacci zugehen, riskiert sie, gemäßigte Wähler zu verschrecken. Distanziert sie sich von ihm, könnte sie wichtige Stimmen für ⁠eine zweite ⁠Amtszeit verlieren.

Vannacci wirft der Regierung vor, eine »ängstliche Rechte« zu sein. Die Koalition sei gegenüber der Europäischen Union zu schwach, gehe nicht hart genug gegen Kriminalität vor und habe ihre Versprechen bei der Abschiebung von Migranten gebrochen, sagte er zuletzt vor ‌ausländischen Journalisten. Zudem lehnt er die bedingungslose Unterstützung der Ukraine ab.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Vannaccis Partei könnte 4,5% der Stimmen bei der nächsten Wahl erhalten.

    Probable · En quelques mois

Questions ouvertes

  • Wie wird die Regierung auf die neue Partei reagieren?
  • Wie wird sich die neue Partei auf zukünftige Wahlen auswirken?

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This article was originally published by Spiegel Ausland.

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