Newsgather
BackUN entsendet Ermittlerteam in den Libanon
UN entsendet Ermittlerteam in den Libanon
Urgent
Die Zeit10.06.2026Monde2 dk okumaGermany

UN entsendet Ermittlerteam in den Libanon

L'essentiel

  • Die UN entsenden ein Ermittlerteam in den Libanon, um mögliche Völkerrechtsverstöße aller Konfliktparteien zu untersuchen.
  • Dies ist die erste Entsendung eines solchen Teams, vereinbart mit der libanesischen Regierung.
  • Derweil streckt Israels Präsident Herzog die Hand zum Frieden aus, fordert aber die Freiheit des Libanons vom Einfluss der Hisbollah.

Résumé généré par IA

Pourquoi c'est important

Der Libanon wurde Anfang März in den Irankrieg hineingezogen. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei feuert die vom Iran gestützte Hisbollah seither immer wieder Raketen auf Israel ab. Israel reagierte mit Luftangriffen auf zahlreiche Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. Dadurch wurden bislang mehr als 3.600 Menschen getötet und mehr als eine Million Menschen vertrieben.

Taille de police

Die Vereinten Nationen entsenden ein Ermittlerteam in den Libanon. Dieses solle mögliche Verstöße gegen das Völkerrecht ​durch alle Konfliktparteien untersuchen, teilt der UN-Hochkommissar ⁠für Menschenrechte, Volker Türk, mit. Den Angaben zufolge ist es das erste Mal, dass ein solches Team entsandt wird. Die Entsendung habe man mit der libanesischen Regierung vereinbart.

Der Libanon war Anfang März in den Irankrieg hineingezogen worden. Als Reaktion auf die Tötung des obersten iranischen Führers Ajatollah Ali Chamenei feuert die vom Iran gestützte Hisbollah seither immer wieder Raketen auf Israel ab. Israel reagierte mit Luftangriffen auf zahlreiche Ziele im Libanon und schickte Bodentruppen über die Grenze. Dadurch wurden bislang mehr als 3.600 Menschen getötet und mehr als eine Million Menschen vertrieben.

Trotz einer vereinbarten Waffenruhe greift Israel derzeit immer wieder Ziele im Libanon an. Bei Gesprächen zwischen israelischen und libanesischen Repräsentanten in Washington, D. C. über eine dauerhafte Waffenruhe hat es bisher keinen Durchbruch gegeben. Bei jüngsten Angriffen im Libanon wurden laut lokalen Behörden mindestens zwölf Menschen getötet.

Israels Präsident wendet sich an libanesische Bevölkerung

Der israelische Präsident Izchak Herzog hat sich unterdessen mit einer Botschaft in arabischer Sprache an die libanesische Bevölkerung gewandt. Von der Nordgrenze Israels strecke er »die Hand zum Frieden aus, dem libanesischen Präsidenten und dem libanesischen Volk«, sagte Herzog. Der Libanon müsse frei sein vom Einfluss der Hisbollah, des Irans und von Terrororganisationen, forderte er, und als freier und souveräner Staat existieren. »Ich träume davon, nach Beirut zu fahren«, sagte Herzog weiter. Dieser Traum könne Wirklichkeit werden, »aber nur, wenn die Zukunft des Libanons in Beirut und nicht in Teheran bestimmt wird«.

In einer weiteren Botschaft in englischer Sprache sagte der Präsident: »Die Situation ist sehr klar: Wir in Israel wollen Frieden mit dem Libanon.« Das israelische Volk unterstütze dies. Dafür müssten die libanesische Führung und das libanesische Volk aber klarmachen, »dass sie Frieden und nicht Terror wollen«.

À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Das UN-Ermittlerteam wird Verstöße gegen das Völkerrecht feststellen.

    Probable · En quelques mois

  • Es wird weitere militärische Auseinandersetzungen zwischen Israel und der Hisbollah geben.

    Très probable · En quelques semaines

  • Gespräche über eine dauerhafte Waffenruhe werden fortgesetzt, aber ohne schnellen Durchbruch.

    Probable · En quelques mois

Questions ouvertes

  • Wann genau wird das UN-Ermittlerteam seine Arbeit aufnehmen?
  • Welche konkreten Verstöße gegen das Völkerrecht werden untersucht?
  • Gibt es eine Reaktion der Hisbollah auf Israels Friedensangebot?
  • Wie wird die libanesische Regierung auf die Forderungen Israels reagieren?

Sujets liés

This article was originally published by Die Zeit.

Articles liés

Plus sur ce sujetVereinte Nationen