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Unsicherheit an den Börsen wegen Eskalation im Nahen Osten
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Unsicherheit an den Börsen wegen Eskalation im Nahen Osten

L'essentiel

  • Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran eskalieren erneut, was zu Unsicherheit an den globalen Finanzmärkten führt.
  • Der Dax und asiatische Börsen geben nach, während die Ölpreise steigen.
  • Anleger blicken nun auf wichtige Wirtschaftsdaten und die Berichtssaison.

Résumé généré par IA

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Die Spannungen zwischen den USA und dem Iran haben sich nach gegenseitigen Angriffen in der Straße von Hormus erneut gefährlich zugespitzt. Diplomatische Gespräche blieben bisher erfolglos.

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Am Freitag hatte es Hoffnung gegeben, dass der Dax wieder Kurs auf sein Rekordhoch nehmen könnte. Wegen der neuen Eskalation um die Straße von Hormus, wächst die Unsicherheit wieder. Martin Müller, Julie Leduc 13.07.2026 - 06:32 Uhr aktualisiert Artikel anhören

Kurstafel der Frankfurter Börse. Foto: Handelsblatt

Düsseldorf. Der zuletzt etwas entspanntere Blick der Anleger auf die Auseinandersetzungen zwischen den USA und dem Iran könnte sich vor dem Hintergrund jüngster Ereignisse eintrüben. Am Wochenende hatte sich der Konflikt um die Straße von Hormus nach gegenseitigen Angriffen der Vereinigten Staaten und des Iran erneut gefährlich zugespitzt.

An den Märkten spiegelt sich diese Unsicherheit bereits wider. Auf außerbörslichen Plattformen notiert der deutsche Leitindex vorbörslich im Minus.

Bereits zum dritten Mal innerhalb einer Woche bombardierte das US-Militär Ziele entlang der iranischen Südküste. Als Reaktion attackierten Irans Streitkräfte US-Ziele in Jordanien und den Golfstaaten und erklärten die Meerenge erneut für gesperrt. US-Präsident Donald Trump widersprach am Sonntag und sagte mit Blick auf die Straße von Hormus in der NBC-Sendung „Meet the Press“: „Sie ist offen“. Gespräche über eine diplomatische Lösung für die künftige Verwaltung der Meerenge endeten am Samstag ohne Durchbruch.

Am Freitag hatte es Hoffnungen gegeben, dass der Dax in der neuen Woche wieder Kurs auf sein Rekordhoch nehmen könnte. Er schloss nahezu unverändert bei 25.067 Punkten. Der Ölpreis als Gradmesser für die Inflationssorgen am Markt war zuletzt trotz zunehmender Spannungen zwischen Washington und Teheran nur leicht gestiegen.

Das Wohl und Wehe des deutschen Leitindex hängt in der neuen Woche aber auch davon ab, ob wichtige Preisdaten aus den USA nicht doch wieder die Furcht vor einer anziehenden Teuerung schüren. Zudem könnten enttäuschende Geschäftszahlen von US-Großbanken den Optimisten am Aktienmarkt einen Strich durch die Rechnung machen.

Am Montag werden die Reden von zwei Gouverneuren der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erwartet. Im Juli soll die Fed über den Zins entscheiden. Außerdem schauen Anlegerinnen und Anleger auf VW. Der Autobauer hat eine Analystenkonferenz geplant. Die Aktie des Konzerns hat seit Jahresbeginn knapp ein Drittel an Wert verloren.

1 – Börsen in New York: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq

Anlegerinnen und Anleger haben zum Wochenschluss Risiken abgebaut und verschaffen der Rally eine Pause, die den S&P 500 am Donnerstag auf den höchsten Stand seit Mitte Juni getrieben hatte. Angetrieben hatten den Index vor allem Chiphersteller. Dass erneute Angriffe zwischen den USA und dem Iran den Nahost-Konflikt verschärfen könnten, drückte auf die Stimmung der US-Börsen.

Der US-Standardwerteindex Dow Jones beendete den Handel mit 0,3 Prozent im Plus bei 52.637 Punkten.

Der breiter gefasste S&P 500 legte 0,4 Prozent auf 7575 Zählern zu.

Der technologielastige Nasdaq gewann 0,3 Prozent auf 26.281 Punkte.

Die jüngsten Entwicklungen im Nahen Osten grenzten einzelne Kursgewinne an der Wall Street ein. Die Blicke der Anleger richten sich nun auf die diese Woche beginnende Berichtssaison für das zweite Quartal. Den Auftakt machen traditionell die großen Banken wie JPMorgan und Goldman Sachs. Analysten erwarten laut LSEG-Daten ein starkes Gewinnwachstum von 24 Prozent für die S&P-500-Unternehmen.

2 – Börsen in Asien: Nikkei, Topix und CSI 300

Die zunehmenden Kämpfe im Persischen Golf haben am Montag die Aktienmärkte in Asien belastet. Die Behauptung des Irans, die wichtige Straße von Hormus geschlossen zu haben, ließ die Ölpreise in die Höhe schnellen und schürte weltweit Inflationsrisiken. Der Preis für die Nordseesorte Brent stieg auf 79,11 Dollar, US-Leichtöl verteuerte sich auf 74,37 Dollar.

Der japanische Nikkei fiel um 1,6 Prozent.

Der breiter gefasste MSCI-Index für asiatisch-pazifische Aktien außerhalb Japans gab um 0,9 Prozent nach.

Der Marktanalyst Tony Sycamore von IG sagte, der relativ verhaltene Anstieg der Ölpreise deute darauf hin, dass der Markt die derzeitige Zuspitzung als Eskalation innerhalb einer brüchigen Waffenruhe und nicht als vollständigen Zusammenbruch des Waffenstillstands betrachte.

In der kommenden Woche dürften die Inflationsrisiken im Mittelpunkt stehen. Am Dienstag werden die US-Verbraucherpreisdaten veröffentlicht, am darauffolgenden Tag die Erzeugerpreise. Auch blicken die Anleger nun auf die beginnende Berichtssaison.

3 – US-Haushalt

Das US-Finanzministerium veröffentlicht am Montag die Einnahmen und Ausgaben des Bundeshaushalts im Juni. Investorinnen und Investoren äußern immer wieder Sorgen um die Verschuldung der größten Volkswirtschaft der Welt.

4 – Fraport

Der Betreiber des Frankfurter Flughafens, Fraport, veröffentlicht am Montagmorgen neue Verkehrszahlen für den Juni. Bisher war das Passagieraufkommen am Frankfurter Flughafen in diesem Jahr etwas kleiner als im Vorjahreszeitraum. Die im deutschen Nebenwerteindex MDax notierte Fraport-Aktie war zu Jahresbeginn deutlich gestiegen, hatte die Kursgewinne nach Beginn des Irankriegs Ende Februar aber wieder abgegeben.

5 – US-Notenbank

Zudem werden die Reden von zwei Gouverneuren der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) erwartet. Am Vormittag soll Michelle Bowman bei der Branchenvertretung Bank Policy Institute sprechen. Am Nachmittag folgt eine Rede von Christopher Waller bei der New York Association for Business Economics. Der nächste Fed-Zinsentscheid steht Ende Juli an.

6 – VW-Analystenkonferenz

Für Montagabend hat VW einen sogenannten Pre-Close-Call mit Analysten angesetzt. Solche Konferenzen sind Teil der Kapitalmarktkommunikation vieler Börsenunternehmen. Die Aktie des VW-Konzerns, in dem derzeit um einen umfassenden Sparplan gestritten wird, hat seit Jahresbeginn knapp ein Drittel an Wert verloren.

Termine Unternehmen

07:00 Uhr, Deutschland: Fraport, Verkehrszahlen 06/26

13:00 Uhr, USA: Fastenal, Q2-Zahlen

18:00 Uhr, Deutschland: Volkswagen, Pre-Close-Call 1. Halbjahr 2026

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Termine Konjunktur

Deutschland: Leistungsbilanz 5/26

08:00 Uhr, Rumänien: Verbraucherpreise 6/26

Mehr: Nur eine Atempause bei der Rekordjagd an den Börsen? Sechs Blasen-Signale im Kennzahlencheck

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À surveiller

Perspective IA — des possibilités, pas des certitudes

  • Weitere Volatilität an den Börsen aufgrund der Nahost-Situation.

    Probable · Court terme

  • Anstieg der Ölpreise bei anhaltenden Spannungen.

    Très probable · Court terme

Questions ouvertes

  • Wie wird sich die Eskalation auf die globalen Märkte auswirken?
  • Gibt es Aussicht auf eine diplomatische Lösung?
  • Werden weitere militärische Aktionen folgen?

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