Venezuela fordert IWF-Guthaben für Erdbebenopfer ein
Nach den verheerenden Erdbeben mit über 5000 Todesopfern will Venezuela sein Guthaben beim IWF für den Wiederaufbau nutzen
L'essentiel
- Venezuela will sein Guthaben beim IWF nach den verheerenden Erdbeben mit über 5000 Todesopfern für den Wiederaufbau und die Unterstützung betroffener Familien einsetzen.
- Die Beziehungen zwischen Venezuela und dem IWF wurden im April nach sieben Jahren Pause wiederhergestellt.
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Pourquoi c'est important
Venezuela hatte seit 2019 keine offiziellen Beziehungen zum IWF, nachdem der Fonds die Opposition anerkannt hatte.
Das Geld aus dem Guthaben Venezuelas beim IWF solle zum Wiederaufbau und zur Unterstützung der betroffenen Familien verwendet werden, teilte Venezuelas geschäftsführende Präsidentin Delcy Rodríguez bei Telegram mit.
Am 24. Juni hatten zwei Beben der Stärke 7,2 und 7,5 das südamerikanische Land erschüttert. Die Zahl der offiziell bestätigten Todesopfer liegt inzwischen bei mehr als 5000. Verletzt wurden demnach 16.740 Menschen. Knapp 18.000 Menschen sollen bei der Katastrophe ihr Zuhause verloren haben. Hunderte Gebäude wurden beschädigt oder komplett zerstört. Zur Zahl der Vermissten machen die venezolanischen Behörden weiterhin keine Angaben. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen könnte sie aber bei bis zu 50.000 liegen.
Venezuela und der Internationale Währungsfonds mit Sitz in Washington hatten im April ihre Beziehungen nach siebenjähriger Pause wieder offiziell aufgenommen. Die Beziehungen waren eingefroren gewesen, nachdem der IWF 2019 – wie die USA und andere Länder – die Oppositionsregierung unter Juan Guaidó als legitime Regierung Venezuelas anerkannt hatte und nicht die von Machthaber Nicolás Maduro.
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