150 Hitzetote im Saarland bis Ende Juni geschätzt
Quick Look
- Das RKI schätzt 150 hitzebedingte Todesfälle im Saarland bis Ende Juni, mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr.
- Dies entspricht 15,5 Todesfällen pro 100.000 Einwohner.
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Why It Matters
Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) sind bis Ende Juni im Saarland 150 Menschen durch Hitze gestorben. Dies übersteigt die Zahl des Vorjahres deutlich. Die Schätzung basiert auf Sterbefallzahlen und Wetterdaten.
Bis Ende Juni sind nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) im Saarland 150 Menschen durch Hitze bedingt gestorben. Das sind jetzt schon mehr als doppelt so viele wie im gesamten vergangenen Jahr, wie das RKI mitteilte. 2025 seien es geschätzt 70 Menschen gewesen.
Damit kommen im laufenden Jahr 15,5 hitzebedingte Tode auf 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Im vergangenen Jahr waren es 7,1 gewesen. In den vergangenen zehn Jahren lag der Wert 2019 am höchsten: Da waren es geschätzte 13,8 Fälle pro 100.000 Einwohner.
Die Schätzung des RKI basiert unter anderem auf dem Monitoring der Sterbefallzahlen des Statistischen Bundesamtes und Daten des Deutschen Wetterdienstes. Die Spanne der Schätzungen ist hoch: Je nach Berechnung kommen die Statistiker des RKI auf 50 bis 250 hitzebedingte Sterbefälle von Januar bis Ende Juni dieses Jahres im Saarland.
Hitzewelle Ende Juni auch im Saarland
Seit Beginn dieses Sommers bis einschließlich Ende Juni starben in Deutschland den Schätzungen zufolge 5.120 Menschen wegen der Hitze, wie aus dem RKI-Bericht zur hitzebedingten Mortalität hervorgeht.
Die Unterschiede können dem RKI zufolge auf die unterschiedlich ausgeprägten Hitzeperioden zurückgeführt werden. Typischerweise gebe es in Sommerwochen mit einer mittleren Temperatur über 20 Grad deutlich höhere Sterblichkeitswerte im Vergleich zu kühleren Sommerwochen, heißt es im RKI-Wochenbericht zur hitzebedingten Mortalität.
In der Woche vom 22. bis 28. Juni lag der Durchschnitt über die Tages- und Nachttemperaturen dem RKI zufolge bei 26,4 Grad und damit oberhalb der Schwelle, ab der ein merklicher hitzebedingter Anstieg der Sterblichkeit zu erwarten ist. Auch im Saarland hatte eine Hitzewelle Ende Juni für Temperaturen von mehr als 41 Grad gesorgt.
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