
Ein Bündnis von Kulturinstitutionen bekennt sich in einem Manifest zu den Ideen des Bauhauses, um gegen die geplanten Kürzungen der AfD Sachsen-Anhalt zu reagieren
Ein Bündnis von Kulturinstitutionen veröffentlicht ein Manifest, um sich gegen die geplanten Fördermittelkürzungen der AfD Sachsen-Anhalt für den Bauhaus-Standort in Dessau zu positionieren und sich für die Ideen des Bauhauses einzusetzen.
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Die AfD Sachsen-Anhalt hat in ihrem Wahlprogramm Kürzungen für kulturelle Institutionen wie das Bauhaus in Dessau angekündigt.
Ein Bündnis von Kulturinstitutionen und -organisationen bekennt sich in einem Manifest zu den künstlerischen Ideen des Bauhauses. Hintergrund ist die Absicht der AfD Sachsen-Anhalt, dem „Irrweg der Moderne“ die Fördermittel zu kürzen.
Ein breites Bündnis von Kulturinstitutionen hat auf Initiative von Kulturstaatsminister Wolfram Weimer ein Bekenntnis zu den künstlerischen Ideen des Bauhauses veröffentlicht. Das 1919 gegründete Bauhaus stehe „für Austausch, transnationale Vernetzung und wechselseitige Inspiration“ sowie für „geistige, soziale wie ästhetische Offenheit“, heißt es in dem Text: „Integration führte damals zu Innovation und Weltruhm“.
Die künstlerische Haltung des Bauhauses, die „den Mut zur kühnen Vision“ und das „Vertrauen in die Freiheit des künstlerischen Denkens“ einschließe, habe Vorbildcharakter in Zeiten, „in denen die politischen Ränder erstarken und Rückschritt statt Fortschritt propagieren“. Deshalb wolle man das Bauhaus-Erbe „gegen populistische Angriffe verteidigen“.
Auch Weimer hat unterschrieben
Die AfD in Sachsen-Anhalt hat in ihrem Wahlprogramm angekündigt, nach einer möglichen Regierungsübernahme in dem Bundesland die Fördermittel für den Bauhaus-Standort in Dessau zu kürzen, da sie dessen kulturelle Erbschaft als „Irrweg der Moderne“ und Zeichen „antideutscher“ Gesinnung versteht.
Zu den Unterzeichnern des „Bauhaus-Manifests 2026“ gehören neben dem Kulturstaatsminister die Berliner Akademie der Künste, die Bundesarchitektenkammer, der Deutsche Museumsbund, der internationale Museumsrat ICOM, die Deutsche UNESCO-Kommission, der Zentralverband des Deutschen Handwerks, der Deutsche Städtetag, die Deutsche Bischofskonferenz, die Evangelische Kirche in Deutschland und das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste.
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