Agile Robots präsentiert humanoide Roboter auf der Hannover Messe
Das Münchner Unternehmen zeigt den Agile One und demonstriert Fähigkeiten von Franka-Robotern in Forschung und Industrie
Quick Look
- Agile Robots hat auf der Hannover Messe seinen humanoiden Roboter Agile One vorgestellt, der mittels künstlicher Intelligenz Bewegungsabläufe plant und flexibel auf variable Abläufe reagieren kann.
- Das 2023 übernommene Unternehmen Franka Robotics konzentriert sich auf Physical AI und wird von Google DeepMind, Meta, dem Toyota Research Institute sowie Stanford und MIT für Forschungsprojekte genutzt.
- Die Roboter können ohne Schutzkäfige neben Menschen arbeiten und empfindliche Aufgaben wie das Montieren von Bauteilen oder den Transport zerbrechlicher Materialien übernehmen.
AI-generated summary
Why It Matters
Agile Robots ist ein Münchner Robotikunternehmen, das 2023 Franka Robotics übernommen hat. Franka Robotics ist auf Physical AI spezialisiert und liefert Roboter für Forschung und Industrie.
Das Münchner Robotikunternehmen Agile Robots hat auf der Hannover Messe den Entwicklungsstand seiner humanoiden Roboter vorgestellt. Dazu gehört der lebensgroße Agile One, der seine Umgebung wahrnimmt und über künstliche Intelligenz Bewegungsabläufe plant. So soll er bei variierenden Abläufen flexibel reagieren können, etwa in der Montage oder im Umgang mit empfindlichen Objekten.
Seit 2023 gehört Franka Robotics zu Agile Robots. Ein Schwerpunkt von Franka liegt in „Physical AI", also der Verbindung von KI mit realen Maschinen. Franka-Roboter kommen sowohl in der Forschung als auch in der Industrie zum Einsatz, um Robotern Fähigkeiten zu geben, die bisher vor allem Menschen vorbehalten waren: feinfühliges Greifen, Lernen durch Erfahrung und sicheres Arbeiten in komplexen Umgebungen.
Franka Robotics zeigt an einem Beispiel auf der Messe, wie Roboter über künstliche Intelligenz Bewegungen erlernen, Objekte greifen und mit Menschen zusammenarbeiten. Eine Plattform mit zwei Roboterarmen samt Greifhänden soll Werkzeug aufsammeln und in einen Behälter legen. Das brauchte auf der Messe einige Anläufe, führte aber letztlich zum Erfolg. Den Befehl erhält der Roboter per Chat in Google Gemini. Über herkömmliche Kameras nimmt der Roboter die Tischoberfläche wahr und entscheidet selbstständig, was er wo aufnimmt.
Der Franka-Roboter kann dabei die angewandte Kraft messen. Er spürt, wie stark er drückt oder zieht. So kann er empfindliche Aufgaben übernehmen, etwa Bauteile einsetzen oder zerbrechliche Materialien transportieren. Google DeepMind, Meta und das Toyota Research Institute sowie die Universitäten Stanford und das MIT nutzen Franka-Roboter im Zusammenhang mit Forschungsprojekten, so der Hersteller.
Der Arbeitsplatz für die Roboter liegt ansonsten in der Industrie. Roboter von Agile Robots können Maschinen be- und entladen, mit kontrollierter Kraft elektronische Bauteile montieren oder Leiterplatten testen und Produkte verpacken. Besonders wichtig ist dabei die Fähigkeit, mit empfindlichen oder variierenden Teilen umzugehen. Durch die integrierte Kraftsensorik können die Roboter auch ohne exakte Vorpositionierung arbeiten. Und weil die Roboter ihre Umgebung kontinuierlich erfassen und ihre Bewegungen entsprechend anpassen, sollen sie sicher neben Menschen arbeiten können. Der Verzicht auf Schutzkäfige oder ähnliche Vorrichtungen erleichtert den Einsatz in bestehenden Produktionsumgebungen.
Open Questions
- Welche konkreten Kosten hat der Agile One?
- Wie viele Einheiten wurden bisher verkauft?
- Welche spezifischen Sicherheitszertifizierungen haben die Roboter?







