Agrarminister Rainer fordert Steuerbefreiung für Biokraftstoffe
CSU-Politiker kritisiert EEG-Pläne von Wirtschaftsministerin Reiche zur Abschaffung der Förderung kleiner Biogasanlagen
Quick Look
- Bundesagrarminister Alois Rainer (CSU) fordert eine vollständige Steuerbefreiung von Biokraftstoffen, um deren Einsatz in der Landwirtschaft zu fördern.
- Der Minister verwies darauf, dass größere landwirtschaftliche Maschinen auch künftig auf Verbrennungsmotoren angewiesen seien.
- Zugleich kritisierte Rainer die Pläne von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, die Förderung kleiner Biogasanlagen im Rahmen des EEG zu beenden.
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Why It Matters
Angesichts der Energiekrise und steigender Energiepreise sucht die Bundesregierung nach Wegen, die Abhängigkeit von fossilen Importen zu reduzieren. Die Landwirtschaft ist ein wichtiger Sektor, der sowohl Energie verbraucht als auch produzieren kann.
Angesichts der Energiekrise sieht Agrarminister Rainer Potenzial in Biokraftstoffen. Diese sollten steuerlich begünstigt werden. Kritik äußert der CSU-Politiker an den EEG-Plänen von Wirtschaftsministerin Reiche. Bundesagrarminister Alois Rainer spricht sich für eine vollständige Steuerbefreiung von Biokraftstoffen aus, um deren Einsatz in der Landwirtschaft zu fördern. Eine solche Maßnahme würde Biokraftstoffe günstiger machen und zugleich die heimische Produktion ankurbeln, sagte Rainer den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Der Minister verwies darauf, dass insbesondere größere landwirtschaftliche Maschinen auch künftig auf Verbrennungsmotoren angewiesen seien. "Hier müssen wir stärker auf Biokraftstoffe setzen", betonte Rainer. Neben klassischem Biodiesel nannte er auch Biomethan aus Biogasanlagen als wichtige Alternative. Bereits seit diesem Jahr würden Biokraftstoffe bei der Agrardieselrückerstattung berücksichtigt. Zugleich plädierte Rainer dafür, die Produktion entsprechender Energieträger in Deutschland auszubauen. Dies stärke sowohl den Klimaschutz als auch die Unabhängigkeit von fossilen Importen. "Versorgungssicherheit entsteht nicht am Weltmarkt, sondern vor der eigenen Haustür", sagte er. Kritisch äußerte sich Rainer zu Plänen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche, die Förderung kleiner Biogasanlagen im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) zu beenden. Kleine Anlagen seien ein wichtiger Pfeiler der Energieversorgung im ländlichen Raum und verwerteten Abfälle sowie Reststoffe sinnvoll. "Es wäre falsch, dieses Potenzial zu schwächen", erklärte der CSU-Politiker. Der Agrarminister wolle die regionale Energieerzeugung stärken.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Diskussion über die EEG-Förderung kleiner Biogasanlagen wird in den kommenden Wochen im Bundestag fortgesetzt
Likely · Within weeks
Open Questions
- Wann genau soll die Steuerbefreiung in Kraft treten?
- Wie hoch sind die geschätzten Kosten für den Staatshaushalt?
- Welche konkreten Maßnahmen plant Reiche für kleine Biogasanlagen?


