Amnesty International wirft Trump systematischen Angriff auf Menschenrechte vor
Menschenrechtsorganisation kritisiert erstes Jahr der zweiten Amtszeit als "desaströs" und wirft deutscher Bundesregierung Appeasement vor
Quick Look
- Amnesty International wirft US-Präsident Trump in seinem Jahresbericht einen systematischen Angriff auf die Menschenrechte im ersten Jahr seiner zweiten Amtszeit vor.
- Die Organisation kritisiert gezielte Attacken auf Justiz, Medien und Minderheiten und bezeichnet die US-Regierung als Brandbeschleuniger für eine weltweite Menschenrechtskrise.
- Generalsekretärin Julia Duchrow wirft auch der deutschen Bundesregierung und den meisten EU-Staaten vor, durch Appeasement die Krise zu verschärfen.
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Why It Matters
Amnesty International veröffentlicht jährlich einen Bericht zur weltweiten Menschenrechtslage. Der aktuelle Bericht umfasst das Jahr 2025 und wurde am 19. April 2026 in Berlin vorgestellt.
Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International erhebt schwere Vorwürfe gegen US-Präsident Donald Trump. Das erste Jahr seiner zweiten Amtszeit mit gezielten Attacken auf Justiz, Medien und Minderheiten sei desaströs verlaufen, bilanzieren die Aktivisten in ihrem Jahresbericht. Die Regierung des Republikaners im Weißen Haus wirke als "Brandbeschleuniger" für eine weltweite Krise der Menschenrechte, so Amnesty zu ihrem Bericht über die weltweite Lage im vergangenen Jahr. Die Organisation spricht von einem "systematischen Angriff" auf die Menschenrechte.
Amnesty: Autoritäre Praktiken von Regierungen
Verschärft werde die Krise durch autoritäre Praktiken von Regierungen auf der ganzen Welt. "Sie üben rücksichtslos militärische Gewalt aus, unterdrücken friedliche Proteste, missachten die Rechtsstaatlichkeit und verletzen systematisch die Rechte schutzbedürftiger Menschen", heißt es weiter. Verantwortlich seien "aber auch Regierungen, die Appeasement betreiben, statt dieser Entwicklung eine andere Politik entgegenzusetzen", sagte die Generalsekretärin von Amnesty Deutschland, Julia Duchrow, bei der Vorstellung des Berichts in Berlin. "Dazu gehören die allermeisten EU-Mitgliedsstaaten, insbesondere die Bundesregierung", fügte sie hinzu.
"Die Axt wird an das Völkerrecht gesetzt"
In der Außenpolitik stelle die Bundesregierung Wirtschafts- und Sicherheitsinteressen über das Völkerrecht und über den Menschenrechtsschutz, kritisierte Duchrow. Das sei sehr problematisch, weil es die Menschenrechte und die internationalen Regeln, die nach dem Zweiten Weltkrieg geschaffen worden seien, schwäche. "Die Axt wird an diese Institution und das Völkerrecht gesetzt."
Open Questions
- Welche konkreten Maßnahmen plant die Bundesregierung als Reaktion auf die Kritik?
- Welche spezifischen Beispiele für Verstöße gegen Menschenrechte durch die Trump-Regierung werden im Bericht genannt?
- Welche EU-Mitgliedsstaaten außer Deutschland werden konkret kritisiert?



