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Angela Merkel calls for more attention to climate change
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Die Zeit6/2/2026Politics2 min readGermany

Angela Merkel calls for more attention to climate change

Quick Look

  • Former Chancellor Angela Merkel urged greater focus on combating global warming, calling it humanity's existential challenge.
  • She reflected on her time as Environment Minister, admitting to acting on hope rather than precaution, and defended Germany's nuclear phase-out.

AI-generated summary

Why It Matters

Former Chancellor Angela Merkel spoke at an event celebrating the 40th anniversary of Germany's Environment Ministry. She previously served as Environment Minister from 1994 to 1998.

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Ex-Kanzlerin Angela Merkel verlangt mehr Aufmerksamkeit für den Kampf gegen die Erderwärmung. «Trotz aller anderen politischen Herausforderungen bleibt der Klimawandel eine Überlebensfrage der Menschheit. Manchmal scheint mir das in diesen Tagen ein wenig in den Hintergrund zu treten», sagte die CDU-Politikerin bei einem Festakt zum 40-jährigen Bestehen des Umweltministeriums. Merkel selbst war von 1994 bis 1998 Umweltministerin.

Beim Klima die Außenpolitikerin in sich entdeckt

Über die erste UN-Klimakonferenz 1995 in Bonn, deren Gastgeberin sie als Ministerin war, sagte Merkel rückblickend: «Ich hatte in mir die Außenpolitikerin entdeckt.»

Merkel blickte zurück auf eigene Erfolge, äußerte aber auch Selbstkritik. «Es bleibt die Frage, ob es in meiner Macht gelegen hätte, beim Klimaschutz mehr Vorsorge zu treffen», merkte sie an. «Immer wieder handelten wir nach dem Prinzip Hoffnung und nicht nach dem Vorsorgeprinzip.» Auch nach ihrem Ausscheiden aus dem Amt treibe sie weiter die Frage um, ob die Menschen willens und in der Lage seien, Experten-Warnungen ernst zu nehmen - oder ob sie immer nur nach Naturkatastrophen handelten.

Die Entscheidung zum schrittweisen Ausstieg aus der Atomkraft, die eine von ihr geführte schwarz-gelbe Bundesregierung 2011 nach der Atomkatastrophe im japanischen Fukushima beschlossen hatte, verteidigte Merkel. Sie betonte: «Ich bin bis heute der Meinung, dass wir unsere Klimaziele auch ohne die Kernenergie erreichen können.»

Wie es zur Gründung des Umweltministeriums kam

Der amtierende Umweltminister Carsten Schneider (SPD) wertete die deutsche Umweltschutzpolitik im Rückblick als Erfolg. «Die Bilanz dieser 40 Jahre kann sich sehen lassen: Deutschland ist wirtschaftlich gewachsen – und dabei gesünder und nachhaltiger geworden. Viele Gewässer sind wieder sauber – der Rhein, die Elbe und viele andere – und sie erhalten ihre Auen und ihren natürlichen Lauf zurück.»

Das Bundesumweltministerium wurde am 6. Juni 1986 als Reaktion auf die Reaktor-Katastrophe in Tschernobyl (heute Ukraine) gegründet. Das Haus ist auch zuständig für die Reaktorsicherheit. Zuvor fiel der Umweltschutz in die Zuständigkeit des Bundeslandwirtschaftsministeriums. Die DDR war früher dran als die Bundesrepublik: Sie richtete 1972 als einer der ersten Staaten weltweit ein Umweltministerium ein.

Open Questions

  • To what extent could Merkel have done more for climate protection during her tenure?
  • Will political challenges continue to overshadow the climate crisis?
  • Are people willing and able to take expert warnings seriously before disasters occur?

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This article was originally published by Die Zeit.

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