Attentatsversuch in Washington: Der »salad man« isst seelenruhig weiter
Nach den Schüssen beim White House Correspondents' Dinner geraten die Gäste in Panik – nur ein Mann bleibt ungerührt sitzen und isst seinen Burrata-Salat
Quick Look
- Bei einem Attentatsversuch beim White House Correspondents' Dinner in Washington hat der Secret Service US-Präsident Trump und Kabinettsmitglieder in Sicherheit gebracht.
- Die 2600 Gäste gingen in Deckung.
- Ein Mann namens Michael Glantz blieb jedoch ungerührt sitzen, schaute sich im Saal um und aß weiterhin seinen Burrata-Salat.
AI-generated summary
Why It Matters
Das White House Correspondents' Dinner ist ein jährliches Ereignis in Washington, bei dem Journalisten, Politiker und Prominente zusammenkommen. Der Secret Service ist für den Schutz des US-Präsidenten zuständig.
Als der mutmaßliche Angreifer in das Hilton eindringt, in dessen Untergeschoss am Samstagabend das »White House Correspondents' Dinner« stattfindet, passieren mehrere Dinge gleichzeitig. Beamte des Secret Service stürmen in den Raum, bringen US-Präsident Donald Trump und seine Kabinettsmitglieder in Sicherheit. Die 2600 Gäste, viele von ihnen Journalisten, gehen in Deckung. Einige greifen noch nach den Weinflaschen von ihren Tischen. Die etwas pflichtbewussteren lugen unter den Tischplatten hervor, um die Szene zu filmen. Nur ein Mann tut so, als wäre nichts passiert. Auf Aufnahmen von CNN ist zu sehen, wie er auf seinem Stuhl sitzen bleibt. Ungerührt schaut er im Saal umher. Dann gönnt er sich noch einen Bissen vom Burrata-Salat, der an dem Abend mit jungen Erbsen serviert wurde. Im Hintergrund ist eine nervöse Sicherheitskraft mit Sturmgewehr zu sehen. Das Video ging rasch um die Welt. Der »salad man«, das weiß man inzwischen, heißt in Wahrheit Michael Glantz. Er arbeitet als Agent bei der Creative Artists Agency – und vertritt unter anderem den CNN-Moderator Wolf Blitzer. Angst habe er nicht verspürt, sagte Glantz der »New York Times«. Er sei New Yorker und als solcher einiges gewohnt. Ähnlich wie Trump wollte Glantz sich die spektakuläre Szene schlicht nicht entgehen lassen: »Hunderte von Secret-Service-Agenten warfen sich über Tische und Stühle, und ich wollte zusehen.« Außerdem gibt es noch zwei weitere, nun ja, profane Gründe für das heroische Verhalten. Erstens, sagte Glantz, habe er Rückenprobleme. »Ich konnte mich nicht auf den Boden legen, und wenn ich es doch getan hätte, hätten sie Leute holen müssen, um mich wieder hochzuholen.« Und zweitens, so Glantz, sei er ein absoluter Hygienefreak. Mit dem neuen Smoking auf den dreckigen Hilton-Boden? »Auf gar keinen Fall.
Open Questions
- Wer ist der mutmaßliche Angreifer?
- Was war das Motiv für den Anschlag?
- Gab es weitere Verdächtige?
