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Babyboomer-Rente wird deutschen Arbeitsmarkt stärker treffen als erwartet
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Tagesschau Inland6/13/2026Politics2 min readGermany

Babyboomer-Rente wird deutschen Arbeitsmarkt stärker treffen als erwartet

Quick Look

  • Eine Prognose des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) besagt, dass der Renteneintritt der Babyboomer den deutschen Arbeitsmarkt stärker treffen wird als bisher angenommen.
  • Es wird ein Mangel von über vier Millionen Arbeitskräften erwartet, was eine Lücke von 1,3 Millionen mehr als zuvor prognostiziert bedeutet.
  • Das Institut nennt die Migrationspolitik der Bundesregierung als einen Grund für die Verschärfung der Situation.

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Why It Matters

Der Renteneintritt der Babyboomer-Generation wird den deutschen Arbeitsmarkt einer Prognose zufolge stärker treffen als zuletzt angenommen. "Am Ende fehlt ein Potenzial von mehr als vier Millionen Arbeitskräften", heißt es in einer Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).

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Der Renteneintritt der Babyboomer-Generation wird den deutschen Arbeitsmarkt einer Prognose zufolge stärker treffen als zuletzt angenommen. "Am Ende fehlt ein Potenzial von mehr als vier Millionen Arbeitskräften", heißt es in einer Berechnung des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), die dem Evangelischen Pressedienst epd vorliegt.

Damit werde die Lücke um etwa 1,3 Millionen größer als bisher erwartet. Vor zwei Jahren sei die Prognose noch von einer Lücke von drei Millionen ausgegangen. Als einen Grund nennt das arbeitgebernahe Institut die Migrationspolitik der Bundesregierung.

Laut IW wird der letzte Jahrgang der Babyboomer 2036 das Rentenalter erreichen. Als Babyboomer oder Boomer werden die zahlenmäßig starken Geburtsjahrgänge nach dem Zweiten Weltkrieg bezeichnet. Der Zeitraum ist wissenschaftlich nicht klar definiert, oft wird 1946 bis ungefähr Mitte der 1960er-Jahre genannt. In der Bundesrepublik Deutschland begann der deutliche Geburtenanstieg etwas später als in anderen westlichen Industriestaaten.

Es sterben weit mehr Menschen als geboren werden

Die Bevölkerung schrumpfe schneller als angenommen, betont das Kölner Institut. 2024 habe man noch damit gerechnet, dass Deutschland bis 2040 wächst. Doch im vergangenen Jahr ging die Bevölkerungszahl laut dem Statistischen Bundesamt erstmals seit vielen Jahren wieder zurück.

2045 werden voraussichtlich nur noch etwa 81,1 Millionen Menschen in der Bundesrepublik leben - fast drei Prozent weniger als jetzt. Es sterben weit mehr Menschen als geboren werden.

Zuwanderung gleicht nicht mehr aus

Bislang wurde diese Entwicklung durch Zuwanderung wieder ausgeglichen, heißt es weiter. Allerdings sei die Zahl der Zuzüge stark gesunken. Als Gründe nennt das Institut unter anderem die "Migrationswende" der Bundesregierung. Außerdem habe das Interesse an Deutschland "auch wegen der anhaltenden Schwäche der Wirtschaft und wachsender Arbeitsmarktprobleme" abgenommen.

Die aktuelle Legislaturperiode sei "die letzte Chance, Maßnahmen einzuleiten", um die Folgen der Babyboomer-Verrentung abzumildern, mahnt das IW. Die Fachkräftezuwanderung sei "ausbaufähig". Die Erwerbsbeteiligung könne erhöht werden und es gebe Potenziale bei der Pro-Kopf-Arbeitszeit, so die Wirtschaftswissenschaftler. Sie schlagen außerdem vor, die Belastung mit Steuern und Sozialbeiträgen zu senken.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Bis 2036 fehlen mehr als 4 Millionen Arbeitskräfte.

    Likely · Within months

  • Bis 2045 leben nur noch 81,1 Mio. Menschen in Deutschland.

    Likely · Within years

Open Questions

  • Welche konkreten Maßnahmen schlägt das IW zur Abmilderung vor?
  • Wie wird sich die Wirtschaftsentwicklung auf die Zuwanderung auswirken?

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This article was originally published by Tagesschau Inland.

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