Bauindustrie: Digitale Transformation stockt trotz BIM-Potenzial
Quick Look
- Zehn Jahre nach der Einführung von Building Information Modeling (BIM) zur Digitalisierung der Baubranche ist die Umsetzung ernüchternd.
- Nur jedes sechste Unternehmen nutzt BIM, während die Zusammenarbeit oft noch analog erfolgt.
- Potenziale wie Effizienzsteigerung und Kostenersparnis werden zwar erkannt, aber kaum genutzt.
AI-generated summary
Why It Matters
Eine Technologie namens Building Information Modeling (BIM) wurde vor zehn Jahren von der Politik eingeführt, um die Baubranche zu digitalisieren. Ziel war es, die Koordination von Bauprojekten durch ein zentrales digitales Gebäudemodell zu verbessern und dadurch Effizienz und Steuerbarkeit zu erhöhen.
Vor zehn Jahren sollte eine einheitliche Technologie die Baubranche digitalisieren. Die Zwischenbilanz ist ernüchternd: Viele Betriebe und öffentliche Stellen haben sich kaum damit beschäftigt.
Düsseldorf. Zehn Jahre nachdem die Politik eine Technologie zur einheitlichen Digitalisierung von Bauprojekten vorgestellt hat, bleibt die Umsetzung hinter den Zielen zurück. Während einzelne Unternehmen der Branche inzwischen den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI), automatisierte Planung und digitale Baustellen prüfen, ist die Zusammenarbeit zwischen Auftraggebern, Planern und Architekten weiterhin analog.
Laut einer aktuellen Studie des IT-Branchenverbands Bitkom nutzt erst rund jedes sechste Unternehmen im Bau- und Ausbaugewerbe das Building Information Modeling (BIM). Weitere 13 Prozent planen seinen Einsatz. Knapp zwei Drittel der Betriebe geben an, sich bislang nicht ausreichend oder gar nicht damit beschäftigt zu haben.
Dabei sollte BIM die Branche grundlegend verändern. 2015 stellte das damalige Bundesverkehrsministerium es als Teil seines „Stufenplans Digitales Planen und Bauen“ vor. Statt Bauprojekte über unzählige Pläne und Dokumente zu koordinieren, werden sämtliche Informationen dabei in einem digitalen Gebäudemodell zusammengeführt. Planung, Bau und auch der spätere Betrieb sollen dadurch effizienter und besser steuerbar werden.
Frustrierend ist, dass wir seit zehn oder fünfzehn Jahren immer noch die gleichen Gespräche führen. Thomas JankaSoftwareexperte
Mehr als die Hälfte der vom Bitkom befragten Unternehmen erkennt die Potenziale der Methode auch. Effizienzsteigerungen, Kostenersparnisse und weniger Fehler gelten als zentrale Vorteile. Trotzdem fällt die Zwischenbilanz ernüchternd aus.
Open Questions
- Why has adoption been so slow despite recognized benefits?
- What specific measures can be taken to accelerate BIM implementation?
- Are there specific sectors within the construction industry that are adopting BIM more readily?
- What are the long-term consequences of this slow digital transformation for the German construction industry?





