Bjørn Johansson schließt sich Spencer Stuart an
Quick Look
- Der renommierte Headhunter Bjørn Johansson, seit über 30 Jahren in der Schweiz tätig, schließt sich mit seiner Boutique-Beratung der US-Personalberatung Spencer Stuart an.
- Johansson kehrt damit zu seinen beruflichen Wurzeln zurück und stärkt Spencer Stuart im Schweizer Markt.
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Why It Matters
Bjørn Johansson, ein führender Headhunter Europas, schließt sich mit seiner Schweizer Beratung Spencer Stuart an. Dies markiert eine Rückkehr zu seinen beruflichen Wurzeln und eine strategische Stärkung für Spencer Stuart im Schweizer Markt.
Bjørn Johansson schließt sich mit seiner Schweizer Beratung dem Konkurrenten Spencer Stuart an. Die Top-Besetzungen des gebürtigen Norwegers führen heute Weltkonzerne. Tanja Kewes 15.06.2026 - 12:08 Uhr Artikel anhören
Grandseigneur der Branche: Bjørn Johansson schließt sich jetzt Spencer Stuart an. Foto: PR
Düsseldorf. Er gilt als einer der erfolgreichsten Headhunter Europas. Nun gibt er überraschend seine Unabhängigkeit auf.
Der aus Norwegen stammende Bjørn Johansson, seit mehr als 30 Jahren in der Schweiz aktiv, schließt sich mit einigen seiner Partner der US-Personalberatung Spencer Stuart an. Damit kehrt der 78-Jährige zu seinen beruflichen Wurzeln zurück.
Johansson hatte sich 1993 in Zürich selbstständig gemacht, sein Dreh- und Angelpunkt war und ist dabei die Schweizer Finanzindustrie. Seine jüngste große Besetzung im Topbereich soll die von Sergio Ermotti als CEO der UBS gewesen sein. Zudem hat er Brancheninformationen zufolge den Deutschen Mark Schneider 2017 als CEO zu Nestlé gebracht.
Allerdings gelang es Johansson in den vergangenen Jahren nicht, eine Nachfolgerin oder einen Nachfolger aufzubauen oder seine Partnerschaft so zu vergrößern und zu professionalisieren, dass sie unabhängig hätte weiter agieren können. Ende 2025 verließ die bis dato hoch gehandelte Partnerkollegin Sandra Klein seine Boutique-Beratung.
Für Spencer Stuart ist die Übernahme von Johansson ein strategisch kluger Schritt. Konkurrent
Nach Bekanntgabe des Zusammenschlusses mit Spencer Stuart in der Schweiz erklärte Johansson: „Wir haben die globale Plattform, die Werte und das Streben nach Exzellenz von Spencer Stuart schon lange bewundert.“
Die Partnerschaft ermögliche es ihm und seinen Kollegen, sagte Johansson weiter, „auf unserem bisherigen Erbe aufzubauen“ und „gleichzeitig die Bandbreite an Erkenntnissen und Fähigkeiten zu erweitern, die wir unseren Kunden bieten können“. Er freue sich darauf, „die Kräfte zu bündeln und zum weiteren Wachstum des Unternehmens in der Schweiz und darüber hinaus beizutragen“.
Headhunterin Sigrid Artho: Managt die Geschäfte von Spencer Stuart in der Schweiz und integriert jetzt die Partner von Johansson Foto: PR
Der promovierte Betriebswirt Johansson hatte seine Karriere 1980 bei Spencer Stuart in Zürich gestartet, war kurz darauf aber zum Konkurrenten Korn Ferry gewechselt, bevor er sich selbstständig machte. Spencer Stuart gehört neben Heidrick & Struggles, Russell Reynolds, Egon Zehnder und Korn Ferry zu den fünf international führenden Personalberatungen. Diese fünf werden gern mit dem Akronym „Shrek“ betitelt.
Reputation und Anteile in einem lukrativen Markt
Der Konkurrenzkampf untereinander ist hart. Krisen und Kriege sorgen zwar für viel Bewegung in Führungsetagen. Gleichzeitig steigt aber auch der Druck auf die Honorare der Headhunter und Berater. Soziale Netzwerke und Künstliche Intelligenz sind zudem gute Hilfsmittel für das Finden von Kandidaten, erhöhen aber auch die Qualitäts- und Exklusivitätsansprüche gegenüber der Branche.
Im Markt ist entsprechend viel Bewegung. Ende 2025 verkündete ein Konsortium um die Finanzinvestoren Advent und Corvex, die bis dato börsennotierte Personalberatung Heidrick & Struggles erst reprivatisieren und dann transformieren zu wollen. Gelingen soll das durch Investitionen in Technologie wie KI, Akquisitionen sowie in die internationale Expansion.
Berater
Finanzinvestoren übernehmen Heidrick & Struggles – Klappt so die Transformation?
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Für Spencer Stuart ist die Übernahme von Johansson „ein strategisch kluger Schritt“, wie ein Konkurrent, der nicht genannt werden möchte, gegenüber dem Handelsblatt sagt. Die Beratung kaufe sich damit die Reputation und die Anteile eines Marktführers in einem traditionell lukrativen Markt: der Schweiz.
Aus der Schweiz stammt auch Egon Zehnder, die 1964 gegründete und in Europa führende Personalberatung für Führungspositionen. Diese dominierte dort lange den Markt, in den vergangenen Jahren sind ihr aber auch in ihrem Heimatmarkt starke Konkurrenten erwachsen. Johansson war einer davon. Ein anderer ist der deutlich jüngere Christoph Zeiss mit seiner Partnerschaft „Heads!“.
Mehr: Neuer Egon-Zehnder-Chair – „Gutes Personal ist wichtiger denn je“
Erstpublikation: 11.06.2026, 12:17 Uhr.
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