Blanche zieht umstrittenen Entschädigungsfonds zurück
Quick Look
- Blanche hat Pläne für einen umstrittenen Entschädigungsfonds für angebliche Opfer politisch motivierter Strafverfolgung endgültig zurückgenommen.
- Diese Entscheidung erfolgte vor der Abstimmung über seine Nominierung als Justizminister, nachdem Kritiker befürchteten, Staatsgelder könnten an Kapitol-Sturm-Teilnehmer fließen.
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Why It Matters
Blanche zog Pläne für einen umstrittenen Entschädigungsfonds zurück, der angeblichen Opfern politisch motivierter Strafverfolgung zugutekommen sollte. Dies geschah vor der Abstimmung über seine Bestätigung als Justizminister.
Vor der Bekanntgabe der Unterstützung hatte Blanche die Pläne für einen umstrittenen Entschädigungsfonds für vermeintliche Opfer politisch motivierter Strafverfolgung endgültig zurückgenommen. Der Fonds sei aufgehoben und habe somit weder Rechtskraft noch Wirkung, schrieb Blanche am Sonntagabend (Ortszeit) auf X.
Ursprünglich sollten nach Plänen des Justizministeriums rund 1,8 Milliarden Dollar (etwa 1,5 Milliarden Euro) in den Fonds fließen. Mit dem Geld sollten angebliche Opfer von politisch oder ideologisch motiviertem Vorgehen des Staates entschädigt werden.
Kritiker hatten die Befürchtung geäußert, dass auf diese Weise Staatsgeld für die Belohnung von Anhängern des US-Präsidenten Donald Trump genutzt werden könnte, die beim Sturm auf das Kapitol im Januar 2021 dabei gewesen und dafür während der Regierungszeit Joe Bidens angeklagt worden waren. Trump hatte für viele der Angeklagten nach seinem Amtsantritt 2025 Begnadigungen ausgesprochen.
Angesichts der Kritik – auch aus den eigenen Reihen – hatte die Trump-Regierung bereits Anfang Juni angekündigt, auf den Fonds zu verzichten. Cornyn und Tillis beharrten aber auf einer schriftlichen Zusicherung. Beide sitzen im Justizausschuss, der an diesem Dienstag über die Empfehlung Blanches als Trumps Justizminister abstimmen soll.
Am Donnerstag hatte Trump erklärt, er könne Blanches Nominierung »zeitweise zurückziehen«, bis die beiden Parteirebellen aus dem Kongress ausgeschieden seien. Er hatte darauf hingewirkt, dass Cornyn und Tillis bei den Kongresswahlen am 3. November nicht erneut antreten können – sie scheiden nun im Januar aus dem Senat aus. Allerdings ist Trumps Strategie des Wartens riskant, denn die Republikaner könnten bei den Wahlen ihre knappe Senatsmehrheit verlieren.
Der Fonds war das Ergebnis eines bemerkenswerten Vergleichs gewesen: Trump hatte im Januar als Privatperson gegen den Staat geklagt und eine Milliardenentschädigung gefordert. In der Klage war einem damaligen Mitarbeiter der Steuerbehörde (IRS) vorgeworfen worden, sich während Trumps erster Amtszeit (2017 bis 2021) unrechtmäßig Zugang zu Steuerdaten der Familienfirma Trump Organization verschafft und diese an »linksgerichtete Medien« weitergegeben zu haben. Die Behörde untersteht dem US-Finanzministerium, das genauso wie das Justizressort von Trumps Regierungsteam kontrolliert wird.
Die Parteien legten den Rechtsstreit mit einem Vergleich bei. Dieser enthält neben den nun auch schriftlich zurückgenommenen Plänen für den Entschädigungsfonds einen weiteren umstrittenen Teil, der Trump und anderen Mitgliedern seiner Familie weitreichenden Schutz hinsichtlich Prüfungen ihrer Steuererklärungen bietet.
Auch hieran entzündete sich vor einer möglichen Bestätigung Blanches als Justizminister im Senat Widerstand, was die Reichweite der Schutzregelungen angeht. Blanche betonte in einem auf X geteilten Statement indessen, dass diese »nur rückwirkend« gälten. Prüfungen künftiger Steuererklärungen Trumps schließt der Vergleich dementsprechend nicht aus.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Der Justizausschuss wird über Blanches Empfehlung als Justizminister abstimmen.
Very likely · Within hours
Cornyn und Tillis scheiden im Januar aus dem Senat aus.
Very likely · Within months
Open Questions
- Wie wird die Abstimmung über Blanches Nominierung im Justizausschuss verlaufen?
- Welche Auswirkungen hat der Schutz der Steuererklärungen Trumps?







