Börsen: Irankrieg belastet weiter – Anleger warten auf Ifo-Index
Quick Look
- Die Börsen leiden weiter unter der Unsicherheit des Irankriegs, was zu fallenden Kursen und steigenden Ölpreisen führt.
- Anleger warten auf den Ifo-Geschäftsklimaindex und das Verbrauchervertrauen als Indikatoren für die wirtschaftliche Stimmung.
AI-generated summary
Why It Matters
The ongoing Iran war is creating significant uncertainty in financial markets, leading to falling stock prices and rising oil prices. Investors are awaiting key economic indicators to gauge the economic sentiment.
Die Sorgen über die Folgen des Irankriegs prägen weiter das Geschehen an den Börsen. Für Hinweise auf die wirtschaftliche Stimmung warten Anleger auf den Ifo-Geschäftsklimaindex. Katharina Schneider, Carlotta Moreno 22.05.2026 - 06:46 Uhr Artikel anhören
Frankfurt, Düsseldorf. Der Irankrieg und seine Folgen sorgen weiterhin für Unsicherheit am Markt. Zum Handelsschluss gab der deutsche Leitindex am Donnerstag um 0,5 Prozent auf 24.607 Punkte nach und beendete damit eine dreitägige Gewinnserie.
Am frühen Freitagmorgen setzt sich dieser Trend nicht fort. Auf außerbörslichen Plattformen notiert der Dax vorbörslich im Plus.
Fehlende Signale für eine Lösung im Irankrieg lassen die Ölpreise und die Anleiherenditen steigen und belasten die Aktienmärkte. Die negativen ökonomischen Folgen des Kriegs für die Wirtschaft der Eurozone rücken immer stärker in den Fokus.
Der EuroStoxx50 fiel um 0,3 Prozent, die US-Indizes lagen bis zu 0,5 Prozent im Minus. Irans Oberster Führer Ajatollah Modschtaba Chamenei hatte einem Medienbericht zufolge angeordnet, dass hochangereichertes Uran nicht ins Ausland gebracht werden darf. Damit würde die Regierung in Teheran ihre Haltung zu einer zentralen Forderung der USA verhärten. US-Präsident Donald Trump erklärte dagegen, die USA würden das hochangereicherte Uran des Irans am Ende sicherstellen.
Mit dem Ifo-Geschäftsklima wird am Freitag ein Indikator für die Stimmung der Unternehmer in Deutschland veröffentlicht. Anlegerinnen und Anleger werden am Ende der Woche auch auf das Verbrauchervertrauen schauen. In den vergangenen Monaten hatte der Konsumklima-Indikator stetig nachgegeben.
1 – Börsen in New York: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq
Die Hoffnung auf ein Friedensabkommen im Irankrieg und sinkende Ölpreise haben der Wall Street am Donnerstag nach einem volatilen Handel zu leichten Gewinnen verholfen. Die großen US-Indizes beendeten den Handel am Donnerstag positiv:
Der US-Standardwerteindex Dow Jones gewann 0,6 Prozent und und ging mit 50.285 Punkten aus dem Handel.
Der breit gefasste S&P 500 legte 0,2 Prozent zu auf 7445 Stellen.
Der technologielastige Nasdaq gewann 0,1 Prozent auf 26.293 Zähler.
US-Außenminister Marco Rubio hatte von guten Anzeichen in den Gesprächen mit dem Iran gesprochen. Ein diplomatisches Abkommen sei jedoch ausgeschlossen, sollte die Regierung in Teheran ein Mautsystem in der für den Öltransport wichtigen Straße von Hormus einführen.
2 – Börsen in Asien: Nikkei, Topix und CSI 300
An den asiatischen Börsen legen die Aktien weiter zu. Eine Rally bei KI-Aktien, gestützt auf Gewinne bei US-Branchenwerten, treibt den Markt an.
In Tokio stieg der 225 Werte umfassende Nikkei-Index um 2,3 Prozent auf 63.095 Punkte.
Der breiter gefasste Topix notierte 0,9 Prozent höher bei 3.886 Zählern.
Die Börse Shanghai gewann 0,2 Prozent auf 4.085 Stellen.
Der CSI-300-Index mit den 300 wichtigsten chinesischen Unternehmen an den Festlandbörsen stieg um ein halbes Prozent auf 4.808 Punkte.
Die japanischen Aktien erholen sich von ihren am Mittwoch erreichten mehrwöchigen Tiefstständen. „Obwohl die Korrektur bei japanischen Aktien – insbesondere bei KI-Werten – andauern könnte, erwarten wir nicht, dass sie langwierig oder schwerwiegend wird“, schrieben die Strategen von BofA Securities, Masashi Akutsu und Tetsuhiro Takuyama, in einem Bericht. „Aus mittelfristiger Sicht bevorzugen wir weiterhin KI-bezogene Titel und bleiben für japanische Aktien optimistisch.“
3 – Ifo-Geschäftsklimaindex
Mit dem Ifo-Geschäftsklima wird am Freitag ein Indikator für die Stimmung der Unternehmer in Deutschland veröffentlicht. Das Ifo-Institut befragt dafür etwa 7000 Unternehmen zu ihrer gegenwärtigen Geschäftslage und ihren Erwartungen für die nächsten sechs Monate. Der Index könnte leicht gestiegen sein.
4 – Verbraucherstimmung
Die GfK veröffentlicht ihre Umfrage zum Verbrauchervertrauen in Deutschland. In den vergangenen Monaten hatte der Konsumklima-Indikator stetig nachgegeben, unter anderem infolge des Irankriegs. Für April wird mit einem weiteren Rückgang gerechnet.
5 – Julius-Bär-Quartal
Die Schweizer Privatbank Julius Bär veröffentlicht am Freitag einen Bericht zu den ersten vier Monaten des laufenden Jahres. Zuletzt wurde bekannt, dass sich die Bank wieder verstärkt auf die Vermögensverwaltung konzentrieren und sich weniger im Private-Debt-Geschäft engagieren will.
6 – Richemont-Zahlen
Der Schweizer Luxusgüterkonzern legt seine Jahreszahlen für 2025 vor. Zu Richemont gehören unter anderem die Unternehmen Cartier, Van Cleef & Arpels und Montblanc.
7 – Hauptversammlungen
Zahlreiche Unternehmen haben ihre Aktionäre für Freitag zu Hauptversammlungen eingeladen, darunter Carrefour, Dürr, Fresenius, Grammer, Hensoldt und Michelin.
Termine Unternehmen
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Mehr: Anleiheexpertin Desai: „Die Fed sollte die Märkte führen, nicht ihnen folgen“
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What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
The Ifo-Geschäftsklima index might show a slight increase.
Possible · Within days
Consumer confidence in Germany may decline further.
Likely · Within days
Open Questions
- Will the Ifo-Geschäftsklima index show an improvement or further decline?
- What will be the impact of the consumer confidence data on spending?
- Will the negotiations between the US and Iran lead to a de-escalation or further conflict?
- How will the decisions regarding enriched uranium affect international relations?


