Bund unterstützt Berlin bei Ermittlungen nach Hackerangriff
Nach der Veröffentlichung von 5,8 Terabyte Daten im Darknet durch die Gruppe Rhysida schalten sich Bundesbehörden ein.
Quick Look
- Nach einem Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung, bei dem 5,8 Terabyte Daten gestohlen wurden, unterstützen BSI, BKA und BfV die Berliner Behörden.
- Die Hackergruppe Rhysida hatte ein Lösegeld gefordert, das der Senat nicht zahlte.
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Why It Matters
Die Hackergruppe Rhysida ist seit Mitte 2021 aktiv und gilt als kriminell und finanziell motiviert. Der Berliner Senat lehnte die Zahlung eines Lösegelds in Höhe von 30 Bitcoin ab.
Bei den Ermittlungen zum Hackerangriff auf Teile der Berliner Verwaltung bekommt das Land Berlin Unterstützungen vom Bund. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das Bundeskriminalamt (BKA) und das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) seien beteiligt, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums auf dpa-Anfrage mit. Die detaillierte Auswertung finde aktuell durch die zuständigen Sicherheitsbehörden des Landes Berlin statt.
«Im Gemeinsamen Cyberabwehrzentrum werden alle Erkenntnisse zusammengetragen und geteilt», so der Sprecher. Die Gruppierung Rhysida, die für den Leak verantwortlich gemacht wird, sei den Sicherheitsbehörden bekannt und seit Mitte 2021 aktiv. «Sie gilt grundsätzlich als kriminell und finanziell motiviert.»
Daten wurden am Freitag im Darknet veröffentlicht
Nach einem Cyberangriff auf die Berliner Verwaltung wurden am Freitag rund 1,44 Millionen Dateien mit einem Umfang von 5,8 Terabyte im Darknet veröffentlicht. Die kriminelle Hackergruppe Rhysida hatte die Daten Mitte August unbemerkt abgezogen und ein Lösegeld von 30 Bitcoin – umgerechnet rund zwei Millionen Euro - gefordert. Der Senat zahlte das Lösegeld nicht.
Ein Regierungssprecher sagte, die Bundesregierung verfolge die Informationen und Ermittlungen zum Datenabfluss genau. Die beteiligten Behörden glichen ihre Informationen kontinuierlich ab. «Nach der Analyse potentieller Sicherheitsrisiken werden entsprechende Maßnahmen zur Wahrung der militärischen Sicherheit eingeleitet. Datensysteme des Bundes sind nach derzeitigem Kenntnisstand nicht betroffen», so der Sprecher.
Open Questions
- Welche konkreten Daten sind in den 5,8 Terabyte enthalten?
- Wie gelang der Zugriff auf die Verwaltungssysteme?

