Bundeskanzler: Bloß nicht am Tor des Kanzleramts rütteln. Sonst stürzt noch alles ein
Der Kanzler rutscht tiefer in die Krise – auch, weil er sich von seiner Rolle als Entschiedenheitsdarsteller nicht zu lösen vermag. Wie lange kann das noch gut gehen?
Quick Look
- Friedrich Merz steckt tief in der Krise, bleibt aber vorerst im Amt, da niemand seinen Posten übernehmen will und die Angst vor einem Zusammenbruch der CDU und Regierung groß ist.
- Seine schwache Führung und ungeschickten Äußerungen verschärfen die Lage.
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Why It Matters
Friedrich Merz steht wegen schlechter Umfragen, Wahlniederlagen und mangelnder Autorität in der Kritik.
Der Kanzler rutscht tiefer in die Krise – auch, weil er sich von seiner Rolle als Entschiedenheitsdarsteller nicht zu lösen vermag. Wie lange kann das noch gut gehen?
Aus der ZEIT Nr. 39/2026
Friedrich Merz hat Glück. Und zwar Glück, dass am übernächsten Sonntag schon wieder zwei Landtagswahlen sind und darum alle erst mal stillhalten. Aber auch danach muss er wenig fürchten. Denn: Merz ist jetzt in einem Stadium angekommen, in dem ihn die Krise stabilisiert, die er selbst ständig verschärft. Die CDU und die Regierung insgesamt sind in einem so schlechten Zustand, dass absehbar niemand seinen Posten übernehmen möchte. Bloß nicht am Tor des Kanzleramtes rütteln, denn dann könnte alles einstürzen. Die Regierung. Das alte Parteiensystem. Am Ende die ganze schöne Republik, wer weiß das schon.
Open Questions
- Wie lange halten Partei und Koalition an Merz fest?
- Welche Folgen haben kommende Landtagswahlen für die politische Stabilität?

