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Bundesregierung lehnt Übernahme der Commerzbank durch Unicredit ab
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n-tv Wirtschaft6/16/2026Business2 min readGermany

Bundesregierung lehnt Übernahme der Commerzbank durch Unicredit ab

Quick Look

  • Die Bundesregierung lehnt die Übernahme der Commerzbank durch die italienische Unicredit ab.
  • Sie kritisiert das "aggressive Vorgehen" und wirft Unicredit Marktmanipulation vor.
  • Die Commerzbank spielt eine wichtige Rolle für die deutsche Wirtschaft.

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Why It Matters

Die Bundesregierung hat eine Übernahmeofferte der italienischen Unicredit für die Commerzbank abgelehnt. Die Commerzbank spielt eine wichtige Rolle für die deutsche Wirtschaft und den Finanzstandort Frankfurt.

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Im Ringen um die Zukunft der Commerzbank stellt sich die Bundesregierung klar gegen eine feindliche Übernahme durch Unicredit. Die Methoden der Mailänder seien mehr als fragwürdig. Im Raum steht der Vorwurf der Marktmanipulation.

Der deutsche Staat hat der laufenden Übernahmeofferte der italienischen Unicredit für die Commerzbank eine Absage erteilt. "Eine Annahme des Angebots kam bereits wirtschaftlich nicht infrage, da das Übernahmeangebot keine angemessene Prämie auf den aktuellen Kurs der Commerzbank-Aktie enthält", teilte die Finanzagentur des Bundes in Frankfurt mit.

Zugleich wandte sich der Bund, der als zweitgrößter Aktionär der Commerzbank rund 12 Prozent der Anteile hält, erneut gegen eine Übernahme der zweitgrößten deutschen Privatbank durch die Unicredit. Man unterstütze die Strategie der Eigenständigkeit der Commerzbank und lehne "das aggressive Vorgehen" der Unicredit ab.

"Die Commerzbank AG spielt eine wichtige Rolle bei der Finanzierung der deutschen Wirtschaft und des deutschen Mittelstands", hieß es. "Sie ist als bedeutender Arbeitgeber zudem zentral für den Finanzstandort Frankfurt. Beides gilt es auch in Zukunft sicherzustellen."

Übernahmekampf eskaliert immer weiter

Die Unicredit hat im Mai eine freiwillige Offerte für die Commerzbank vorgelegt und bietet eigene Aktien zum Tausch. Die Großbank aus Mailand bekam nach jüngsten Angaben rund 11 Prozent aller Commerzbank-Aktien angedient. Damit würde der Anteil der Unicredit rechnerisch auf rund 38 Prozent steigen, zudem hat sie sich über Kaufoptionen mehr als drei Prozent der Commerzbank-Aktien gesichert und hält weitere Finanzinstrumente. Die Übernahmefrist läuft bis zu diesem Dienstag, soll aber bis zum 3. Juli verlängert werden.

Der Übernahmekampf zwischen Commerzbank und Unicredit war zuletzt eskaliert. So drohte die Unicredit der Commerzbank mit einem Austausch von Aufsichtsrat und Vorstand, sollte sie auf der Hauptversammlung genug Unterstützung von Aktionären erlangen.

Die Commerzbank wiederum sieht bei den Angaben der Unicredit ein falsches Spiel und hat die Finanzaufsicht Bafin eingeschaltet. Sie kritisiert, die angedienten Aktien stammten überwiegend von Banken, mit denen die Unicredit über Finanzinstrumente Geschäfte macht, und nicht von unabhängigen Aktionären. Denn für diese wäre das Angebot der Unicredit, das unter dem Aktienkurs der Commerzbank liegt, ein Verlustgeschäft. Die Unicredit wies die Kritik wiederholt zurück.

Open Questions

  • Wie wird Unicredit auf die Ablehnung reagieren?
  • Wird die Bafin Ermittlungen einleiten?
  • Wie werden sich die Aktienkurse entwickeln?

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This article was originally published by n-tv Wirtschaft.

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