Bundesweite IT-Störung legt Bahnverkehr lahm
Quick Look
- Eine bundesweite IT-Störung, die den digitalen Bahnfunk GSM-R betraf, legte am Dienstag den Zugverkehr in Deutschland lahm.
- Züge konnten Bahnhöfe nicht verlassen, Fahrgäste saßen fest.
- Die Deutsche Bahn nahm ein Notfallsystem in Betrieb, um die Lage zu stabilisieren.
AI-generated summary
Why It Matters
Eine bundesweite IT-Störung beeinträchtigte den Zugverkehr in Deutschland, da der digitale Bahnfunk GSM-R ausfiel. Dies führte dazu, dass Züge Bahnhöfe nicht verlassen konnten und Fahrgäste auf freier Strecke festsaßen.
Bahn-Chefin Evelyn Palla sagte der Bild-Zeitung, die Deutsche Bahn habe nach der bundesweiten Störung ein Notfallsystem in Betrieb genommen. „Wir konnten mit einem Notfallsystem die Lage stabilisieren. Die Ursache müssen wir jetzt klären“, so Palla.
Zuvor hatten mehrere Fahrgäste der Nachrichtenagentur dpa und der Süddeutschen Zeitung bereits bestätigt, dass erste Bahnen nach dem Komplettausfall wieder fahren. Die Störung, die mit dem Bahnfunk zusammenhing, hatte dafür gesorgt, dass Züge Bahnhöfe nicht verlassen konnten und Fahrgäste auf freier Strecke feststeckten.
Unter der Überschrift „Bayernweit / Bundesweit“ hatte der Konzern am späten Abend mitgeteilt: „Aufgrund einer bundesweiten IT-Störung, welche die internen Kommunikationskanäle betrifft, ist der Zugverkehr in Bayern nur stark eingeschränkt bis gar nicht möglich. Weitere Informationen folgen.“ Den Angaben des Sprechers zufolge war der digitale Bahnfunk GSM-R gestört.
Der Ausfall betraf auch S-Bahnen. So teilte die S-Bahn München beispielsweise via Kurznachrichtendienst Bluesky mit: „Im Gesamtnetz sind keine Zugfahrten möglich. Die S-Bahnen werden derzeit zurückgehalten.“ Die Polizei Gelsenkirchen postete auf X, dass der „gesamte Zugverkehr in NRW“ lahm liege. Auch der komplette Berliner S-Bahn-Verkehr lag vorübergehend still. In Stuttgart hieß es: „Derzeit werden alle S-Bahnen im gesamten S-Bahn-Netz an den Bahnsteigen zum Halten gebracht.“
Das norddeutsche Verkehrsunternehmen Metronom informierte seine Fahrgäste am späten Dienstagabend über die Störung und erklärte, was für eine Technik genau ausgefallen war. Der Zugfunk GSM-R sei „das zentrale Kommunikationsmittel zwischen den Lokführerinnen und Lokführer im Zug und den Fahrdienstleiterinnen und Fahrdienstleitern auf den Stellwerken des Netzbetreibers DB InfraGO AG.“
„Wir wurden über eine Durchsage von der Störung informiert“, sagte ein Zuggast, der in einem ICE zwischen Würzburg und Nürnberg zunächst auf freier Strecke bei Markt Bibart stand, der Süddeutschen Zeitung. „Wir wissen auch nicht mehr als das, was offiziell von der Bahn mitgeteilt wurde.“ Die Stimmung sei anfangs gut gewesen, sogar die Klimaanlage lief, was bei der Hitze draußen von Vorteil gewesen sei. Man sei informiert worden, dass man sich Wasser holen könne. Sein Zug von Hamburg nach München sei um 22.20 Uhr stehen geblieben. Sechs Minuten später habe es eine Lautsprecheransage gegeben. Er habe befürchtet, dass das Problem lange nicht behoben werden könne. Um kurz vor Mitternacht sei der Zug dann rückwärts in den Bahnhof von Markt Bibart gefahren, dort durften alle aussteigen. Gegen 0.25 Uhr kam dann die Meldung, dass man mit dem Zug weiterreisen könne.
Um gestrandeten Fahrgästen zu helfen, gibt die Deutsche Bahn Taxi- und Hotelgutscheine aus. „Dort, wo es möglich ist, werden Aufenthaltszüge zur Verfügung gestellt“, sagte ein Bahn-Sprecher der dpa. „Die DB entschuldigt sich bei den Reisenden für die Situation.“
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die Deutsche Bahn wird die IT-Infrastruktur und Kommunikationssysteme überprüfen und verstärken.
Very likely · Medium term
Open Questions
- Was genau war die Ursache der IT-Störung?
- Wie hoch sind die Kosten des Ausfalls?
- Wann wird das Notfallsystem vollständig integriert sein?





