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BackChase lockt mit 4 Prozent: Das Tagesgeld der JP-Morgan-Tochter im Check
Chase lockt mit 4 Prozent: Das Tagesgeld der JP-Morgan-Tochter im Check
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Handelsblatt5/20/2026Business3 min readGermany

Chase lockt mit 4 Prozent: Das Tagesgeld der JP-Morgan-Tochter im Check

Die US-Bank JP Morgan startet mit ihrer Tochter Chase im deutschen Privatkundenmarkt. Mit einem Tagesgeldkonto mit hoher Verzinsung lockt sie Sparer an. Doch es gibt auch Alternativen und Einschränkungen.

Quick Look

  • Chase, die Tochter der US-Bank JP Morgan, startet in Deutschland mit einem Tagesgeldkonto, das 4 % Zinsen für vier Monate bietet.
  • Dies übertrifft aktuelle Angebote, doch Experten erwarten, dass der Wettbewerb die Zinsen hochhalten wird.
  • Nach der Zinsbindung gibt es 2 %.

AI-generated summary

Why It Matters

Chase, a subsidiary of US bank JP Morgan, is entering the German retail banking market with a high-interest savings account. This move follows a similar successful launch in the UK. The bank aims to become a significant player in Germany by offering competitive rates.

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Zum Start in Deutschland lockt die JP-Morgan-Tochter mit außergewöhnlichen Konditionen. Warum Sparer allerdings teilweise warten müssen und wo Wettbewerber mehr bieten.

Markus Hinterberger 20.05.2026 - 11:47 Uhr Artikel anhören

Zinsen (Illustration): Wer zahlt die höchsten Zinsen? Der Wettbewerb der Banken um Kunden wird härter. Foto: Getty Images, Montage

München. Was in Großbritannien funktioniert hat, soll nun auch in Deutschland klappen: Mit ihrer Tochter Chase will die US-Bank JP Morgan im deutschen Privatkundenmarkt zur festen Größe werden. Zum Start lockt ein Tagesgeldkonto mit hoher Verzinsung. Der Handelsblatt-Sparcheck zeigt, was das Angebot darüber hinaus bietet.

Mit dem Angebot setzt sich Chase direkt an die Spitze der einschlägigen Tagesgeldvergleiche. „Vier Prozent gibt es derzeit bei keinem anderen Anbieter“, sagt Max Herbst, Gründer und Chef der FMH-Finanzberatung. Da die Zinsen für vier Monate garantiert seien und monatlich gutgeschrieben würden, entstehe ein kleiner Zinseszinseffekt. Auch die übrigen Konditionen des Chase-Tagesgelds könnten sich sehen lassen.

„Zinsgarantien sind bei Schaufensterangeboten nicht unüblich“, erklärt Oliver Maier vom Portal Verivox. Die längste Bindung bietet momentan die 1822direkt, die Onlinetochter der Frankfurter Sparkasse. Sie beläuft sich auf sechs Monate, dafür liegt der Tagesgeldzins lediglich bei 2,8 Prozent.

Insgesamt können Kunden bei Chase bis zu eine Million Euro zu vier Prozent anlegen. Für Herbst ist diese hohe Grenze ein Signal, dass Chase mit Macht in den Markt drängen will. Denn derzeit erhalten Banken für Einlagen, die sie bei der Europäischen Zentralbank parken, zwei Prozent Zinsen – höhere Sätze müssen sie also aus eigener Marge finanzieren.

Für wen lohnt sich das Angebot?

Tagesgeldkonten sind Parkplätze für Geld, das jederzeit verfügbar sein soll. Hochverzinste Offerten wie die von Chase gelten allerdings nur für eine begrenzte Zeit. Wer auch nach vier Monaten noch einen Spitzenzins will, muss voraussichtlich wechseln.

Das könnte sich sogar lohnen: Fachleute wie Oliver Maier gehen davon aus, dass das neue Angebot den Wettbewerb bei täglich verfügbaren Einlagen weiter anheizt – und die Zinsen entsprechend hoch bleiben.

„So war es schon im vergangenen Jahr, als im Sommer die spanische Großbank BBVA mit Kampfkonditionen in Deutschland gestartet ist“, sagt Maier. Danach setzte eine Rally ein, die bis heute andauert und nun noch einen Schub bekommen dürfte.

Um die Kunden weiterhin zu binden, haben die Chase-Verantwortlichen vorgebaut: Nach dem Ende der Zinsbindung soll es einen Anschlusszins von immerhin zwei Prozent geben. Ein Wert, der aktuell nur vom Zinsvermittler Raisin und der estnischen Big Bank mit 2,05 Prozent knapp übertroffen wird.

Was sind die Alternativen?

Den nächsthöheren Zins bietet der Vermittler Raisin mit 3,5 Prozent. Darauf folgen laut Verivox fast 20 weitere Offerten, die mehr als drei Prozent versprechen.

Der Kryptobroker Deblock bietet seinen Kunden aktuell zwar ebenfalls vier Prozent, verlangt allerdings eine Kontogebühr von zehn Euro pro Jahr. Das müsse erwähnt werden, sagt Herbst, auch wenn die Gebühr bei fünfstelligen Sparbeträgen zu vernachlässigen sei. Das Tagesgeld von Chase kommt ohne solche Gebühren aus. Auch Nebenbedingungen wie die Eröffnung eines Girokontos oder Depots gibt es bei den Amerikanern nicht.

Wie sicher ist das Geld bei der neuen Bank?

Auch wenn die Konzernmutter eine US-Bank ist, gehört Chase zur JP Morgan SE, die eine deutsche Vollbanklizenz besitzt und daher der hiesigen gesetzlichen Einlagensicherung unterliegt. Das heißt, im Fall einer Pleite sichert die Entschädigungseinrichtung Einlagen inklusive aufgelaufener Zinsen bis zu 100.000 Euro pro Kunde ab. Ferner ist die Bank Mitglied im freiwilligen Sicherungsfonds des Bankenverbands. Darüber sollen pro Kunde Beträge zwischen 100.000 und drei Millionen Euro abgesichert sein.

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DeutschlandEZB

Wie groß wird das Interesse sein?

Bereits am Mittwochmorgen berichteten Interessierte gegenüber dem Handelsblatt von längeren Wartezeiten bei der Kontoeröffnung. Für Herbst war das absehbar: „Bei diesem Zinssatz ist das kein Wunder, viele Menschen warten geradezu auf solche Angebote“, sagt der Zinsexperte. Zumal die Inflationsrate auf 2,9 Prozent gestiegen sei. Der Zinssatz bleibe von diesen Verzögerungen aber unberührt.

In der Vergangenheit mussten Banken, die mit Spitzenzinsen in den Markt gestartet waren, Interessenten immer wieder vertrösten: Der Ansturm war zu groß, Systeme und Prozesse kamen bei den vielen Neukunden – und den teils hohen Anlagebeträgen – nicht hinterher.

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What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Increased competition among German banks for savings deposits.

    Very likely · Short term

  • Sustained higher interest rates for savings accounts in Germany.

    Likely · Medium term

  • Temporary delays in account opening for Chase customers.

    Very likely · Immediate

Open Questions

  • What will be the exact follow-up interest rate after the initial four months for all customers?
  • How long will Chase maintain its aggressive pricing strategy in the German market?
  • Will other major banks in Germany respond with similar high-interest offers?
  • What is the capacity of Chase's systems to handle the anticipated influx of new customers?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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