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China als Speerspitze der globalen KI-Revolution: Einblick in den Shanghai KI-Gipfel
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Tagesschau Wirtschaft12 hours agoTech3 min readGermany

China als Speerspitze der globalen KI-Revolution: Einblick in den Shanghai KI-Gipfel

Quick Look

  • Beim KI-Gipfel in Shanghai positioniert sich China als führende Nation.
  • Deutsche Experten wie Armin Grunwald und Max Mühlhäuser diskutieren Anwendungen, Deutschlands Rückstand bei der Kommerzialisierung und ethische Risiken von KI, die mit Atomkraft verglichen wird.

AI-generated summary

Why It Matters

Ein KI-Gipfel in Shanghai beleuchtet Chinas Ambitionen als globale KI-Führungsmacht und die Herausforderungen für Länder wie Deutschland bei der Kommerzialisierung von Forschungsergebnissen.

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China als Speerspitze der globalen KI-Revolution: Dass es in Shanghai nicht nur um innovative, KI-gestützte Produkte und Erfahrungsaustausch am geistigen Hochreck geht, ist auch Armin Grunwald klar. Der Karlsruher Professor leitet mehrere deutsche Einrichtungen zur Technikfolgen-Abschätzung und ist in Shanghai mit dabei.

"China sieht sich hier nicht nur als Global Player, sondern als 'World Leading'-Einrichtung oder als Land, das die anderen zu sich einlädt", sagt er. "In der Tat haben sie mit diesem Forum eine große Sache gestartet, die weltweit anerkannt ist und wahrgenommen wird."

Realistische Städteplanung dank KI

Die Technische Universität Darmstadt etwa kooperiert längst mit China. Der Informatiker Max Mühlhäuser stellt auf dem KI-Gipfel ein stadtplanerisches Projekt vor, bei dem es unter anderem darum geht, Fahrradverkehr möglichst harmonisch in das Konzept für einen künftigen Park zu integrieren.

Mit KI-Unterstützung entsteht eine fotorealistische 3-D-Simulation: "Dieser KI-basierte Agent hat sich entsprechende Szenen zusammengesucht, hat das analysiert, hat festgestellt, wie hier die Verkehrsteilnehmer miteinander umgehen", erklärt er. "Der Agent hat interessante neue Vorschläge gemacht, wie man den Park gestalten kann, wie man die Verkehrsteilnehmer trennen kann, ohne dass das übel aussieht, wie man das sehr ansprechend gestalten kann."

Deutschland hinkt hinterher

Bei der Konferenz in Shanghai geht es auch darum zu sehen, wie weit Wettbewerber sind: Die USA etwa führen beim KI-Wettrüsten, und China holt auf. Deutschland glänzt zwar mit Forschung, etwa bei KI-gestützter Robotik oder bei Sprachverarbeitung. Bei der Vermarktung jedoch hapert es.

"Das Problem in Deutschland ist, dass da wir nicht genügend investieren, dass wir nicht genügend Rechenkapazität haben", beklagt Mühlhäuser. "Und dass es uns insgesamt seit Jahren sehr schlecht gelingt, aus Inventionen Innovationen zu machen. Also aus dem, was wir in der Forschung leisten bis zu dem, womit dann tatsächlich Umsätze gemacht werden."

"Den Hype herunterkochen"

Doch Technikfolgen-Abschätzer Armin Grunwald meint, es sei ohnehin zu früh, den Wirtschaftsfaktor KI einzuschätzen. Ob sich Investitionen in KI für Unternehmen lohnen oder ob sie mancherorts auch verzichtbar ist, müsse sich erst noch zeigen: trotz des Rummels, der momentan um KI gemacht werde.

"Solange der Hype regiert und uns sozusagen manchmal auch das Gehirn vernebelt, kommt man nicht gut auf diese empirische Ebene", konstatiert er. "Aber das ist genau das, was wir in der Technikfolgen-Abschätzung wollen: den Hype herunterkochen und schauen, was übrigbleibt. Es ist eine spannende Zeit, in dieser Hinsicht."

KI vergleichbar mit Atomkraft

Auch der Darmstädter Informatiker Mühlhäuser hat Vorbehalte; er begrüßt, dass in Shanghai auch ethische Fragen diskutiert werden. Er vergleicht KI mit Atomkraft, die friedlich, aber eben auch militärisch genutzt werden könne - wobei Atombomben zumeist nur zu Abschreckungszwecken gebaut würden: "Die KI-Bombe wird nicht nur gebaut: Die ist im Einsatz", warnt Mühlhäuser.

"Weil sie das, was schon seit Jahren läuft an Desinformation, an Spaltung, an Destabilisierung, an Demontage von Autorität, und an Wahlmanipulation einfach noch um ein Vielfaches verstärkt und so professionalisiert, dass wir uns wirklich hier fürchten sollten." KI stelle bereits jetzt, böswillig eingesetzt, eine Gefahr für die Demokratie dar, so der Wissenschaftler. Dass sie zudem der Arbeitsplatzvernichtung dienen kann, hat auch der Gastgeber in Shanghai verstanden: Zuletzt setzte die chinesische Führung der KI-Industrie entsprechende Regeln.

Open Questions

  • Wie wird Deutschland seine KI-Investitionen erhöhen?
  • Welche konkreten Regeln hat die chinesische Führung erlassen?
  • Wie wird sich der "Hype" um KI entwickeln?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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