Chinas Währung Yuan laut IWF-Schätzung um bis zu 30 Prozent unterbewertet
Quick Look
- Der chinesische Yuan könnte laut einer IWF-Schätzung um bis zu 30 Prozent unter seinem fairen Wert liegen.
- Dies begründet sich mit einem hohen Leistungsbilanzüberschuss Chinas, der die heimische Wirtschaft und die Europas beeinflusst.
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Why It Matters
Eine Währung gilt als unterbewertet, wenn der Leistungsbilanzüberschuss eines Landes höher ist als das vom IWF als "normal" eingestufte Niveau. China verzeichnete 2023 einen Überschuss von 3,7 Prozent des BIP.
Chinas Währung dürfte aktuell um bis zu 30 Prozent unter ihrem fairen Wert liegen. Das ergibt sich aus einer anerkannten Schätzmethode des Internationalen Währungsfonds (IWF).
Eine Währung gilt als unterbewertet, wenn der Leistungsbilanzüberschuss eines Landes höher ist als das Niveau, das der IWF für das Land als „normal“ einschätzt. Bei einem Leistungsbilanzüberschuss verkauft ein Land per Saldo mehr Waren und Dienstleistungen an das Ausland und erhält von dort mehr Einkommen.
Chinas Leistungsbilanzüberschuss stieg im vergangenen Jahr deutlich auf rund 735 Milliarden US-Dollar – das entspricht 3,7 Prozent der Wirtschaftsleistung (BIP). Gemäß der IWF-Methodik ist der Yuan damit um schätzungsweise 19 Prozent unterbewertet.
Das hat erhebliche Auswirkungen auf die deutsche und die europäische Wirtschaft. Zumal der wahre Überschuss in der Leistungsbilanz sogar noch deutlich größer sein dürfte als von Chinas Behörden gemeldet. Wir gehen davon aus, dass er eher bei etwa fünf Prozent des BIP liegt. Auf dieser Basis ergibt sich eine Unterbewertung des Yuan von etwa 30 Prozent.
Open Questions
- Wie wird China auf die IWF-Schätzung reagieren?
- Welche konkreten Maßnahmen könnten ergriffen werden?


