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Commerzbank-Chefin Orlopp kritisiert Unicredit scharf
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Handelsblatt2d agoBusiness2 min readGermany

Commerzbank-Chefin Orlopp kritisiert Unicredit scharf

Quick Look

  • Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp kritisiert die Unicredit für ihre jüngsten Äußerungen im Übernahmekampf.
  • Sie wirft der italienischen Bank vor, Unruhe zu stiften und die Verlässlichkeit ihrer Angaben in Frage zu stellen.
  • Die Commerzbank hat die Bafin eingeschaltet.

AI-generated summary

Why It Matters

Die Unicredit versucht, die Commerzbank zu übernehmen, und sammelt dafür Aktien. Die Commerzbank kritisiert die Vorgehensweise und hat die Bafin eingeschaltet.

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Frankfurt/Main. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp gibt der Unicredit nach neuerlichen Attacken Kontra. Die jüngsten Äußerungen der Unicredit seien bemerkenswert, da sie Unruhe in einem laufenden Verfahren stifteten und die Frage aufwürfen, wie verlässlich die Angaben der Italiener seien, sagte die Managerin auf dem „Euro Finance Summit“ in Frankfurt. Man sei „irritiert“ über die neueste Mitteilung der Unicredit.

Im Übernahmeringen um die Commerzbank hatte die Unicredit zuvor indirekt mit einer Absetzung des Vorstands um Orlopp gedroht. „Sollte Unicredit auf der Hauptversammlung ausreichende Unterstützung durch Aktionäre erlangen, wäre sie in der Lage, sämtliche Anteilseignervertreter im Aufsichtsrat zu wählen, der seinerseits für die Bestellung des Vorstands zuständig wäre,“ hieß es in einer Mitteilung der Unicredit, die zuletzt steigende Anteile an der Commerzbank gemeldet hatte.

Die Unicredit hat im Mai eine Offerte für die Commerzbank vorgelegt und bekam nach jüngsten Angaben rund 11 Prozent aller Commerzbank-Aktien angedient. Damit würde der Anteil der Unicredit rechnerisch auf gut 37 Prozent steigen, zudem hat sie sich über Kaufoptionen mehr als drei Prozent der Commerzbank-Aktien gesichert und hält weitere Finanzinstrumente.

Die Commerzbank sieht bei den Angaben jedoch ein falsches Spiel und hat die Finanzaufsicht Bafin eingeschaltet. Sie kritisiert, die angedienten Aktien stammten überwiegend von Banken, mit denen die Unicredit über Finanzinstrumente Geschäfte macht, und nicht von unabhängigen Aktionären.

Dass die Unicredit deutlich vor Ende der Übernahmefrist, die bis 3. Juli verlängert werden kann, so viele Aktien einsammelt, überrascht: Ihre Offerte liegt unter dem Kurs der Commerzbank-Aktie - für Aktionäre wäre sie also ein Verlustgeschäft. Zudem dienen Großinvestoren ihre Papiere meist erst kurz vor Ende der Frist an.

Die Unicredit wies die Kritik erneut zurück. Man habe „in vollem Umfang regelkonform und transparent“ gehandelt, schrieb sie. „Behauptungen, die tatsächliche Zahl der eingelieferten Aktien sei niedriger, weil diese Aktien von Unicredit geliehen worden seien, sind falsch und entbehren jeder Grundlage. Eingelieferte Aktien sind eingelieferte Aktien und unwiderruflich gebunden.“

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Die Bafin wird die Vorgehensweise der Unicredit prüfen.

    Very likely · Within weeks

  • Das Übernahmeangebot der Unicredit könnte angepasst werden.

    Possible · Within months

Open Questions

  • Wie wird die Bafin auf die Beschwerde der Commerzbank reagieren?
  • Wird die Unicredit ihr Angebot erhöhen müssen?
  • Wie viele unabhängige Aktionäre werden ihre Aktien andienen?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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