Dänemark: Mette Frederiksen bildet neue Links-Mitte-Regierung
Quick Look
- Dänemark bekommt eine neue Links-Mitte-Regierung aus vier Parteien unter Ministerpräsidentin Mette Frederiksen.
- Die Koalition aus Sozialdemokraten, SF, Radikale Venstre und Moderaterne hat 82 Sitze und benötigt Unterstützung für eine Mehrheit.
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Why It Matters
Fast zehn Wochen nach der Parlamentswahl in Dänemark hat Ministerpräsidentin Mette Frederiksen die Bildung einer neuen Links-Mitte-Regierung aus vier Parteien angekündigt. Die Koalition aus Sozialdemokraten, SF, Radikale Venstre und Moderaterne verfügt über 82 Sitze im Parlament, was eine Minderheitsregierung bedeutet, die auf externe Unterstützung angewiesen ist.
Dänemark bekommt eine neue Links-Mitte-Regierung aus vier Parteien unter der bisherigen sozialdemokratischen Ministerpräsidentin Mette Frederiksen. Fast zehn Wochen nach der Parlamentswahl teilte sie König Frederik X. am späten Abend mit, eine Koalition aus Sozialdemokraten, sozialistischer Volkspartei (SF), der linksliberalen Radikale Venstre und der Partei Moderaterne der politischen Mitte bilden zu wollen. «Ihre Majestät der König hat die geschäftsführende Ministerpräsidentin Mette Frederiksen daraufhin aufgefordert, eine solche Regierung zu bilden», hieß es in einer Mitteilung des dänischen Hofs.
Die vier Parteien haben im dänischen Parlament zusammen 82 Sitze. Für eine Mehrheit sind 90 Sitze nötig. Eine Minderheitsregierung ist in Dänemark normal - sie darf nur keine Mehrheit gegen sich haben. Damit das der Fall ist, benötigt die neue Regierung die Unterstützung beispielsweise der elf Mandate der linken Partei Enhedslisten. Die Partei kündigte am Abend auf Facebook an, «morgen große Neuigkeiten für Dänemark» zu haben.
Dritte Amtszeit für Sozialdemokratin Frederiksen
Für Frederiksen ist es nach 2019 und 2022 die dritte Amtszeit. Sie hatte zunächst wochenlang erfolglos mit diversen Parteien über eine Regierungsbildung verhandelt, nachdem die Parlamentswahl keine eindeutige Mehrheit für eines der politischen Lager ergeben hatte. Zwischenzeitlich hatte der Rechtsliberale Troels Lund Poulsen das Mandat für die Koalitionsverhandlungen bekommen, war aber damit auch gescheitert. Seit etwas über einer Woche hatte Frederiksen erneut den Hut aufgehabt.
Eine entscheidende Rolle bei den Regierungsverhandlungen hatte erneut der frühere dänische Ministerpräsident und bisherige Außenminister Lars Løkke Rasmussen mit seiner Mitte-Partei Moderaterne gespielt. Rasmussen hatte mit beiden Lagern gesprochen und die Verhandlungen zweimal platzen lassen.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Die neue Regierung wird die Unterstützung einer oder mehrerer kleinerer Parteien benötigen, um Gesetzesvorhaben durchzubringen.
Very likely · Short term
Die Partei Enhedslisten wird die neue Regierung unterstützen, um ihre politischen Ziele zu fördern.
Possible · Short term
Open Questions
- Welche Partei wird die neue Minderheitsregierung unterstützen?
- Wie wird die Regierung auf die Unterstützung von Enhedslisten reagieren?
- Welche konkreten politischen Ziele verfolgt die neue Koalition?


