Dänemark: Nach gescheiterter Regierungsbildung droht "Königsrunde"
Quick Look
- Nachdem weder Mette Frederiksen noch ihr Konkurrent erfolgreich eine Regierung bilden konnten, steht Dänemark eine "Königsrunde" bevor.
- Die Parlamentsparteien werden beim Monarchen vorstellig, um Unterstützung für einen Regierungschef zu bekunden.
- Die Hängepartie lähmt die Handlungsfähigkeit des Landes, insbesondere im Hinblick auf die diplomatische Krise mit den USA wegen Grönland.
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Why It Matters
Nach der Parlamentswahl in Dänemark konnte weder die geschäftsführende Ministerpräsidentin Mette Frederiksen noch ihr Konkurrent eine Regierung bilden. Dies führt zu einer politischen Hängepartie, die die Handlungsfähigkeit des Landes beeinträchtigt.
Damit kommt es voraussichtlich zu einer neuen sogenannten Königsrunde. Dabei werden die Parlamentsparteien beim dänischen Monarchen vorstellig und geben bekannt, wen sie als Leiter der Regierungsverhandlungen unterstützen. Wer die größte Unterstützung hinter sich vereint, darf versuchen, eine Regierung zu bilden.
Auch Mette Frederiksen war die Regierungsbildung nicht geglückt. Zunächst hatte nach der Parlamentswahl Ende März die geschäftsführende Ministerpräsidentin das Mandat für die Verhandlungen über die Bildung einer neuen Regierung erhalten. Nach wochenlangen Gesprächen konnte die Sozialdemokratin aber keinen Erfolg vermelden.
Nun endete auch die Koalitionssuche ihres Konkurrenten ergebnislos. Deshalb könnte nach der Königsrunde erneut Frederiksen am Ruder sein. Ihre Sozialdemokraten waren aus der Wahl als stärkste Partei hervorgegangen. Keines der beiden klassischen politischen Lager in Dänemark – weder das links-grüne noch das bürgerlich-konservative – hatte die Wahl aber eindeutig für sich entschieden.
Die Hängepartie um eine Koalition lähmt die Handlungsfähigkeit der Regierung in einer Zeit, in der sie versucht, eine diplomatische Krise mit der US-Regierung unter Präsident Donald Trump um Grönland beizulegen. Seit seiner Rückkehr ins Weiße Haus im Januar 2025 hat dieser immer wieder Besitzansprüche auf die riesige Insel erhoben.
Eine Schlüsselrolle kommt nun dem früheren dänischen Ministerpräsidenten Lars Løkke Rasmussen zu, der vor einigen Jahren eine neue Partei der politischen Mitte gegründet hatte: die Moderaterne. Um regieren zu können, reicht es in Dänemark, keine Mehrheit gegen sich zu haben.
Premierministerin Mette Frederiksen hat sich gegen Donald Trump und etliche andere Krisen behauptet. Wieso bei den Parlamentswahlen die dänischen Genossen trotz Grönland-Bonus das schwächste Ergebnis seit 1903 erzielten, lesen Sie hier.
What to Watch
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Erneute Regierungsbildungsbemühungen durch Mette Frederiksen
Likely · Within weeks
Open Questions
- Wer wird letztendlich die Regierungsverhandlungen leiten?
- Wann wird eine neue Regierung in Dänemark gebildet sein?
- Wie wird sich die diplomatische Krise mit den USA um Grönland weiterentwickeln?




