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DAX erreicht Rekordhoch dank Nahost-Hoffnungen und Unternehmenszahlen
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Tagesschau Wirtschaft8/5/2026Business2 min readGermanyView translation

DAX erreicht Rekordhoch dank Nahost-Hoffnungen und Unternehmenszahlen

Der deutsche Leitindex steigt auf 26.202 Punkte, während sinkende Ölpreise und Quartalsberichte die Märkte bewegen.

Quick Look

  • Der DAX steigt um 0,8 Prozent auf ein neues Rekordhoch von 26.202 Punkten.
  • Auslöser sind Hoffnungen auf eine diplomatische Nahost-Lösung und sinkende Ölpreise, trotz anhaltender geopolitischer Risiken und gemischter Unternehmenszahlen.

AI-generated summary

Why It Matters

Der DAX reagiert sensibel auf geopolitische Spannungen im Nahen Osten und die Entwicklung der Energiepreise.

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Der deutsche Leitindex ging mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 26.202 Punkten aus dem Handel. Die Aussicht auf eine diplomatische Lösung im Nahen Osten hatte zum Wochenstart für Euphorie gesorgt. Gestern lag der Schlussstand bei 26.001 Punkten, ein deutlicher Gewinn von 1,5 Prozent. Heute setzte sich die die gute Stimmung fort: Der DAX erreichte bei 26.266 Punkten ein weiteres Rekordhoch.

Dabei bleibt die Lage im Nahen Osten weiter unklar. Ein Angriff auf ein Schiff nahe der Straße von Hormus und widersprüchliche Aussagen der Kriegsparteien schürten erneut Zweifel an einer baldigen Lösung des Konflikts zwischen den USA und Iran. "Trotz der Feierstimmung ist Wachsamkeit geboten", warnte Frank Sohlleder, Analyst bei ActivTrades. "Anleger dürfen die fragile Lage im Nahen Osten keinesfalls als gelöst betrachten."

Auch Marktanalyst Timo Emden vom Handelshaus CapTrader bleibt vorsichtig: "Der Sprung über die psychologisch wichtige 26.000-Punkte-Marke wirkt beim DAX wie ein Dosenöffner. Der Dreiklang aus Geopolitik, Geldpolitik und Unternehmenszahlen liefert derzeit die gewünschten Koordinaten für die Navigationssysteme der Anleger", kommentierte er. "Die jüngste Rekordserie sollte jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass mit dem schwelenden Iran-Konflikt nach wie vor erhebliche Risiken unter der Oberfläche glimmen."

Wie dynamisch die Lage ist, zeigt auch ein Blick auf den Ölpreis. Nachdem die Notierungen im Tagesverlauf zunächst zugelegt hatten, gaben sie am Nachmittag wieder nach. Die Nordsee-Rohölsorte Brent und US-Leichtöl WTI verbilligen sich recht deutlich und sanken auf den tiefsten Stand seit drei Wochen.

Auslöser für den erneuten Preisrutsch waren Äußerungen aus Katar und den USA. Ein Sprecher des katarischen Außenministeriums sagte, die Bemühungen um eine diplomatische Lösung des Konflikts würden fortgesetzt. US-Finanzminister Scott Bessent erklärte dem Sender CNBC, eine Einigung mit dem Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus könne bereits am Dienstag oder Mittwoch zustande kommen.

Die Entwicklung der Energiepreise gilt als einer der Haupttreiber für die Inflation in den Industriestaaten. Die Notenbanken werden also weiterhin genau hinschauen, was am Persischen Golf passiert.

Derweil geht die Berichtssaison der Unternehmen in eine weitere Runde. Die Anleger müssen eine eine wahre Zahlenflut verarbeiten. Aus dem DAX legen der Onlinehändler Zalando, Bayer, der Reifenhersteller Continental sowie der Dialysespezialist Fresenius Medical Care (FMC) ihre Quartalsberichte vor.

Vor allem Zalando enttäuschte mit der Bilanz und schloss mit einem deutlichen Minus klar am DAX-Ende. Der Online-Händler hatte im zweiten Quartal weniger Umsatz erzielt und verdient als erwartet.

Die Bayer-Zahlen überzeugten hingegen: Dank guter Agrargeschäfte und Kostensenkungen wurden die Erwartungen im zweiten Quartal übertroffen. Zudem legten in der Pharmasparte die Verkaufszahlen noch recht neuer Medikamente weiter deutlich zu.

Ende Juni hatte ein Erfolg vor dem Obersten US-Gericht in den Streitigkeiten rund um angebliche Krebsrisiken Glyphosat-basierter Unkrautvernichter eine Rally ausgelöst. Der Supreme Court hatte entschieden, dass Bayer nicht wegen fehlender Krebswarnungen auf Verpackungen von Unkrautvernichtern verklagt werden kann.

Bei den MDAX-Werten gefiel die Bilanz von Lufthansa den Investoren nicht. Der Gewinn brach im zweiten Quartal um 88 Prozent auf 123 Millionen Euro ein. Die hohen Kerosinpreise verhagelten das Ergebnis der Fluggesellschaft.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Mögliche Einigung mit dem Iran zur Wiedereröffnung der Straße von Hormus

    Possible · Within days

Open Questions

  • Kommt es zu einer Einigung bezüglich der Straße von Hormus?
  • Wie entwickeln sich die Unternehmenszahlen im weiteren Verlauf der Berichtssaison?

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This article was originally published by Tagesschau Wirtschaft.

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