DAX kämpft um 25.000 Punkte – US-Arbeitsmarktdaten im Fokus
Quick Look
- Der deutsche Leitindex DAX hält sich knapp über der Marke von 25.000 Punkten.
- Ein Reformpaket von Union und SPD stützt den Markt.
- US-Arbeitsmarktdaten und sinkende Ölpreise sind weitere wichtige Faktoren.
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Why It Matters
Der deutsche Leitindex DAX kämpft um die Marke von 25.000 Punkten. Ein Reformpaket von Union und SPD soll das Wirtschaftswachstum fördern.
Der deutsche Leitindex startet am Donnerstag bei 25.050 Punkten nahezu unverändert in den Handel. Gestützt wird er durch eine Entscheidung in Berlin: Die Spitzen von Union und SPD hatten sich Mittwochabend auf ein Reformpaket für wirtschaftliches Wachstum und soziale Sicherheit geeinigt.
Damit konnte sich das deutsche Börsenbarometer immerhin den teils hohen Kursverlusten in Asien entziehen, wo vor allem Aktien der Halbleiterbranche nachgaben. Der MDax der mittelgroßen Börsenwerte gab am Morgen um 0,3 Prozent auf 31.947 Punkte nach.
Insgesamt liegt der Dax derzeit auf einem sehr niedrigen Niveau und befindet sich in einer „Schiebezone“, wie die Helaba in ihrem Tagesausblick schreibt. Hinweise auf einen Ausbruch auf der Oberseite mit Potenzial, ein neues Allzeithoch zu markieren, seien nicht auszumachen.
Der Dax war bereits am Mittwoch fast unverändert aus dem Handel gegangen, überschritt aber mit 25.040 Zählern die psychologisch wichtige Marke von 25.000 Punkten, mit der er im Tagesverlauf immer wieder gehadert hatte. Ausbleibende Fortschritte in den Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran grenzten die Gewinne ein.
Die Ölpreise sinken dennoch: Das Nordseeöl Brent und das US-Öl WTI verbilligten sich am Donnerstag in der Spitze um rund eineinhalb Prozent auf 70,63 beziehungsweise 67,56 Dollar je Fass. Die Preise fallen damit schon den dritten Tag in Folge und liegen in etwa auf dem Niveau, das sie vor Beginn des Iran-Krieges Ende Februar hatten.
Da die wichtige Wasserstraße von Hormus wieder geöffnet sei und Rohöl abtransportiert werde, wachse die Erwartung an ein Überangebot – das drücke die Preise, hieß es in einer Mitteilung von Haitong Futures.
Im Mittelpunkt am Donnerstag steht der US-Arbeitsmarktbericht, der damit einen Tag früher als sonst veröffentlicht wird. Am Freitag bleiben die Börsen in den USA wegen der Feierlichkeiten zum Unabhängigkeitstag am 4. Juli geschlossen.
Die Beschäftigung in den Vereinigten Staaten hat nach einer schwächeren Phase zuletzt drei Monate hintereinander kräftig zugelegt. Im Juni dürfte sich der Jobaufbau auf dem US-Arbeitsmarkt hingegen spürbar abgeschwächt haben.
Die US-Notenbank hat diese Kennzahl genau im Blick, da sie für Vollbeschäftigung und stabile Preise sorgen soll. Anleger erwarten zudem die Arbeitsmarktdaten für die Euro-Zone und die Auftragseingänge in der US-Industrie im Mai.
Blick auf die Einzelwerte:
Bayer: Der Pharma- und Agrarkonzern bündelt sein US-Geschäft mit dem weitverbreiteten und umstrittenen Unkrautvernichter Glyphosat in einer eigenständigen Tochtergesellschaft. Die Aktie notiert zum Handelsauftakt rund 1,2 Prozent im Plus.
Eventim: Die Aktien des Ticketvermarkters verteuern sich um 5,1 Prozent. Das französische Investmenthaus Odd BHF hob die Anteilscheine von „Neutral“ auf „Outperform“.
What to Watch
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US-Arbeitsmarktbericht zeigt spürbare Abschwächung des Jobaufbaus im Juni.
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Open Questions
- Wie werden die US-Arbeitsmarktdaten ausfallen?
- Wie entwickeln sich die Ölpreise weiter?




