
Betriebsgewinne steigen um fast 16 Prozent auf 52,6 Milliarden Euro – Krise in der Automobilindustrie und sinkende Beschäftigtenzahlen am Heimatstandort belasten jedoch die Bilanz.
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Studie der Beratungsgesellschaft EY zu den Geschäftszahlen und Pressemitteilungen der 40 Dax-Konzerne im zweiten Quartal.
Deutschlands größte Börsenkonzerne haben im zweiten Quartal insgesamt Rekordgeschäfte gemacht, bauen aber gleichzeitig Tausende Stellen ab. Die 40 Dax-Konzerne steigerten ihren Betriebsgewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) zum Vorjahreszeitraum um fast 16 Prozent auf zusammen 52,6 Milliarden Euro, das zeigt eine Studie der Beratungsgesellschaft EY, für die Quartalszahlen und Pressemitteilungen analysiert wurden. Das sei so viel wie noch nie in einem zweiten Quartal und zehn Prozent mehr als der bisherige Höchstwert von 2024 – trotz Irankrieg und Zollstreit mit den USA.
»Bei vielen klassischen Industriekonzernen, allen voran in der Autobranche, ist von einer Trendwende dagegen nichts zu spüren«, schreibt EY in der Studie. So verzeichneten die Autokonzerne im zweiten Quartal einen Umsatzrückgang um 1,2 Prozent und einen operativen Gewinneinbruch um 12 Prozent. Das größte Minus beim Betriebsgewinn musste BMW mit 39 Prozent verkraften, bei VW und Daimler Truck ging es je um 9 Prozent bergab.
Jobabbau besonders in der Autobranche
»Wer nur auf die Rekordsummen schaut, könnte meinen, die Krise sei überstanden – aber das Gegenteil ist der Fall«, sagt Henrik Ahlers, Vorsitzender der Geschäftsführung bei EY. »Zum einen bleibt die Nachfrage am Heimatstandort Deutschland schwach, das Gewinn- und Umsatzwachstum findet in erster Linie im Ausland statt.« Zum anderen sei die Lage in Teilen der Industrie fragil.
Die Folge der Wirtschaftsflaute zeigt sich auch bei den Beschäftigten. Zum 30. Juni beschäftigten die Dax-Konzerne rund 3,49 Millionen Menschen – 41.000 weniger als ein Jahr zuvor. 21 von 37 Unternehmen, die Angaben zur Beschäftigung machen, bauten Jobs auf, 16 reduzierten sie. Vor allem der Stellenabbau in der Autobranche drückt die Beschäftigung, während etwa der Rüstungskonzern Rheinmetall kräftig Personal einstellte.

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