Dax startet Juli über 25.000 Punkten – US-Arbeitsmarkt im Fokus
Quick Look
- Der deutsche Leitindex Dax hat den Juli über der 25.000-Punkte-Marke begonnen.
- Hoffnungen auf Zinssenkungen der EZB stützen die Kurse.
- Anleger blicken nun gespannt auf den US-Arbeitsmarktbericht und Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe.
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Why It Matters
Der deutsche Aktienmarkt startete den Juli über 25.000 Punkten, gestützt von Zinssenkungshoffnungen. Der US-Arbeitsmarktbericht und wöchentliche Arbeitslosenhilfedaten stehen im Fokus.
Der Dax beginnt den Juli über 25.000 Punkten. Hoffnungen auf EZB-Zinssenkungen stützen die Kurse. Nun rückt der US-Arbeitsmarkt in den Fokus. Markus Hinterberger und Vivian Melchert 02.07.2026 - 06:28 Uhr aktualisiert Artikel anhören
Kurstafel der Frankfurter Börse. Foto: Handelsblatt
Düsseldorf. Der deutsche Aktienmarkt hat zum Juli-Auftakt über der 25.000-Punkte-Marke geschlossen. Der Start in die zweite Jahreshälfte verlief zwar über weite Strecken durchwachsen, doch am Ende konnte sich der Leitindex über der Tausendermarke verabschieden und schloss am Mittwoch bei 25.040 Punkten nahezu unverändert.
Am Donnerstagmorgen zeichnet sich zunächst eine optimistische Stimmung unter den Anlegern ab: Auf außerbörslichen Plattformen notiert der Dax vorbörslich leicht im Plus.
Marktteilnehmer dürften ihren Blick vor allem auf den US-Arbeitsmarktbericht für Juni richten. Ebenfalls im Fokus stehen die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe aus den USA, die zeitgleich veröffentlicht werden.
Aus Europa liefern am Vormittag zunächst die Arbeitslosenzahlen aus der Eurozone sowie die Inflationsdaten aus der Schweiz neue Impulse. Unternehmensseitig stehen unter anderem ein Pre-Close-Call von Kion vor den Quartalszahlen sowie der Quartalsumsatz von Sodexo auf der Agenda.
1 – Börsen in New York: Dow Jones, S&P 500 und Nasdaq
Nach einem Rekordquartal von April bis Juni begann das neue Jahresviertel mit verhaltenerer Stimmung. Geopolitische Signale gab es kaum, dafür ist US-Notenbankchef Kevin Warsh auf Dienstreise in Europa.
Der US-Standardwerteindex Dow Jones blieb fast unverändert bei 52.305 Punkten.
Der breiter gefasste S&P 500 büßte 0,2 Prozent auf 7483 Stellen ein.
Der technologielastige Nasdaq gab 0,7 Prozent auf 26.040 Zähler nach.
2 – Börsen in Asien: Nikkei, Topix und CSI 300
Die Nervosität über die hohen Bewertungen im Technologiesektor hat die asiatischen Börsen am Mittwoch belastet. Anleger hielten sich vor den mit Spannung erwarteten Quartalszahlen des Chip-Riesen Nvidia zurück. Der US-Konzern, der Grafikprozessoren für Anwendungen der Künstlichen Intelligenz (KI) herstellt, legt seine Zahlen nach US-Börsenschluss vor.
Analysten erwarten einen Umsatzsprung um 56 Prozent auf 54,92 Milliarden Dollar. „Es sieht so aus, als sei der Aktienkurs von Nvidia auf Perfektion ausgerichtet. Die Nachfrage nach Grafikprozessoren muss noch viele Jahre stark wachsen, damit die Aktie oben bleibt“, sagte Wong Kok Hoi, Chef des Vermögensverwalters APS Asset Management in Singapur.
Die japanische Börse zeigte sich unentschlossen: Der Nikkei-Index legte 0,2 Prozent auf 48.805 Punkte zu.
In Südkorea gab der Kospi 0,8 Prozent nach.
Die chinesischen Märkte zeigten sich stabil.
Gleichzeitig wachsen Zweifel an einer weiteren US-Zinssenkung im Dezember. Die Märkte preisen nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 42 Prozent für eine Senkung um 25 Basispunkte ein, vor einem Monat galt dies noch als nahezu sicher.
3 – Japanische Aktien
Das japanische Finanzministerium vermeldet, in welchem Umfang sich Ausländer am japanischen Aktienmarkt engagieren. Nach einem Anstieg der Investments im April war das Interesse dann gesunken, zuletzt zog es wieder an. Japans Aktienmarkt gilt als technologielastig. Einige Fachleute sehen in den Zahlen einen Indikator für die Tech-Branche.
4 – US-Arbeitsmarkt
In den USA wird eine ganze Reihe von Daten zum Arbeitsmarkt veröffentlicht. Den Anfang macht die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft. Sie gilt nicht nur als Indikator für das Beschäftigungswachstum, sondern auch für künftige Konsumausgaben und damit auch für die allgemeine Konjunktur des Landes. Zuletzt war die Zahl der Beschäftigten stark gestiegen. Nun rechnen Fachleute mit etwas weniger neuen Jobs.
5 – US-Arbeitslosenquote
Das US-Arbeitsministerium präsentiert die Arbeitslosenquote. Seit Juni 2024 liegt sie bei über vier Prozent, zuletzt hat sie sich bei 4,3 Prozent eingependelt. Auf diesem Niveau soll sie Prognosen zufolge bleiben.
6 – US-Ölbohrungen
Der Dienstleister Baker Hughes gibt Zahlen zu Ölbohrungen bekannt. Die USA gelten beim Erdöl als Selbstversorger und Exporteur. Im Zuge des Konflikts mit dem Iran wurde die Förderkapazität erweitert, und die Zahl der Bohrlöcher stieg. Beobachter gehen davon aus, dass die neuesten Zahlen ebenfalls hoch bleiben.
Termine Unternehmen
07:00 Uhr, Frankreich: Sodexo, Q3-Umsatz
10:00 Uhr, Deutschland: VDMA zum Auftragseingang Mai 2026
11:00 Uhr, Deutschland: Kion, Pre-Close-Call Q2
Frankreich, ohne Zeitangabe: Michelin, Pre-Close-Call 1. Halbjahr 2026 (für Sell-Side Analysten)
Großbritannien, ohne Zeitangabe: Sainsbury, Hauptversammlung
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USADaxEuropaDeutschlandDow JonesNASDAQ
Termine Konjunktur
06:30 Uhr, Schweiz: SNB-Finanzstabilitätsbericht
08:30 Uhr, Schweiz: Verbraucherpreise 6/26
09:00 Uhr, Spanien: Arbeitslosenzahlen 6/26
10:00 Uhr, Italien: Arbeitslosenquote 5/26
11:00 Uhr, Europa: Arbeitslosenquote 5/26
14:30 Uhr, USA: Erstanträge Arbeitslosenhilfe (Woche)
14:30 Uhr, USA: Arbeitsmarktbericht 6/26
16:00 Uhr, USA: Auftragseingang Industrie 5/26
16:00 Uhr, USA: Auftragseingang langlebige Güter 5/26 (endgültig)
Mit Material der Nachrichtenagenturen Reuters und dpa.
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- Wie werden die US-Arbeitsmarktdaten ausfallen?
- Wie reagiert die EZB auf die Inflationsdaten?
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