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Dax unter Druck durch Nahost-Konflikt und EZB-Zinsentscheid
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Handelsblatt30 minutes agoBusiness2 min readGermanyView translation

Dax unter Druck durch Nahost-Konflikt und EZB-Zinsentscheid

Die angespannte Lage im Nahen Osten treibt den Ölpreis über 100 Dollar. Anleger blicken zudem auf die EZB-Zinsentscheidung in Frankfurt.

Quick Look

  • Geopolitische Spannungen im Nahen Osten und steigende Ölpreise belasten den Dax.
  • Anleger blicken am Tag der EZB-Zinsentscheidung nach Frankfurt und Berlin.

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Why It Matters

Der Iran-Krieg führt zu Engpässen und steigenden Preisen an den Energiemärkten. Die EZB reagiert auf anhaltend hohe Inflationsraten.

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Am Tag der Zinsentscheidung durch die EZB blicken Anleger heute vor allem nach Berlin. Die angespannte Lage im Nahen Osten treibt derweil den Ölpreis weiter nach oben.

Frankfurt. Der deutsche Aktienmarkt steht in dieser Woche unter Druck. Die angespannte geopolitische Lage im Nahen Osten und die Folgen an den Energiemärkten verunsichern die Anlegerinnen und Anleger.

Am Donnerstag findet der Dax im Vorfeld der Zinsentscheidung durch die Europäische Zentralbank (EZB) etwas Halt. Der deutsche Leitindex liegt kaum verändert bei 25.555 Punkten. Am Vortag hat er noch 1,7 Prozent verloren und bei 25.569 Punkten geschlossen, auf dem tiefsten Stand seit Juli.

Die Lage im Iran-Krieg ist wieder zunehmend angespannt, erst recht, nachdem das US-Militär in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch fünf iranische Öltanker versenkt hatte. Insgesamt nehmen die Angriffe in der Straße von Hormus weiter zu. Darunter leidet die Weltwirtschaft, da ein großer Teil der Frachtschifffahrt die Meerenge passieren muss.

Besonders stark wird der Ölpreis beeinflusst. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseerohölsorte Brent zur Lieferung im November verteuert sich am Donnerstagmorgen zwischenzeitlich auf 101,94 US-Dollar, dem höchsten Stand seit dem 20. Mai.

Am Vormittag geben die Ölpreise wieder etwas nach. Brent-Öl verliert 0,7 Prozent, liegt aber nach wie vor oberhalb der 100-Dollar Marke. Der Preis für US-amerikanisches WTI-Öl liegt 0,4 Prozent niedriger und kostet zur Lieferung im Oktober 95,63 US-Dollar pro Barrel.

Nach Kriegsausbruch im Februar lag der Ölpreis zeitweise bei knapp 120 Dollar. Im Juli hatten Hoffnungen auf einen baldigen Frieden den Ölpreis wieder auf das Vorkriegsniveau von 70 Dollar fallen lassen.

„Die Märkte preisen mit dem Brent-Anstieg über 100 US-Dollar das zunehmende Risiko ein, dass der Konflikt zwischen den USA und dem Iran tiefergehend und langwieriger werden könnte“, schreibt Kyle Rodda, Senior Financial Market Analyst bei capital.com.

Anleger blicken auf EZB-Zinsentscheid

Der wichtigste Termin des Tages ist die Zinsentscheidung der EZB. An den Finanzmärkten gilt es als ausgemachte Sache, dass die Währungshüter der EZB am Nachmittag den Leitzins um einen viertel Pozentpunkt auf 2,50 Prozent anheben werden, um die Inflation zu bekämpfen.

Diese lag im August mit 3,3 Prozent deutlich über dem EZB-Ziel von zwei Prozent. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Äußerungen von EZB-Chefin Christine Lagarde zum weiteren geldpolitischen Kurs.

Inflation so hoch wie zuletzt 2023

Bereits vor Handelsbeginn wurden die endgültigen Inflationszahlen für Deutschland im August bekannt. Der Iran-Krieg treibt die Energiepreise in die Höhe und verteuert das Leben. Im August lagen die Verbraucherpreise um 2,9 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats, wie das Statistische Bundesamt bestätigte. Einen stärkeren Anstieg gab es in Europas größter Volkswirtschaft zuletzt im Dezember 2023 mit damals 3,7 Prozent.

Ökonomen erwarten auch für die nächsten Monate erhöhte Teuerungsraten. Das Ifo-Institut rechnet für das Gesamtjahr 2026 mit 2,8 Prozent Inflation in Deutschland, 2027 könnte die Rate auf 3,0 Prozent steigen.

Positive Impulse für die deutsche Wirtschaft könnte derweil der Besuch des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, Scheich Mohammed bin Zayed Al Nahyan, in Berlin geben. Dabei sollen Abkommen in den Bereichen Investitionen, KI und Energie im Wert von mehreren Milliarden Dollar unterzeichnet werden.

Mehr: Kann Joachim Nagel EZB-Präsident? Zinsentscheid in Berlin wird zur Bewerbungsbühne

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AI outlook — possibilities, not facts

  • EZB hebt Leitzins um viertel Prozentpunkt auf 2,50 Prozent an

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  • Wie stark hebt die EZB den Leitzins an?
  • Wie entwickelt sich der Konflikt in der Straße von Hormus weiter?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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