DB InfraGo warnt vor Netzagentur-Beschluss zur Kapazitätsvergabe an Wettbewerber
Streit um Trassennutzung: DB InfraGo sieht rechtliche und praktische Probleme nach BNetzA-Entscheidung zugunsten von Italo.
Quick Look
- Die DB InfraGo warnt vor steigenden Trassenkonflikten durch den BNetzA-Beschluss, der Wettbewerbern ein Viertel der Kapazitäten auf stark belasteten Strecken zuspricht.
- Hintergrund ist der geplante Markteintritt der italienischen Italo ab 2028 mit einer Investition von rund 3,6 Milliarden Euro.
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Why It Matters
Die Bundesnetzagentur entschied am 17. Juli, dass DB InfraGo auf stark belasteten Strecken mindestens ein Viertel der Kapazitäten an Wettbewerber vergeben muss.
Das bundeseigene Unternehmen argumentiert, dass durch den Beschluss der Netzagentur (BNetzA) die Zahl der Konflikte über die Nutzung bestimmter Trassen zu bestimmten Zeiträumen deutlich zunehmen werde. Daraus entstünden rechtliche und praktische Probleme für die Bewirtschaftung der Trassenkapazitäten durch die InfraGo.
Italienisches Bahn-Unternehmen Italo vor Markteintritt
Die Bundesnetzagentur hatte am 17. Juli entschieden, dass die DB InfraGo auf stark belasteten Strecken mindestens ein Viertel der Kapazitäten an Wettbewerber vergeben muss. Das gilt demnach für stark ausgelastete Korridore mit ausgewiesenen Kapazitätsobergrenzen, wie es etwa für die Knoten München und Frankfurt geplant ist. Hintergrund der Regelung ist der geplante Markteintritt des italienischen Eisenbahnunternehmens Italo in den deutschen Fernverkehr ab 2028.
Bei den Zügen handelt es sich den Angaben zufolge um den Siemens Velaro Multi System. Diese sind baulich und optisch eng verwandt mit den ICE-3- und ICE-3-Neo-Zügen der Deutschen Bahn. Hergestellt werden die Fahrzeuge laut Italo im Siemens-Werk in Krefeld. Zudem sei mit Siemens ein Instandhaltungsvertrag mit einer 30-jährigen Laufzeit abgeschlossen worden. Die Wartung soll in Dortmund erfolgen.
Insgesamt investiert Italo für den Markteintritt rund 3,6 Milliarden Euro. Das umfasst neben der Beschaffung und Wartung der Züge auch Ausgaben für die Einstellung und Ausbildung von rund 2500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie Investitionen in Bahnhöfe und IT-Infrastruktur. »Wir wollen den Fahrgästen in Deutschland eine größere Auswahl, häufigere Verbindungen, faire Preise und einen hochwertigen Service bieten«, sagte Italo-Chef Gianbattista La Rocca.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Italo plant den Markteintritt in den deutschen Fernverkehr ab 2028.
Likely · Within years
Open Questions
- Wie will DB InfraGo die rechtlichen Probleme bei der Trassenvergabe lösen?
- Welche konkreten Strecken neben München und Frankfurt werden betroffen sein?







