Breaking
PLPotężne trzęsienia ziemi w Wenezueli: Ponad 4490 ofiar śmiertelnychCN南韓量販店Homeplus資金斷鏈 門市全停業RUУчастники группы The Pond Band погибли при крушении самолета на БагамахRUИран заявил об ударах дронов по объектам США в КувейтеKR이란, 미군 기지 겨냥 보복 타격…바레인 미사일 경보 사이렌 울려CN台海衝突恐衝擊全球經濟十兆美元 台灣不能只靠軍艦飛彈KRAI 신약 개발, 월가의 기대만큼 빠르지 않다CN纪念东京审判开庭80周年:重温历史公正,警惕军国主义复苏KRSouth Korean Department Stores Report Record First-Half Sales from Foreign ShoppersRUЭксперт: Плотоядная бактерия опасна только при попадании в организм через открытую рануPLPotężne trzęsienia ziemi w Wenezueli: Ponad 4490 ofiar śmiertelnychCN南韓量販店Homeplus資金斷鏈 門市全停業RUУчастники группы The Pond Band погибли при крушении самолета на БагамахRUИран заявил об ударах дронов по объектам США в КувейтеKR이란, 미군 기지 겨냥 보복 타격…바레인 미사일 경보 사이렌 울려CN台海衝突恐衝擊全球經濟十兆美元 台灣不能只靠軍艦飛彈KRAI 신약 개발, 월가의 기대만큼 빠르지 않다CN纪念东京审判开庭80周年:重温历史公正,警惕军国主义复苏KRSouth Korean Department Stores Report Record First-Half Sales from Foreign ShoppersRUЭксперт: Плотоядная бактерия опасна только при попадании в организм через открытую рану
Newsgather
BackDDR-Prestigeprojekt: Schnelltriebwagen VT 18.16.07 kehrt auf die Schienen zurück
DDR-Prestigeprojekt: Schnelltriebwagen VT 18.16.07 kehrt auf die Schienen zurück
Developing
Die Welt6/15/2026Other3 min readGermany

DDR-Prestigeprojekt: Schnelltriebwagen VT 18.16.07 kehrt auf die Schienen zurück

Quick Look

  • Nach 61 Jahren ist der Schnelltriebwagen VT 18.16.07 der DDR-Reichsbahn wieder fahrbereit.
  • Das Prestigeprojekt, das dem westdeutschen Trans-Europ-Express Konkurrenz machen sollte, wurde von Bahn-Enthusiasten der SVT Görlitz für sieben Millionen Euro restauriert und soll künftig für Sonderfahrten eingesetzt werden.

AI-generated summary

Why It Matters

Der Schnelltriebwagen VT 18.16 war ein Prestigeprojekt der DDR-Reichsbahn, das dem Trans-Europ-Express der DB Konkurrenz machen sollte. Nach seiner Stilllegung wurde ein Exemplar von Bahn-Enthusiasten restauriert.

Font size

Hunderte Schaulustige waren dabei, als der neueste alte Zug auf Deutschlands Schienennetz zurückkehrte. Am 13. Juni 2026 wurde der Schnelltriebwagen 18.16.07 in Thale offiziell an die SVT Görlitz übergeben, anschließend führte am 15. Juni die erste längere Fahrt über Halle und Leipzig nach Radebeul in Sachsen, wo er mit einem Fest willkommen geheißen wurde. Künftig soll der Zug regelmäßig Sonderfahrten absolvieren, teilte die SVT Görlitz mit – unter anderem nach Prag und Karlsbad, ins Rheintal oder nach Hamburg und Sylt.

Nach 61 Jahren kehrte damit ein Prestigeprojekt der DDR-Reichsbahn zurück in den Betrieb. 1965 hatte die Serienproduktion von insgesamt acht Schnelltriebwagen der Baureihe VT 18.16 begonnen. Dieser dieselhydraulische Zug mit zwei Triebköpfen und bis zu vier Mittelwagen sollte die vermeintliche Modernität des Realsozialismus auf der Schiene demonstrieren und dem knapp zehn Jahre zuvor eingeführten Trans-Europ-Express VT 11 der (west-)Deutschen Bundesbahn Konkurrenz machen. Der VT 18.16 war so etwas wie der ICE der DDR.

Die Züge kamen meist im internationalen Verkehr zum Einsatz – unter klangvollen Zugnamen: als „Berlinaren“ von Berlin nach Malmö, als „Karlex“ von Berlin nach Karlsbad, als „Karola“ von Leipzig nach Karlsbad, als „Neptun“ von Berlin nach Kopenhagen oder als „Vindobona“ von Berlin über Prag nach Wien. Für DDR-Bürger unter den Passagieren war allerdings in aller Regel vor der Grenze Schluss, mal an der zur Tschechoslowakei, spätestens an der nach Österreich oder vor der Einschiffung Richtung Dänemark und Schweden.

Die Schnelltriebwagen waren für 160 km/h zugelassen, jedoch galt auf den Strecken der Reichsbahn meist ein Tempolimit von 120 km/h. Die letzten Einsatzgebiete der Züge waren die Verbindung vom West-Berliner Bahnhof Zoologischer Garten zum Leipziger Hauptbahnhof anlässlich der Leipziger Messen sowie die Schnellzüge von Ost-Berlin nach Bautzen Mitte der 1980er Jahre. Danach wurden die Züge schrittweise abgestellt.

So war 1990 nur noch einer der acht gebauten Züge fahrbereit; er lief nach der Deutschen Einheit noch bis 2003 als Sonderzug im Nostalgieprogramm der Bahn. In den folgenden 18 Jahren rottete dieser VT 18.16 vor sich hin. Erst 2021 begann die Restaurierung. Viel mehr als eine rostige Hülle war allerdings kaum übrig, zeigte sich nach der Zerlegung. Trotzdem wurde er restauriert und wieder fahrbereit gemacht.

Hinter dem Projekt stehen Bahn-Enthusiasten, die sich in der 2019 gegründeten gemeinnützigen GmbH SVT Görlitz zusammengetan haben. „Unser Ziel ist die Aufarbeitung des Zuges und dessen langfristiger wirtschaftlicher Betrieb“, sagte der ehrenamtliche Geschäftsführer Mario Lieb. Um mindestens 16 Jahre gehe es. Sieben Millionen Euro kostete das Projekt insgesamt, von denen der Bund mehr als die Hälfte beisteuert, der Freistaat Sachsen weitere Hunderttausende Euro; den Rest brachte die GmbH auf – auf verschiedenen Wegen: durch Spenden ebenso wie durch Arbeitsleistung am Zug und seinen Teilen.

Imposant sieht der VT immer noch aus mit seiner windschnittigen Nase. Der VT 18.16 erinnerte damit nicht nur an die Form der westdeutschen Konkurrenz, sondern auch an den legendären „Fliegenden Hamburger“, der 1933 bis 1939 die Hanse- und die Reichshauptstadt miteinander verband, mit Tempo 160.

Nicht alles aber konnte detailgetreu wieder aufgebaut werden. Das WC-System blieb nur teilweise im historischen Zustand, also mit Fallrohr auf die Schienen. Das ist heute aber nicht mehr zulässig, weshalb andere, moderne Toiletten mit Abwassertank eingebaut wurden. Auch die Türblockierung musste geändert werden, um dem aktuellen Sicherheitsstandard zu entsprechen. Eine Klimaanlage wurde hingegen nicht nachgerüstet. Viele Besonderheiten des VT 18.16 blieben – drehbare Sitze in den Großraumwagen oder warmes und kaltes Wasser in den Waschräumen.

Damit der Betrieb wirtschaftlich tragfähig wird, müsse der Zug künftig 40- bis 50-mal pro Jahr unterwegs sein, national und international, teilte die SVT Görlitz mit. Es gehe nicht „um einen weiteren Museumszug, der im Lokschuppen steht“. Möglich seien ein- wie auch mehrtägige Fahrten.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Regelmäßige Sonderfahrten national und international, mindestens 40-50 pro Jahr.

    Likely · Medium term

Open Questions

  • Wie wird die Nachfrage nach Sonderfahrten sein?
  • Werden die internationalen Fahrten genehmigt?

Related Topics

This article was originally published by Die Welt.

Related Stories

More on this topicDDR