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Deutsche Industrie verzeichnet Anstieg der Auftragseingänge im Mai
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Handelsblatt18h agoBusiness3 min readGermany

Deutsche Industrie verzeichnet Anstieg der Auftragseingänge im Mai

Quick Look

  • Die deutschen Industrie verzeichnete im Mai einen Anstieg der Auftragseingänge um 1,9% nach einem Rückgang im Vormonat.
  • Haupttreiber waren milliardenschwere Großaufträge im Fahrzeugbau, während die Automobilindustrie und Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten Rückgänge meldeten.

AI-generated summary

Why It Matters

Die deutschen Industrie verzeichnete im Mai einen Anstieg der Auftragseingänge, der hauptsächlich auf milliardenschwere Großaufträge im Fahrzeugbau zurückzuführen ist. Dies geschah nach einem Rückgang im Vormonat, der durch den Nahost-Krieg, höhere Energiepreise und Unsicherheit gedämpft wurde.

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Nach dem Rückschlag im April ziehen die Auftragseingänge im Mai wieder an. Doch der Aufschwung hat einen Haken: Ausgelöst wird er in erster Linie von milliardenschweren Großaufträgen.

Gelände des Maritimen Industrie- und Gewerbeparks Volkswerft: Deutsche Wirtschaft verzeichnet deutlichen Anstieg in der Auftragslage für Fahrzeugbau. Foto: Stefan Sauer/dpa

Berlin. Die deutsche Industrie hat im Mai nach einem Rückgang im Vormonat wieder mehr Aufträge erhalten. Das Neugeschäft wuchs um 1,9 Prozent im Vergleich zum April, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Ökonomen hatten nur mit einem Plus von 1,5 Prozent gerechnet, nach einem Rückgang von revidiert 3,2 (bisher: -3,8) Prozent im April.

Der Nahost-Krieg, höhere Preise für Öl und Gas sowie die einhergehende Unsicherheit hatten zuvor die Nachfrage gedämpft. „Mal rauf, mal runter, der Auftrags-Zick-Zack geht weiter“, kommentierte der Chefvolkswirt von ABN Amro Deutschland, Alexander Krüger, die Entwicklung. „Alles in allem ist die Auftragslage besser als vor einem Jahr.“

Schwierige Standortbedingungen und Planungsunsicherheiten dämpften aber den Ausblick. Die Erholung ist wesentlich auf den deutlichen Anstieg im Sonstigen Fahrzeugbau zurückzuführen, wozu Flugzeuge, Schiffe, Züge und Militärfahrzeuge gehören.

Hier lagen die Bestellungen aufgrund mehrerer Großaufträge um 85,0 Prozent höher als im Vormonat. Der Staat investierte Milliarden in Infrastruktur und Aufrüstung. Zuwächse gab es auch im Maschinenbau (+3,7 Prozent) und im Bereich Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+5,7 Prozent). Die Automobilindustrie (-3,8 Prozent) und die Hersteller von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (-7,8 Prozent) meldeten dagegen eine sinkende Nachfrage.

Die Auslandsaufträge legten im Mai um 2,2 Prozent zu. Dabei nahmen die Bestellungen aus der Euro-Zone um 11,2 Prozent zu, während die aus dem übrigen Ausland um 3,2 Prozent schrumpften. Die Inlandsaufträge stiegen um 1,3 Prozent. Werden Großaufträge ausgeklammert, legten die gesamten Bestellungen im Mai nur um 1,0 Prozent zu. Im weniger schwankenden Dreimonatsvergleich lag der Auftragseingang von März bis Mai um 0,2 Prozent niedriger als in den drei Monaten zuvor.

Im Verarbeitenden Gewerbe hat sich die Stimmung im Juni aufgehellt, wie das Münchner Ifo-Institut bei seiner Unternehmensumfrage herausfand. Dies war auf die spürbar verbesserten Erwartungen zurückzuführen. Dagegen wurden die Urteile zur aktuellen Lage geringfügig nach unten korrigiert. „Die Zahl der Neuaufträge ging erneut zurück“, sagte Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Mehr: Die Stimmung beruhigt sich – aber die Konjunktur zieht nicht an

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What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Auftrags-Zick-Zack wird fortgesetzt, aber die Auftragslage bleibt besser als im Vorjahr.

    Likely · Medium term

Open Questions

  • Wie nachhaltig ist der Aufschwung durch Großaufträge?
  • Welche Auswirkungen haben die schwierigen Standortbedingungen auf zukünftige Aufträge?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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