
Umsatz mit Pauschalreisen steigt um vier Prozent – Zurückhaltung bei Fernreisen und Sparsamkeit am Urlaubsort
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Seit dem Ausbruch des Iran-Konflikts steigen die Energiepreise, was den Alltag und Fernreisen verteuert.
Seit dem Ausbruch des Iran-Konflikts steigen die Energiepreise, was den Alltag und vor allem Fernreisen verteuert. Insgesamt wächst die Branche dennoch. "Die Menschen sparen weniger am Urlaub als im Urlaub", beobachtet der Deutsche Reiseverband.
Die deutsche Reisewirtschaft sieht eine bislang erfolgreiche Sommersaison. "Zuletzt gab es einen kräftigen Last-Minute-Schub, sodass der Umsatz mit Pauschalreisen bis Ende Juli um vier Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum gestiegen ist", sagte Albin Loidl, Präsident des Deutschen Reiseverbands (DRV) der "Welt am Sonntag". Der Gesamtmarkt wuchs demnach um ein Prozent auf 57 Milliarden Euro.
Mit Beginn des Iran-Krieges Ende Februar waren die Buchungen zunächst deutlich zurückgegangen. Davon erholte sich die Branche aber offenbar wieder. Einzig bei Fernreisen sind die deutschen Urlauber nach Angaben des DRV-Präsidenten jedoch weiterhin sehr zurückhaltend: Im Vergleich zum Vorjahr brachen die Umsätze demnach um 14 Prozent ein.
Verband: Viele Touristen knausern im Restaurant
Laut Analyse von Loidl reagieren die Verbraucher auf die im Zuge des Krieges spürbar gestiegenen Preise nicht mit Reiseverzicht - aber mit erhöhter Sparsamkeit am Urlaubsort: "Die Reisenden überlegen sich, ob es wirklich ein zweites Glas Wein sein muss oder buchen weniger Aktivitäten", sagte er der Sonntagszeitung. "Die Menschen sparen demnach weniger am Urlaub als im Urlaub."
Der Deutsche Reiseverband (DRV) ist die führende Interessenvertretung der deutschen Tourismuswirtschaft und repräsentiert mit seinen rund 2300 Mitgliedern rund 90 Prozent des gesamten Marktumsatzes von Reisebüros und Reiseveranstaltern. Zum Verband gehören Branchenriesen wie TUI oder Dertour sowie zahlreiche mittelständische Reiseanbieter und viele lokale Reisebüros.

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