Deutsches Konsumklima auf Tiefpunkt: Einkommenserwartungen eingebrochen
NIM-GfK-Studie zeigt Rekordtief bei Verbraucherstimmung – Inflationsangst und Nahostkrieg belasten Kauflaune
Quick Look
- Das Konsumklima in Deutschland ist laut NIM-GfK-Studie auf minus 33,3 Punkte gefallen – den niedrigsten Wert seit Jahren.
- Die Einkommenserwartungen brachen ein und erreichten den tiefsten Stand seit Februar 2023.
- Inflationsangst und Sorgen vor einem Dämpfer der Wirtschaft durch den Nahostkrieg belasten die Verbraucherstimmung massiv.
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Why It Matters
Die deutsche Wirtschaft zeigt bereits Anzeichen einer Schwäche. Der private Konsum ist ein wesentlicher Motor der deutschen Konjunktur. Steigende Inflation und geopolitische Unsicherheiten haben die Verbraucherstimmung in den vergangenen Monaten kontinuierlich belastet.
Angesichts des Krieges in Iran und seiner Folgen auch für die Geldbeutel der Menschen sinkt die Kauflust in Deutschland immer weiter. Das Konsumklima ist der neuesten Studie der Institute NIM und GfK zufolge zuletzt erneut abgesackt. Die Einkommenserwartungen sind förmlich eingebrochen und erreichen den niedrigsten Wert seit Februar 2023. Laut der am Montag in Nürnberg veröffentlichten Studie fiel der aktuelle Indikator für das Konsumklima auf minus 33,3 Punkte, von zuvor revidiert minus 28,1 Punkten. Analysten waren im Schnitt nur von einem Wert von minus 30,0 Punkten ausgegangen. Die Bereitschaft, für größere Anschaffungen Geld auszugeben, ging zum dritten Mal in Folge zurück und erreichte den niedrigsten Stand seit zwei Jahren. Die Konjunkturerwartungen fielen auf ein Niveau wie vor Beginn des Ukrainekriegs. Indes gab die Sparneigung ebenfalls leicht nach. Inflationsangst lässt Einkommenserwartungen einbrechen »Die Einkommenserwartungen sind eng mit der von den Verbrauchern erwarteten Inflation verknüpft«, heißt es in der Analyse der Nürnberger Konsumforscher. »Die Einkommenserwartungen brechen infolge der gestiegenen Inflation regelrecht ein. Und vor diesem Hintergrund erachten die Menschen auch den Zeitpunkt für größere Anschaffungen derzeit als weniger günstig«, sagte der NIM-Konsum-Experte Rolf Bürkl. Es verstärke sich die Sorge der Verbraucher, dass der vorsichtige Aufschwung der deutschen Wirtschaft einen ernsthaften Dämpfer erhalten könnte – vor allem dann, wenn der Krieg in Nahost weiter anhalte und Maßnahmen der Regierung keine Wirkung zeigten.
Open Questions
- Wie wird sich die Inflation in den kommenden Monaten entwickeln?
- Welche Maßnahmen plant die Bundesregierung zur Stärkung der Konjunktur?
- Wird sich der Nahostkrieg weiter verschärfen und die Wirtschaft belasten?






