Deutschland scheitert bei UN-Sicherheitsratswahl – Merz kritisiert "handwerkliche Stümperei"
Haben alle den Knall gehört? Erstmals hat die Weltgemeinschaft Friedrich Merz eine Ohrfeige verpasst. Sie schallt von New York bis Berlin. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen hat die Bundesrepublik durchfallen lassen bei der Wahl in den Sicherheitsrat. Mit 131 zu 104 Stimmen verlor Deutschland gegen Österreich, also mit fast einem Drittel Stimmen Rückstand. Das wichtigste Gremium der Weltgemeinschaft – Deutschland ist draußen. Und aus dem Außenkanzler wird ein Draußenkanzler.
Gibt es eigentlich gar nichts mehr, was Deutschland hinbekommt? Die Frage stellen heißt, sich sofort für sie zu schämen. Wünscht man der Koalition nicht als Wähler und Wählerin fast jeder Couleur (außer den finsteren Farben), zumindest achtbar bis zum Ende der Legislatur zu regieren? Und waren nicht Merzens erste außenpolitische Positionierungen tröstliche Gegenakzente zu viel handwerklicher Stümperei in der Innenpolitik?


