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BackDreame Matrix 10 Ultra: Saugroboter mit automatischem Mopp-Wechsel
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Heise Online6/14/2026Tech8 min readGermany

Dreame Matrix 10 Ultra: Saugroboter mit automatischem Mopp-Wechsel

Quick Look

  • Der Dreame Matrix 10 Ultra revolutioniert die Saugroboter-Technologie mit einem vollautomatischen Mopp-Wechselsystem und der Fähigkeit, drei verschiedene Reinigungsmittel zu dosieren.
  • Dieses Topmodell, das im Oberklasse-Segment angesiedelt ist, bietet eine innovative Station und eine durchdachte Reinigungsleistung, trotz einiger Schwächen in der App-Bedienung.

AI-generated summary

Why It Matters

Der Dreame Matrix 10 Ultra ist ein neuer Saugroboter, der sich durch ein vollautomatisches Mopp-Wechselsystem und die Dosierung verschiedener Reinigungsmittel auszeichnet. Er positioniert sich im Oberklasse-Segment und bietet eine umfangreiche Station.

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Der Saugroboter Dreame Matrix 10 Ultra wechselt seine Wischmopps automatisch mit einer Art Aufzug und dosiert drei verschiedene Reinigungsmittel je nach Raum.

Der Dreame Matrix 10 Ultra ist ein Topmodell mit einem Feature, das bisher kein anderer Saugroboter am Markt bietet: einem vollautomatischen Mopp-Wechselsystem in der Station. Der Roboter tauscht je nach Raum unterschiedliche Wischmopps durch – etwa weiche Pads für Parkett und festere für Fliesen – und kombiniert sie mit drei verschiedenen Reinigungsmitteln aus einem Tank mit drei Kammern. So lassen sich Bad und Wohnzimmer mit verschiedenen Mopps reinigen, gegen Tiergerüche kommt ein spezielles Konzentrat zum Einsatz.

Dafür setzt der Roboter eine ungewöhnlich große Station mit Frontklappe, die optisch an einen Mini-Kühlschrank erinnert. Sie überragt selbst die Stationen anderer Premium-Modelle wie Roborock Saros 20, Narwal Flow 2 oder die des hauseigenen Aqua 10 Ultra Roller deutlich. Im Inneren transportiert ein Kettenaufzug einen Mopp-Schlitten zwischen Vorratsfach und Reinigungsschale. Magnetische Mopps machen den Wechsel überhaupt erst möglich.

Mit 1099 Euro bei Galaxus spielt der Matrix 10 Ultra im Oberklasse-Segment. Ob der Mopp-Aufzug nur ein Spektakel ist oder echten Mehrwert bietet, klärt unser Test. Das Testgerät hat uns Dreame zur Verfügung gestellt.

Design: Wie gut ist die Verarbeitung des Dreame Matrix 10 Ultra?

Der Matrix 10 Ultra kommt in Weiß und misst 350 × 89 mm – damit gehört er zu den flacheren Geräten am Markt. Sein einfahrbarer Lidar-Turm verschwindet im Gehäuse, sobald der Roboter unter niedrigen Möbeln durchfahren muss. Diese Bauform kennen wir bereits aus den Dreame-Modellen seit dem X50 Ultra.

Auf der Unterseite sitzen zwei parallel laufende Bodenwalzen, die der Hersteller DuoBrush nennt. Beide sind jeweils nur an einer Seite fest mit dem Gehäuse verbunden und enden zur jeweils anderen Seite hin mit einem offenen Spalt, durch den sich Haare abwickeln sollen. Das funktioniert in der Praxis solide, aber nicht durchgehend zuverlässig. Die Doppelwalze von Dreame liegt im Vergleich im Mittelfeld.

Frischwasser- und Schmutzwassertank im Roboter sitzen unter einem Deckel auf der Oberseite. Der Staubbehälter fasst 310 ml, der interne Frischwassertank 80 ml. Mit 4,7 kg ist der Roboter nicht leicht.

Die Station fällt mit 416 × 590 × 457 mm wuchtig aus und bringt 16,6 kg auf die Waage – zusammen mit dem Roboter sind es 21,3 kg. Die Frontklappe öffnet sich wie eine Kühlschranktür und gibt den Blick auf den Mopp-Aufzug frei. Dahinter verstaut der Roboter bis zu zwölf mitgelieferte Wischpads in unterschiedlichen Ausführungen. Der Staubbeutel mit 3,2 l Volumen sitzt ebenfalls hinter der Frontklappe unter einer separaten Abdeckung. Der Frischwassertank fasst 5,5 l, der Schmutzwassertank 4 l. Optional kann man die Station auf einen Fest- und Abwasseranschluss umrüsten, wofür allerdings ein Zusatz-Kit für 199 Euro nachgekauft werden muss.

Die Verarbeitung der Kunststoffgehäuse von Station und Roboter ist tadellos und weist keine Unsauberkeiten auf. Spaltmaße sind gleichmäßig, Klappen und Deckel sitzen sauber, nichts klemmt oder hakt beim Öffnen. Einzig der Deckel über den Tanks auf der Oberseite des Roboters könnte etwas wertiger sein – er wirkt etwas dünn und damit anfällig.

Einrichtung: Wie schnell ist der Dreame Matrix 10 Ultra betriebsbereit?

Die Einrichtung läuft über die Dreamehome-App für Android und iPhone. Nach Account-Anmeldung scannt man entweder den QR-Code unter dem Deckel des Roboters oder wählt das Gerät aus der Liste. Anschließend versetzt man den Roboter durch Gedrückthalten von Home- und Ein-/Aus-Taste in den Kopplungsmodus. Die App verbindet sich, danach folgt die WLAN-Einrichtung.

Hier zeigt sich der erste Kritikpunkt: Der Matrix 10 Ultra unterstützt nur 2,4-GHz-WLAN oder das 2,4-GHz-Band von Dualband-Netzen. Für einen Saugroboter jenseits von 1000 Euro ist das nicht mehr zeitgemäß.

Nach Abschluss der WLAN-Verbindung folgt direkt ein Firmware-Update, das in etwa 10 Minuten abgeschlossen wurde. Die App präsentiert sich daraufhin übersichtlich im Dreame-typischen Farbschema mit vielen Einstellungsmöglichkeiten.

Doch bei der Bedienung enttäuscht sie erneut. Das Problem ist nicht neu: Verschiebt man auf der Karte das Auswahlfeld für die Zonenreinigung oder ändert dessen Größe, ruckelt es stark und reagiert verzögert. Genaues Zielen ist so kaum möglich. Diese Schwäche zieht sich seit mehreren Dreame-Generationen durch verschiedene Modelle.

Aber auch sonst wirkt die App träge: Sendet man einen Befehl – etwa Reinigung starten, beenden oder Rückkehr zur Station – vergehen oft mehrere Sekunden, bis die App reagiert. Konkurrenten wie Roborock oder Ecovacs, aber auch die Schwestermarke Mova, haben das deutlich besser gelöst. Bemerkenswert: Die Mova-App basiert sichtbar auf derselben Grundlage, läuft inzwischen aber flüssig. Bei Dreame steht die Korrektur weiter aus, obwohl sich die Schwäche seit mehreren Generationen durch verschiedene Modelle zieht.

Der Matrix 10 Ultra unterstützt Matter sowie die Sprachassistenten Amazon Alexa, Apple Siri und Google Assistant. In Home Assistant lässt er sich so per Matter ebenfalls mit einer rudimentären Integration einbinden, die Status, Rückkehr zur Station, Start/Stopp und Bereichsreinigung abdeckt – allerdings nur für Home-Assistant-Zonen, nicht für die Karte des Roboters. Eine Kartenanzeige fehlt.

Navigation: Wie gut erkennt der Dreame Matrix 10 Ultra Hindernisse?

Der Matrix 10 Ultra navigiert per einfahrbarem Lidar und einer KI-gestützten Frontkamera mit Infrarot-Unterstützung für bessere Sicht bei schlechten Lichtverhältnissen, die Dreame Omni-Sight nennt. Sie übernimmt auch die Haustiererkennung, zudem kann man sich in der App vom Smartphone auch auf die Kamera schalten und per Video-Livestream die Räumlichkeiten aus der Sicht des Roboters ansehen. Hierüber lässt er sich auch fernsteuern. Für die Aktivierung verlangt die App jedes Mal eine PIN-Eingabe, zusätzlich gibt der Roboter beim Streaming immer wieder einen akustischen Hinweis ab. Die Datenübertragung läuft laut Dreame verschlüsselt über die hauseigenen Server, die Aufnahmen werden nicht dauerhaft gespeichert.

Im Test agiert er auf Standardeinstellungen geradezu vorsichtig: Über Auslegeware und zwischen freischwingenden Stühlen fährt er souverän, ohne konfus oder rabiat zu wirken. Mobiliar bleibt stehen, gelegentliches Anstupsen beim Rangieren ist die Ausnahme.

Hindernisse bis 80 mm überwindet er bei zwei direkt aufeinanderfolgenden Stufen, einzelne Schwellen bis 40 mm. Die Wischpads hebt er bei Teppicherkennung bis zu 10,5 mm an – das reicht für flache Teppiche, bei hochflorigen streifen die Pads aber die Fransen und befeuchten sie leicht. Hier fehlt es schlicht am Spielraum im Unterboden. Die Objekterkennung und Navigation zeigen sich im Test insgesamt als zuverlässig.

Reinigung: Wie gut saugt und wischt der Dreame Matrix 10 Ultra?

Mit 30.000 Pa Saugleistung gehört der Matrix 10 Ultra zu den kräftigeren Saugrobotern am Markt. Auf Teppich spielt er seine Stärken voll aus: Sowohl feinen Staub – im Test simuliert durch Mehl – als auch grobe Haferflocken entfernt er äußerst effizient aus den Fasern. Dabei belässt er den Teppich an Ort und Stelle und schiebt ihn nicht durch die Wohnung. Auch mit aufgestellten Teppichkanten kommt er problemlos zurecht und bahnt sich geschickt seinen Weg.

Auf Hartboden überzeugt die Saugleistung ebenfalls. Bei den groben Haferflocken erreicht der Roboter knapp 90 % Schmutzaufnahme – einige Krümel bleiben liegen. Die ausfahrbare Seitenbürste arbeitet die Ecken sauber heraus, die Doppelrollenbürste wickelt Haare zuverlässig ab.

Beim Wischen zeigt sich der systembedingte Nachteil der Mopp-Technologie gegenüber Wischwalzen. Die Pads sind nach kurzer Zeit gesättigt und der Roboter muss recht häufig zur Station zurückkehren, um sie auszuwaschen. Eine Frischwasserzufuhr während der Fahrt gibt es nicht. Vorteil: Im Roboter selbst bleibt weniger Wasser und Schmutz zurück, was die Pflege erleichtert. Zudem verteilen Mopps weniger Feuchtigkeit auf empfindlichem Parkett.

Open Questions

  • Wie langlebig ist das Mopp-Wechselsystem?
  • Wie gut ist die Tiergeruch-Entfernung in der Praxis?

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This article was originally published by Heise Online.

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