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Ebola-Patienten in Berlin: Familie in Quarantäne, Kongo-Zahlen steigen
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Süddeutsche Zeitung5/22/2026Health2 min readGermany

Ebola-Patienten in Berlin: Familie in Quarantäne, Kongo-Zahlen steigen

Quick Look

  • Die Familie eines Ebola-Patienten in Berlin, darunter vier Kinder, steht unter Quarantäne.
  • Während sie symptomfrei sind und erste Tests negativ ausfielen, steigen die Ebola-Zahlen im Kongo rasant an.
  • Eine seltene Virusvariante erschwert die Eindämmung.

AI-generated summary

Why It Matters

Ein Ebola-Patient wurde in Berlin behandelt, während die Infektionszahlen im Osten der Demokratischen Republik Kongo rasch ansteigen. Die Familie des Patienten, die als Hochrisikokontakte gilt, befindet sich in Quarantäne. Eine seltene Variante des Ebolavirus erschwert die Bekämpfung der Epidemie.

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Die Ehefrau und die vier Kinder des Patienten, die als Hochrisikokontakte eingestuft werden und eine Nacht später in Berlin eintrafen, sind den Angaben nach aktuell symptomfrei und befinden sich in einem getrennten Teil der Station in Quarantäne. In einem ersten PCR-Test konnte keine Ebolavirus-Infektion bei ihnen nachgewiesen werden.

Nach der Ankunft wollten zwei der Kinder unmittelbar ihren Vater sehen, erklärte die Charité. Ein Foto zeigt, wie sie durch ein Fenster zu ihm blicken. Um das möglich zu machen, hätten die Ärztinnen und Ärzte eine Bank vor das Isolationszimmer geschoben. Grundsätzlich laufe die Kommunikation aber innerhalb der Station über Sprechanlagen.

Die Ebola-Infektionszahlen im Osten der Demokratischen Republik Kongo steigen währenddessen weiter rasch an. Mittlerweile gibt es fast 750 Verdachtsfälle und 177 mutmaßliche Todesfälle, wie das kongolesische Gesundheitsministerium mitteilte. Es gebe zwar Fortschritte bei Überwachungsmaßnahmen und Labortests, schrieb WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus auf X. Doch Gewalt und Unsicherheit behinderten die Bekämpfung der Epidemie.

Der Ausbruch der seltenen Bundibugyo-Variante des Ebolavirus, für die es weder einen Impfstoff noch eine Therapie gibt, macht die Lage besonders schwer einzudämmen.

Ugandische Behörden melden keine neuen Infektionen

Im Nachbarland Uganda meldeten die Behörden keine neuen Infektionen bis auf die zwei bereits bekannten Fälle bei Eingereisten aus Kongo. Es gebe derzeit keinen Ausbruch auf ugandischem Territorium, teilte das ugandische Außenministerium mit. Die WHO geht allerdings davon aus, dass die tatsächliche Zahl der Infektionen deutlich höher liegt, weil nicht alle Krankheitsfälle gemeldet werden. Erst einige Dutzend Fälle wurden bislang im Labor bestätigt.

Ebola-Fieber ist eine ansteckende und lebensbedrohliche Infektionskrankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen. In den Jahren 2014 und 2015 waren bei einer Ebola-Epidemie in Westafrika mehr als 11.000 Menschen gestorben.

Open Questions

  • Wie hoch ist die tatsächliche Zahl der Infektionen im Kongo?
  • Welche spezifischen Maßnahmen werden zur Eindämmung der Epidemie ergriffen?
  • Wie ist die langfristige Prognose für den Patienten in Berlin?
  • Welche Auswirkungen hat die Gewalt auf die Bekämpfung der Epidemie?

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This article was originally published by Süddeutsche Zeitung.

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