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Why It Matters
Der Artikel berichtet über aktuelle Entwicklungen im Ukrainekrieg, darunter diplomatische Bemühungen von Donald Trump, militärische Auseinandersetzungen um strategisch wichtige Städte und Angriffe auf Energieinfrastruktur.
Liveblog Ukrainekrieg :
Trump bietet nach Gesprächen mit Putin und Selenskyj Vermittlung an
05.07.2026, 01:34Lesezeit: 1 Min.
US-Präsident Donald TrumpAP Photo/Alex Brandon
Trump spricht 90 Minuten mit Putin +++ Selenskyj weist russische Einnahme von strategisch wichtiger Stadt zurück +++ Betrieb in ukrainischer Gasförderanlage nach Angriff eingestellt +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
Alle Texte, Hintergründe und Kommentare zum Krieg in der Ukraine finden Sie auch auf unserer Sonderseite.
Mathias Peer
Trump bietet nach Gesprächen mit Putin und Selenskyj Vermittlung an
US-Präsident Donald Trump hat nach Gesprächen mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj Hilfe bei der Beendigung des Ukraine-Kriegs angeboten. In einem fast 90-minütigen Telefonat mit Putin habe Trump seine Bereitschaft bekräftigt, sich für ein schnelles Ende der Kämpfe einzusetzen, teilte der Kreml-Berater Juri Uschakow mit. Trump habe das Angebot im Zusammenhang mit seiner Teilnahme am NATO-Gipfel in der Türkei in der kommenden Woche gemacht.
Selenskyj teilte seinerseits mit, er habe am US-Unabhängigkeitstag am 4. Juli ein „sehr gutes Gespräch“ mit Trump geführt und an die „amerikanische Entschlossenheit“ appelliert, den Krieg zu beenden. „Es gibt eine echte Aussicht, diesen Krieg zu beenden, und die amerikanische Entschlossenheit wird entscheidend sein“, sagte er. Beide hätten vereinbart, ihre Gespräche beim NATO-Gipfel fortzusetzen. Als Geste wurde das 62 Meter hohe Mutterlanddenkmal in Kiew nachts in den Farben der US-Flagge angestrahlt.
Uschakow zufolge strebt Russland eine politisch-diplomatische Lösung an, die die grundlegenden russischen Positionen berücksichtige. Er warf der Regierung in Kiew und ihren Verbündeten vor, auf eine Eskalation des Konflikts zu setzen.
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Hanna Masa
Selenskyj lobt Erfolge der ukrainischen Marine
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat die Marinestreitkräfte seines Landes für militärische Erfolge beim Kampf gegen Russland auf dem Schwarzen Meer gelobt. „Jedes reine Herz auf der Welt erwartet von der Ukraine nur eines – dass wir diese russischen Mistkerle besiegen“, zitierte ihn die Agentur Unian aus einer Ansprache vor Marineoffizieren und Kadetten in der Hafenstadt Odessa.
Trotz geringer Mittel und fehlender Kriegsschiffe habe sich die Ukraine auf dem Schwarzen Meer behauptet. Dazu habe die ukrainische Marine gemeinsam mit anderen Teilen der Streitkräfte Außerordentliches geschafft. „Russland hat das Schwarze Meer verloren“, behauptete Selenskyj. Mit zahlreichen Aktionen beweise die Ukraine, „dass das Schwarze Meer und das Asowsche Meer für Russland ganz sicher kein Ort der Ruhe sein werden“.
Tatsächlich hat die Ukraine der russischen Marine in über vier Jahren Krieg schwere Schläge zugefügt, angefangen mit der Versenkung des Raketenkreuzers „Moskwa“, dem Flaggschiff der russischen Schwarzmeerflotte. Mit vielen Angriffen gegen russische Kriegsschiffe im Kriegshafen von Sewastopol auf der Krim wurde die russische Marine gezwungen, sich in den Ostteil des Schwarzen Meeres zurückzuziehen. Kiew hat für diese Angriffe spezielle Seedrohnen entwickelt – kleine, schnelle Boote mit einer Sprengstoffladung.
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Hanna Masa
Selenskyj spricht mit Merz über Flugabwehr
Zwei Tage nach einem russischen Raketenangriff auf Kiew mit 30 Toten hat Präsident Wolodymyr Selenskyj mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) über den Bedarf der ukrainischen Flugabwehr gesprochen. „Oberste Priorität haben derzeit Raketen für die Patriot-Systeme“, schrieb Selenskyj nach dem Telefonat in sozialen Netzwerken.
Es sei bei dem Telefonat darum gegangen, wie mehr Munition für die Patriot-Flugabwehrsysteme beschafft werden könne. „Russland spielt mit den Raketenangriffen auf die Ukraine seine letzte Karte aus. Es hat keine anderen Optionen mehr, um den Krieg in die Länge zu ziehen“, erklärte Selenskyj.
Während die ukrainische Flugabwehr eine relativ hohe Trefferquote gegen russische Drohnen und Marschflugkörper hat, ist sie gegen ballistische Raketen weitgehend machtlos. Beste Abwehrwaffe sind die Patriot-Systeme aus US-Produktion, von denen die Ukraine aber nur wenige hat. Die Vorräte an Munition dafür haben sich durch den US-Krieg gegen den Iran weiter verknappt. Deutschland hat Kiew Patriot-Einheiten abgetreten und hilft bei der Beschaffung von Raketen dafür.
Von deutscher Seite hieß es zu dem Gespräch nur knapp, dass Selenskyj Merz über die Folgen des Luftangriffs vom Donnerstag informiert habe. Er habe dem Bundeskanzler für die deutsche Unterstützung gedankt, insbesondere bei der Luftverteidigung. Merz habe bekräftigt, dass die Ukraine sich auf die Unterstützung Deutschlands verlassen könne, sagte ein Sprecher.
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Selenskyj weist russische Einnahme von strategisch wichtiger Stadt zurück
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Angaben aus Moskau zurückgewiesen, wonach russische Einheiten die strategisch wichtige Stadt Kostjantyniwka eingenommen haben. Selenskyj erklärte am Samstag, die Stadt im Osten des Landes sei weiter unter ukrainischer Kontrolle. Das russische Militär hatte Präsident Wladimir Putin am Freitag die Einnahme der Stadt in der Industrieregion Donezk gemeldet – ein seit langem verfolgtes Ziel der russischen Führung. „Das ist natürlich nicht wahr. Es ist nur eine weitere russische Lüge“, schrieb Selenskyj auf der Plattform X. „Wenn Kostjantyniwka unter russischer Kontrolle wäre, hätte Putin vielleicht kein Problem, mich dort zu treffen, um einen diplomatischen Weg zu finden, diesen Krieg endlich zu beenden.“ Auch der ukrainische Generalstab teilte mit, Kostjantyniwka sei weiter unter der Kontrolle der eigenen Streitkräfte.
Kostjantyniwka ist die südlichste von vier wichtigen Ortschaften, die eine Verteidigungslinie bilden. Diese Linie ist für die Ukraine für die Abwehr russischer Vorstöße in die Region Donezk wichtig. Experten zufolge würde die Einnahme von Kostjantyniwka den russischen Streitkräften eine Basis verschaffen, von der aus sie nach Norden vorrücken könnten. Die russischen Streitkräfte berichten seit einiger Zeit, Teile von Kostjantyniwka zu kontrollieren.
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Betrieb in ukrainischer Gasförderanlage nach russischem Angriff eingestellt
Ein russischer Drohnenangriff auf eine Gasförderanlage hat nach ukrainischen Angaben ein Feuer ausgelöst. Der Betrieb der Anlage in der zentralukrainischen Region Poltawa sei eingestellt worden, teilte der staatliche ukrainische Energiekonzern Naftogaz auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. „Der Feind nimmt systematisch Gasförderanlagen ins Visier, um die heimische Produktion der Ukraine zu drosseln und die Vorbereitungen auf die Heizperiode zu erschweren“, hieß es in der Mitteilung weiter.
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Ukraine bestätigt russische Einnahme von Kostjantyniwka bisher nicht
Das ukrainische Militär bestätigt die von Moskau behauptete Eroberung der Stadt Kostjantyniwka im Industriegebiet Donbass nicht. Im Morgenbericht des Generalstabs war die Rede davon, dass es in der Kleinstadt mit früher 67.000 Einwohnern weiterhin Gefechte gebe. Auch in Dörfern noch dichter an russischen Positionen wie Iwanopyllja werde noch gekämpft. Kremlchef Wladimir Putin hatte am Vorabend beim Besuch einer Kommandozentrale gesagt, die russische Armee habe Kostjantyniwka vollständig unter Kontrolle gebracht. Ukrainische Militärblogs wie DeepState verzeichnen weiterhin nur Teile der Stadt als russisch besetzt. Auch russische Militärblogger reklamieren bislang nicht die gesamte Stadt für ihre Armee.
Die Moskauer Kräfte hätten in den vergangenen Wochen Geländegewinne in Kostjantyniwka erzielt, schrieb das US-amerikanische Institut für Kriegsstudien (ISW). Doch vor allem bestehe die russische Präsenz in der Stadt aus kleinen Stoßtrupps zwischen ukrainischen Stellungen. Das ISW wertete Putins Siegesmeldung als Versuch, mediale Aufmerksamkeit vor dem Wochenende mit den Feiern zu 250 Jahre Unabhängigkeit der USA zu gewinnen.
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Uli Putz
Ukraine attackiert russische Ölanlagen bei St. Petersburg
Die Ukraine hat abermals russische Ölanlagen an der Ostsee bei St. Petersburg mit Drohnen angegriffen. Der Gouverneur des Umlands der Metropole, Alexander Drosdenko, berichtete, dass 67 feindliche Drohnen abgeschossen worden seien. Dafür gab es keine unabhängige Bestätigung, es deutet aber auf einen größeren Angriff hin. Im Hafen von Wyssozk am Finnischen Meerbusen seien Teile von Drohnen abgestürzt, sagte Drosdenko der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge. In Wyssozk gibt es ein großes Terminal zur Ölverladung.
Zudem scheint auch der Ölhafen von St. Petersburg selbst getroffen worden zu sein, wie Videos in russischen wie ukrainischen Telegramkanälen nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur nahelegen. Von der Führung der Millionenstadt gab es dazu keine Angaben. Das russische Verteidigungsministerium bestätigte nur Angriffe auf das Umland von St. Petersburg, aber nicht auf das Stadtgebiet. Landesweit seien über Nacht 389 ukrainische Kampfdrohnen abgefangen worden, hieß es.
Zuletzt hatte die Ukraine Anfang Juni Tanks im Ölhafen von St. Petersburg in Brand geschossen, als dort das Internationale Wirtschaftsforum von Kremlchef Wladimir Putin beginnen sollte. Die Stadt liegt mehr als 1000 Kilometer von der Ukraine entfernt.
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Uli Putz
Mindestens zehn Tote bei russischen Angriffen auf Sumy und den Süden
Bei einem russischen Angriff mit einer Gleitbombe auf das Zentrum der nordukrainischen Stadt Sumy sind am Freitagabend nach offiziellen Angaben mindestens vier Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien ein fünfjähriges Kind und dessen Mutter, teilte der regionale Gouverneur Oleh Hryhorow auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Zudem seien 27 Menschen verletzt worden. Die Bombe sei in einem belebten Viertel mit einem Hochhaus und Geschäften eingeschlagen. Präsident Wolodymyr Selenskyj veröffentlichte Bilder der Zerstörung und forderte die Verbündeten der Ukraine auf, den Druck auf Russland zu erhöhen.
Im Südosten der Ukraine starben bei mehr als 50 Angriffen mit Drohnen, Artillerie und Bomben drei Menschen in der Region Dnipropetrowsk, darunter zwei in der Nähe von Nikopol. Die Stadt liegt am Fluss Dnipro, gegenüber dem von Russland besetzten Atomkraftwerk Saporischschja. In der Stadt Saporischschja selbst kamen nach Angaben des dortigen Gouverneurs Iwan Fedorow bei weiteren Angriffen zwei Menschen ums Leben, 21 wurden verletzt.
Die an Russland grenzende Region Sumy steht unter fast ständigem Beschuss. Die Regierung in Moskau versucht dort seit Monaten, eine sogenannte Pufferzone zu errichten. In der Hauptstadt Kiew wurde unterdessen am Freitag ein Trauertag begangen, nachdem am Donnerstag bei dem bislang folgenschwersten russischen Angriff des Jahres auf die Metropole mindestens 30 Menschen getötet worden waren.
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Philipp von Reinersdorff
Tote bei russischem Angriff auf ukrainische Stadt Sumy
Bei einem russischen Bombenangriff auf das Zentrum der nordukrainischen Stadt Sumy werden nach Angaben des Regionalgouverneurs Oleh Hryhorow mindestens drei Menschen getötet und viele weitere verletzt. Unter den Opfern seien auch Kinder, teilt er auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Im Zentrum des Angriffs befänden sich ein Hochhaus, ein Geschäft und eine Straße. Dort hätten sich sehr viele Menschen aufgehalten. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.
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Philipp von Reinersdorff
Russland vermeldet Einnahme von Kleinstadt Kostjantyniwka
Kremlchef Wladimir Putin hat nach offizieller Darstellung die Eroberung der ostukrainischen Stadt Kostjantyniwka im Gebiet Donezk durch seine Truppen gefeiert. Die Industriestadt sei unter hohen Verlusten für die ukrainischen Verteidiger erobert worden, wurde Putin von seinem Sprecher Dmitri Peskow zitiert. Putin habe noch am Abend die sofortige Evakuierung aller in Kostjantyniwka verbliebenen Zivilisten angeordnet.
Von ukrainischer Seite gab es zu den Siegesmeldungen aus Moskau keinen Kommentar. Zuletzt hatten ukrainische Militärs eine schwierige Lage in der bereits schwer zerstörten Stadt eingeräumt. Der ukrainische Generalstab in Kiew sprach am Abend in seinem Lagebericht lediglich von schweren Kämpfen rund um Kostjantyniwka.
Putin käme nun seinem Ziel näher, den Donbass komplett unter russische Verwaltung zu bringen. Von den größeren Städten im Gebiet Donezk blieben dann nur noch Slowjansk, Kramatorsk und Druschkiwka unter ukrainischer Kontrolle.
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Philipp von Reinersdorff
Selenskyj: Ukraine fähig, langfristig mehr hochtechnologische Waffen zu produzieren als Russland
Bei einer Sitzung mit Vertretern von Militär, Regierung und Rüstungsindustrie hat der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj die Marschrichtung für die nächsten Kriegsmonate festgelegt. Dabei ging es vor allem um Vorgaben für die Rüstungsindustrie. „Die Ukraine ist nun in der Lage, solche Mengen an hochtechnologischen Waffen zu produzieren, die die russischen Kapazitäten langfristig übertreffen können“, kommentierte Selenskyj anschließend auf Telegram.
Bei der Sitzung sei vor allem über Wege zur Steigerung der Produktionskapazitäten des ukrainischen Drohnen- und Raketenprogramms gesprochen worden. Kiew hat zuletzt mit neuen Waffen vor allem die Erdölindustrie und Rüstungsunternehmen in Russland empfindlich getroffen.
Er habe das Außen- und Verteidigungsministerium beauftragt, sich auf die Zusammenarbeit mit Partnern zu konzentrieren, die zusätzliche Finanzmittel für die Produktion einbringen könnten, sagte Selenskyj. „Investitionen in die ukrainische Produktion sind Investitionen, um Russland zum Frieden zu zwingen.“
Die Ukraine werde ihre Angriffe auf Ziele in Russland fortsetzen. Die bisherigen Attacken hätten gezeigt, „dass die Einschränkung der russischen Kriegsführungsfähigkeit direkt davon abhängt, dass sich in russischen Gesellschaftsgruppen das Gefühl verbreitet, dass der Krieg unmittelbare Auswirkungen auf den Alltag hat“. Kiew werde seine Politik fortsetzen, die Kosten der Okkupation für den Besatzer zu erhöhen und Russlands Möglichkeiten zur Finanzierung des Krieges einzuschränken.
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Ukrainische Angriffe führen zu Stromausfällen auf der Krim
Wiederholte ukrainische Drohnenangriffe haben auf der von
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Ukraine wird seine Angriffe auf Ziele in Russland fortsetzen, um die Kosten des Krieges zu erhöhen.
Likely · Within months
Trump wird seine Vermittlungsbemühungen beim NATO-Gipfel fortsetzen.
Likely · Within weeks
Open Questions
- Wird Trumps Vermittlungsangebot erfolgreich sein?
- Wie wird sich die Einnahme von Kostjantyniwka auf die Frontlinie auswirken?
- Welche weiteren Folgen haben die Angriffe auf russische Energieanlagen?





