Erdölraffinerie in Moskau brennt nach Drohnenangriff
Quick Look
- Moskau meldet Abschuss von rund 60 ukrainischen Drohnen, eine traf eine Ölraffinerie.
- Russland meldet zudem den Abschuss von 172 Drohnen über verschiedenen Regionen.
- In der Südukraine tötete ein russischer Drohnenangriff einen Mann.
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Why It Matters
Der Artikel berichtet über aktuelle Ereignisse im Ukrainekrieg, darunter Drohnenangriffe auf Moskau und die Ukraine, diplomatische Treffen und neue Sanktionen.
Liveblog Ukrainekrieg :
Erdölraffinerie in Moskau brennt
16.06.2026, 08:56Lesezeit: 1 Min.
Auch die russische Hauptstadt greift die Ukrane immer wieder mit Drohnen an: Moskau am 9. Juni 2026dpa
Bürgermeister meldet Drohnenangriffe +++ Merz: Russland kann militärisch nicht gewinnen +++ Selenskyj schlägt persönliches Treffen mit Putin in den USA vor +++ alle Neuigkeiten im Liveblog
Alle Texte, Hintergründe und Kommentare zum Krieg in der Ukraine finden Sie auch auf unserer Sonderseite.
Moskau meldet Drohnenangriffe
Russlands Flugabwehr hat in der Hauptstadt Moskau nach Darstellung von Bürgermeister Sergej Sobjanin etwa 60 ukrainische Drohnen abgeschossen. Eine Drohne habe ein Objekt auf dem Gelände einer Ölraffinerie in Moskau getroffen, teilte Sobjanin mit. Verletzt worden sei niemand. Einsatzkräfte seien dabei, herabgefallene Trümmer von abgeschossenen Drohnen zu beseitigen.
Auf den vier Flughäfen der Hauptstadt gab es wegen des Drohnenalarms Einschränkungen im Flugverkehr. Zuerst stellen die Flughäfen Domodedowo und Schukowski ihre Arbeit vorübergehend ein, später stoppten auch die Airports Scheremetjewo und Wnukowo Starts und Landungen. In der Ferienzeit erleben Russen inzwischen fast täglich zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen. Das russische Verteidigungsministerium meldete am Morgen den Abschuss von insgesamt 172 Drohnen über verschiedenen Regionen. Angaben zu Treffern oder Schäden machte das Ministerium nicht.
Die ukrainischen Drohnenangriffe zielten erneut auf die für Russlands Kriegswirtschaft wichtigen Anlagen der Ölindustrie. Im Süden Russlands in der Region Krasnodar sei ein Öllager der Siedlung Poltawskaja getroffen worden und in Brand geraten, teilten die Behörden mit. Im Zuge des Angriffs wurde demnach auch eine Kreisstraße gesperrt. In sozialen Netzwerken kursierten zunächst nicht überprüfbare Videoaufnahmen von einer großen Rauchwolke.
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Wieder russische Angriffe auf die Ukraine
Russland hat ukrainischen Angaben zufolge am Dienstagmorgen mit einer Drohne ein Sammeltaxi im südukrainischen Gebiet Cherson angegriffen. Dabei wurde ein Mann getötet, drei weitere Personen wurden verletzt. Auch in anderen Teilen der Ukraine gab es wieder russische Angriffe, so etwa im Gebiet Sumy in Nordosten des Landes.
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Selenskyj in Évian eingetroffen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ist im französischen Évian-les-Bains eingetroffen, um am G-7-Gipfel teilzunehmen und eine Reihe von Treffen mit Staats- und Regierungschefs abzuhalten. Dies bestätigte Selenskyjs Sprecher dem ukrainischen Medium Suspilne.
Selenskyj wird in Kürze im Gipfelhotel erwartet. Der französische Präsident Emmanuel Macron wird ihn dort empfangen. Beim G-7-Treffen soll es auch eine mögliche Lösung für den Ukrainekrieg gehen. Russlands Herrscher Wladimir Putin hatte jedoch eine Einladung nach Évian abgelehnt. Selenskyj wird außerdem bilaterale Treffen mit den Premierministern von Kanada und Großbritannien, dem deutschen Bundeskanzler und dem geschäftsführenden Direktor des IWF abhalten.
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Vanessa Angermann
Lukaschenko: Russland und Ukraine müssen Kompromisse schließen
Der belarussische Präsident Alexandr Lukaschenko ruft Russland und die Ukraine zur Kompromissbereitschaft auf. Ein militärischer Sieg sei für beide Seiten unrealistisch, sagt der enge Verbündete des russischen Präsidenten Wladimir Putin in einem am Montag veröffentlichten Interview des Fernsehsenders Al Arabija. Zwar rückten die russischen Truppen vor, jedoch litten beide Kriegsparteien unter einem Mangel an Soldaten.
Lukaschenko sagte weiter, dass die Ukraine von seinem Land nichts zu befürchten habe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte angedeutet, dass neue russische Angriffe von belarussischem Gebiet aus erfolgen könnten.
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Vanessa Angermann
Großbritannien plant neue Sanktionen gegen russische Schattenflotte
Großbritannien kündigt neue Sanktionen gegen die russische Schattenflotte und Finanznetzwerke an. Die genauen Details stellt Premierminister Keir Starmer beim G-7-Gipfel in Frankreich vor, teilt die Regierung in London mit. Die Maßnahmen richten sich demnach direkt gegen Netzwerke, die zur Umgehung westlicher Sanktionen und zur Beschaffung von Militärgütern genutzt werden. Auch Schiffe, die sanktioniertes russisches Flüssigerdgas (LNG) transportieren, sind betroffen. Hintergrund ist das erstmalige Abfangen eines sanktionierten russischen Öltankers im Ärmelkanal durch britische Spezialeinheiten.
Zudem stellt die Regierung 210 Millionen Pfund (282 Millionen Dollar) bereit, damit das britische Unternehmen Urenco angereichertes Uran an den ukrainischen Atomkraftwerksbetreiber Energoatom liefern kann.
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Lena Spilger
Selenskyj schlägt persönliches Treffen mit Putin in den USA vor
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge in einem Telefonat mit US-Präsident Donald Trump vorgeschlagen, Kremlchef Wladimir Putin in den USA zu einem Gespräch treffen. „Gestern haben wir mit Präsident Trump besprochen, dass ein solches Treffen in den USA organisiert werden könnte“, sagte Selenskyj in einer am Montag im Onlinedienst X veröffentlichten Videobotschaft.
Ein solches Treffen könnte nach Selenskyjs Worten „in einem Format“ erfolgen, „das es Putin deutlich schwerer machen würde abzulehnen“. „Wir werden sehen, was dabei herauskommt“, fügte der ukrainische Präsident hinzu.
Selenskyj hatte bereits zuvor persönliche Treffen mit Putin vorgeschlagen, um über ein Ende des seit mehr als vier Jahren andauernden Krieges in der Ukraine zu verhandeln. Für den Kreml kommt ein solches Treffen nur in Moskau infrage, was der ukrainische Präsident ablehnt.
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Angriffe auf Starmer sollen von Russland gesteuert gewesen sein
Zwei Brandanschläge, die vor einem Jahr einem privaten Auto und dem vermieteten Privathaus des britischen Premierministers galten, sind nach Erkenntnissen des Senders BBC von Russland aus gesteuert worden. Zwei Brandstifter, ein Ukrainer und ein in der Ukraine geborener Rumäne, sind am Montag im Londoner Kriminalgericht Old Bailey wegen der Verabredung eines Angriffs auf Eigentum und ein Fahrzeug verurteilt worden; ihr Strafmaß wird noch festgesetzt.
Die beiden sind bei ihren Taten im Mai vergangenen Jahres nach Erkenntnissen der BBC von einem Russen namens Evgeny Lyukshin gesteuert worden. Auf dem Handy eines der Täter fand sich unter dem Kontakt „EL Money“ der Eintrag, „Du hast gerade das Haus einer sehr hochrangigen Person in Großbritannien angegriffen. Ich schick Dir Geld, Du musst das Land verlassen“. Die BBC gibt an, der Hintermann habe in anderen Nachrichten die Vergabe der russischen Staatsbürgerschaft als Belohnung für weitere Attentats-Akte in Aussicht gestellt.
Es handele sich bei Lyukshin um den Sohn eines ranghohen russischen Funktionärs. Nach Recherchen des Senders BBC sollten die Brandstifter den Eindruck erwecken, sie hätten im Namen einer rechtsextremistischen Gruppierung namens „Direct Action UK“ gehandelt. Diese Gruppe sei jedoch eine in Russland geschaffene erfundene Organisation gewesen. Sie habe auch für islamfeindliche Parolen gezahlt, die an Londoner Moscheen gesprüht wurden.
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Merz: Russland kann militärisch nicht gewinnen
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat vor dem Abflug nach Genf zum Treffen der G 7 in Évian diplomatische Bemühungen zwischen Russland und der Ukraine in Aussicht gestellt. „Die Situation hat sich zugunsten der Ukraine verändert“, sagte Merz. Das von Russland angegriffene Land habe, auch dank der Waffenlieferungen aus dem Westen, eine neue Position der Stärke. „Russland kann militärisch nicht gewinnen.“
Daher könne sich erstmals „langsam ein Fenster für die Diplomatie öffnen“, so der Kanzler. Die fünf Eckpunkte, die von der sogenannten „Koalition der Willigen“ Anfang Juni vorgestellt wurden, könnten erste Schritte eines neuen diplomatischen Anlaufs sein. Russland hatte den Vorstoß zurückgewiesen. Er umfasst unter anderem eine sofortige Waffenruhe und robuste Sicherheitsgarantieren für die Ukraine.
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Bundesregierung kritisiert russische Luftangriffe
Die Bundesregierung reagiert mit deutlicher Kritik auf eine Welle russischer Luftangriffe auf die Ukraine, bei denen auch die Hauptkirche des zum Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in Kiew in Brand geraten ist. „Die Angriffe auf das Kloster verurteilen wir auf das Schärfste“, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. „Es zeigt, wie wenig ausgeprägt die Bereitschaft auf russischer Seite ist, irgendetwas in Richtung einer Beruhigung und einer Befriedung dieses Konfliktes zu tun.“
Angesprochen auf mögliche Ansatzpunkte und Gelegenheiten für Gespräche mit Russland sagte der Sprecher: „Die Voraussetzung dafür ist, dass der Druck auf Russland aufrechterhalten bleibt, dass wir klar und fest bleiben in der Unterstützung der Ukraine.“ Dies dürfte beim G7-Gipfel und aller Voraussicht nach auch beim anstehenden EU-Gipfel noch einmal klar betont werden.
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Selenskyj hat Treffen mit Putin bei G-7-Gipfel vorgeschlagen
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eigenen Angaben zufolge ein Treffen mit dem russischen Machthaber Wladimir Putin während des G7-Gipfels in Frankreich vorgeschlagen. Putin sei dazu jedoch nicht bereit, sagt Selenskyj vor der Presse bei seinem Besuch des durch einen Angriff beschädigten Höhlenklosters in Kiew.
Selenskyj auf dem Dach der Kathedrale: Hier loderten vor Stunden noch Flammen. Reuters
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UNESCO verurteilt Angriffe auf Kulturgüter
Die Kulturorganisation der Vereinten Nationen hat sich zu dem Brand des Kiewer Höhlenklosters geäußert. Es handle sich um eines der bedeutendsten spirituellen und kulturellen Wahrzeichen der Ukraine, teilte die Unesco am Montag in Paris mit. Es seien erhebliche Schäden an der Kathedrale des Komplexes und an angrenzenden historischen Bauten zu befürchten. Die Unesco verurteile Angriffe auf Kulturgüter wie auch auf Bildungseinrichtungen, deren Mitarbeiter und auf Journalisten, die unter internationalem Recht geschützt seien. Man sei bereit, die Schadensbewertung und die Ermittlung dringender Erhaltungsmaßnahmen zu unterstützen.
„Die Beschädigung solcher Einrichtungen beraubt Gemeinschaften des Zugangs zu Kultur, Bildung und gemeinsamen Räumen, die für den Wiederaufbau und den sozialen Zusammenhalt unerlässlich sind “
UNESCO
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Russland macht Flugabwehr für Brand im Höhlenkloster verantwortlich
Russland weist die Verantwortung für die Schäden an dem historischen Höhlenkloster Petscherska Lawra in Kiew zurück. Vielmehr sei eine US-Flugabwehrrakete vom Typ Patriot in dem Kloster eingeschlagen, teilt das russische Verteidigungsministerium mit. Die russischen Streitkräfte planten keine Angriffe auf zivile Infrastruktur und nähmen solche auch nicht vor. Ziel des nächtlichen Beschusses seien Fabriken zur Drohnenproduktion gewesen. „Bestätigten Berichten zufolge wurde der Gebäudekomplex der Kiewer Petscherska Lawra von einer Rakete des amerikanischen Patriot-Luftabwehrsystems getroffen. Ein möglicher Grund für die Fehlfunktion dieses Systems könnte sein, dass westliche Länder dem Kiewer Regime Raketen geliefert haben, deren Verwendungsfrist bereits abgelaufen war“, heißt es in der Erklärung.
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Wadephul verurteilt russische Angriffe
Außenminister Johann Wadephul hat die nächtlichen russischen Luftangriffe auf die Ukraine scharf verurteilt. Der CDU-Politiker sprach von „ruchlosen Attacken“, die sich unter anderem gegen europäische Kulturgüter von unschätzbarem Wert gerichtet hätten. „Das zeigt: Eine echte Bereitschaft besteht auf russischer Seite bisher nicht, in Verhandlungen einzutreten“, ergänzte der CDU-Politiker mit Blick auf Spekulationen über eine mögliche Wiederaufnahme von Gesprächen über einen Waffenstillstand. Deswegen werde man die Ukraine weiter unterstützen und die Sanktionspolitik gegen Russland fortsetzen.
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Maia Sandu, die Präsidentin der Republik Moldau, hat den russischen Großangriff kritisiert. Der Kreml habe gezeigt, dass ihm nichts heilig sei. Während man vorgebe, christliche Werte zu verteidigen, habe man eines der wichtigsten Klöster der Orthodoxie bombardiert. „Moldau steht an der Seite der Ukraine“.
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Quelle: F.A.Z.Artikelrechte erwerben
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Weitere Eskalation der Drohnenangriffe auf russische Energieinfrastruktur.
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Verschärfung der westlichen Sanktionen gegen Russland.
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- Wie wird sich die Eskalation der Drohnenangriffe auf die Ölindustrie auswirken?
- Welche konkreten Ergebnisse wird der G7-Gipfel für den Ukrainekrieg bringen?
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