EU-Richtlinie gegen Gehaltsunterschiede: Deutschland hinkt bei Umsetzung hinterher
Quick Look
- Eine neue EU-Richtlinie soll Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen in Unternehmen aufdecken.
- Unternehmen müssen künftig offenlegen, wie viel weniger Frauen im Durchschnitt verdienen.
- Deutschland hat diese Richtlinie jedoch noch nicht in nationales Recht umgesetzt.
AI-generated summary
Why It Matters
Die EU hat die Richtlinie 2024/970 beschlossen, um Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen in Unternehmen zu bekämpfen. Diese Richtlinie verpflichtet Unternehmen zur Offenlegung von Gehaltsdaten. Die Umsetzung in nationales Recht ist jedoch noch nicht überall erfolgt.
Wer wissen will, wie groß die Gehaltsunterschiede im eigenen Unternehmen sind, bekommt oft zu hören: Sorry, Datenschutz. Das sind doch Firmeninterna. Und ohnehin ist das alles zu privat. Mein Gehalt, mein Geheimnis – genau diese Haltung trägt seit Jahrzehnten dazu bei, dass Frauen schlechter als Männer bezahlt werden.
Die EU will das ändern und hat dazu die sogenannte Richtlinie 2024/970 beschlossen. Laut dieser müssen Firmen künftig offenlegen, wie viel weniger Frauen im Durchschnitt bei ihnen verdienen – und das ist gut so. Nur: Eine Richtlinie bleibt eine Richtlinie, solange sie nicht in ein Gesetz umgesetzt wird. Und dass Deutschland genau das aktuell nicht tut, ist bezeichnend.
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Deutschland wird die EU-Richtlinie 2024/970 in nationales Recht umsetzen.
Likely · Within months
Open Questions
- Wann wird Deutschland die EU-Richtlinie in nationales Recht umsetzen?
- Welche konkreten Strafen drohen Unternehmen, die die Richtlinie nicht befolgen?
- Wie wird die Offenlegung der Gehaltsdaten genau aussehen und welche Daten werden erhoben?
