Euro-Raum: Inflationsrate fällt unter drei Prozent
Quick Look
- Die Inflationsrate im Euro-Raum ist im Juni auf 2,8 Prozent gesunken, was unter den Erwartungen liegt.
- Dies ist ein Rückgang von 3,2 Prozent im Mai.
- Deutschland verzeichnet 2,4 Prozent, Frankreich 2,0 Prozent.
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Why It Matters
Die Inflationsrate im Euro-Raum lag im Juni 2023 bei 2,8 Prozent, ein Rückgang von 3,2 Prozent im Vormonat. Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Teuerung von 2,0 Prozent an.
Düsseldorf. Die Inflationsrate im Euro-Raum liegt wieder unterhalb der Marke von drei Prozent. Im Juni legten die Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat um 2,8 Prozent zu. Das geht aus einer Schnellschätzung des europäischen Statistikamts Eurostat am Mittwochmorgen hervor.
Im Mai hatte die Teuerungsrate noch bei 3,2 Prozent gelegen. Der Rückgang fällt stärker aus als erwartet, hatte sich in den vergangenen Tagen aber angedeutet.
So ist die Inflationsrate in Deutschland, der größten Volkswirtschaft des Euro-Raums, nach europäischer Berechnungsweise (HVPI) auf 2,4 Prozent gefallen. In Frankreich sank sie auf 2,0 Prozent.
Energie verteuerte sich im Juni um 8,7 Prozent (Mai: 10,8), unverarbeitete Lebensmittel um 3,2 (4,0). Die Kernteuerungsrate, die diese schwankungsanfälligen Posten ausklammert, fiel um 0,2 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent. Das liegt im Wesentlichen daran, dass der Preisdruck bei Dienstleistern auf 3,2 Prozent (3,5) nachgelassen hat.
Die Europäische Zentralbank (EZB) strebt eine Teuerung von 2,0 Prozent an. Die Folgen des Irankriegs hatten sie im Juni dazu veranlasst, erstmals seit fast drei Jahren den Einlagenzins um 25 Basispunkte auf 2,25 Prozent anzuheben. Dieser ist maßgeblich dafür, wie sich Spar- und Kreditzinsen im Euro-Raum entwickeln.
Open Questions
- Wie wird die EZB auf die sinkende Inflation reagieren?
- Bleibt der Preisdruck bei Dienstleistungen weiterhin moderat?





