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Fachverbände kritisieren übermäßige Kontrollen von E-Ladesäulen
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Heise Online4/27/2026Business1 min readGermany

Fachverbände kritisieren übermäßige Kontrollen von E-Ladesäulen

ZVEI, ADAC und weitere Verbände fordern Abbau nationaler Sonderregelungen und Umsetzung der EU-Richtlinie

Quick Look

  • Fachverbände wie ZVEI und ADAC fordern Deutschland auf, nationale Sonderwege beim Mess- und Eichrecht für E-Ladesäulen aufzugeben.
  • Bei knapp 200.000 öffentlichen Ladepunkten seien jährlich mindestens 45.000 Prüfungen notwendig – deutlich mehr als die von Behörden angenommenen 6000.
  • Die ineffizienten Prozesse führten zu Millionenkosten, die auf den Strompreis an der Ladesäule umgelegt werden müssten.

AI-generated summary

Why It Matters

Mit knapp 200.000 öffentlichen Ladepunkten und fast 50.000 Schnellladepunkten wächst die Ladeinfrastruktur in Deutschland rapide. Die aktuellen Eichvorschriften stammen aus einer Zeit deutlich geringerer Ladesäulenzahlen.

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E-Ladesäulen werden in Deutschland nach Auffassung einiger Fachverbände zu häufig und zu kostspielig kontrolliert. In einer gemeinsamen Erklärung verlangen unter anderem der Elektroverband ZVEI und der ADAC, deutsche Sonderwege beim Mess- und Eichrecht aufzugeben. Ineffiziente Prozesse führten unmittelbar zu Millionenkosten, könnten aber ohne Nachteile für den Verbraucherschutz optimiert werden.

Bei ihren bisherigen Kostenannahmen gingen die deutschen Behörden von viel zu niedrigen Zahlen bei den Prüfvorgängen aus. Bei inzwischen knapp 200.000 öffentlichen Ladepunkten, von denen fast 50.000 Schnellladepunkte sind, wollten sie mit jährlich 6000 Eichungen auskommen, wenn alle acht Jahre geeicht werde.

Das Verbändebündnis nimmt hingegen mindestens 45.000 jährliche Prüfungen an, weil auch bei Kabeltausch etwa nach Diebstählen oder nach Wartungen Nacheichungen verlangt würden. In der Folge entstünden hohe Kosten, die sich auf den Preis des Stroms an der Ladesäule niederschlagen müssten. Zudem stünden die Ladesäulen dem Publikum länger nicht zur Verfügung.

Die Verbände fordern daher die Umsetzung einer EU-Richtlinie in deutsches Recht und den Wegfall nationaler Sonderregelungen. Das Bundeswirtschaftsministerium hat dazu bereits einen Referentenentwurf zur Neuordnung des Ladesäulenrechts vorgelegt. Die turnusmäßigen Nacheichungen sollten künftig wie bei privaten Stromzählern stichprobenartig nach Hersteller erfolgen, sagte eine ZVEI-Sprecherin. Keine erneuten Kontrollen seien notwendig, wenn zum Beispiel nur Kabel durch qualifizierte Dienstleister ersetzt würden.

Hinter den Forderungen stehen die Verbände ZVEI, ADAC, BDEW, BVES, CharIN, e-Mobility Deutschland, INSPIRE und S.A.F.E.

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Das Bundeswirtschaftsministerium wird den Referentenentwurf nach Abstimmung mit den Verbänden modifizieren

    Likely · Within months

  • Umsetzung der stichprobenartigen Nacheichung in deutsches Recht

    Possible · Within months

Open Questions

  • Wann genau soll die EU-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt werden?
  • Wie hoch sind die genauen Kostenunterschiede zwischen aktuellem Verfahren und geforderter Lösung?

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This article was originally published by Heise Online.

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