FC Bayern verpflichtet WM-Stürmer Ismael Saibari
Quick Look
- Der FC Bayern München hat den marokkanischen WM-Stürmer Ismael Saibari von der PSV Eindhoven verpflichtet.
- Der 25-Jährige erhält einen Vertrag bis 2031.
- Nach dem WM-Aus fallen zudem die Preise für Deutschland-Trikots.
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Why It Matters
Nach dem frühen Ausscheiden der deutschen Fußball-Nationalmannschaft bei der WM 2026 wird über die Zukunft des Bundestrainers und die allgemeine Verfassung des deutschen Fußballs diskutiert. Gleichzeitig gibt es positive Nachrichten vom FC Bayern.
Fußball-WM 2026FC Bayern verpflichtet WM-Stürmer 1. Juli 2026, 19:07 Uhr|
Die Münchner geben den Transfer des Marokkaners Ismael Saibari offiziell bekannt. Die Preise für Deutschland-Trikots fallen. Oliver Kahn äußert sich zur Bundestrainer-Debatte.
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Wichtige Updates
Nagelsmann und deutsche Spieler im Münchner Regen gelandet
Lahm kritisiert Zustand des deutschen Fußballs
Das war die Nacht – Frankreich fliegt
Fifa-Schiedsrichterchef Collina: Entscheidung gegen deutsches Tor war korrekt
Deutsche Spieler äußern sich zum "enttäuschenden Ende der Weltmeisterschaft"
Neuer Stürmer: FC Bayern wird bei der WM fündig
Der Wechsel von Marokkos Stürmerstar Ismael Saibari zu Bayern München ist perfekt. Wie der deutsche Rekordmeister am Mittwochabend verkündete, kommt der 25-Jährige zur neuen Saison von der PSV Eindhoven und erhält einen Vertrag bis zum 30. Juni 2031. Über die Höhe der Ablösesumme machten beide Klubs keine Angaben – sie soll sich Medienberichten zufolge auf rund 50 Millionen Euro belaufen.
„Wir freuen uns sehr, mit Ismael Saibari einen der spannendsten Offensivspieler dieser WM für den FC Bayern gewonnen zu haben“, sagte Sportvorstand Max Eberl: „Solche Transfers entstehen nicht aus dem Moment heraus, sondern aus vorausschauender Arbeit: Entscheidend war, dass wir uns früh bei ihm positioniert haben, weil wir von Ismaels Fähigkeiten wussten und ihm von Beginn an eine konkrete Perspektive bei uns aufzeigen konnten.“ Saibari werde dem Offensivspiel des FC Bayern „zusätzliche Qualität und Unberechenbarkeit geben“.
Zunächst verfolgt Saibari aber mit Marokko seinen WM-Traum weiter. Er hat für die Nordafrikaner bislang in vier Partien in Nordamerika drei Treffer erzielt, im Sechzehntelfinale gegen die Niederlande verwandelte er den entscheidenden Elfmeter. Am Samstag spielt Marokko gegen Co-Gastgeber Kanada um den Einzug in die Runde der letzten acht.
Preise für Deutschland-Trikots fallen
Das kommt wenig überraschend: Nach dem WM-Aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft haben zahlreiche Online-Händler die Preise für die Trikots reduziert. Inklusive Rabattaktion ist das weiße Heimtrikot mit quer über die Brust laufenden Streifen in Schwarz, Rot und Gold aktuell für etwa 60 bis 80 Euro zu haben. Das zeigt eine Stichprobe bei mehreren Händlern und Plattformen. Regulär kostete das Trikot 100 Euro.
Die Preise für das dunkle Auswärtstrikot mit den hellblauen Elementen folgen einem ähnlichen Trend. Die dem Spielertrikot nachempfundene Version für ursprünglich 150 Euro gibt es bei vielen Händlern für rund 100 Euro.
Kurz vor dem Ausscheiden hatten Hersteller und Handel große Erwartungen an das Trikotgeschäft geknüpft. Adidas-Chef Björn Gulden schätzte zuletzt, dass in Summe mehr als drei Millionen Deutschland-Trikots verkauft würden, dreimal so viele wie noch bei der Weltmeisterschaft in Katar vor vier Jahren. Ob diese Prognose nach dem frühen Aus zu halten ist?
Kahn: „Drei Bundestrainer sind am selben Punkt gescheitert“
Ex-Nationaltorhüter Oliver Kahn hat nach dem WM-Aus der deutschen Nationalmannschaft die Debatte um einen neuen Bundestrainer kritisiert. Für den 57-Jährigen führe die Diskussion „am Kern vorbei“, das Problem liege aus seiner Sicht bei den Spielern. Diese, so schrieb Kahn am Mittwoch bei LinkedIn, müssten mehr Verantwortung übernehmen. „Drei Bundestrainer sind am selben Punkt gescheitert“, schrieb Kahn und nahm Joachim Löw, Hansi Flick und Julian Nagelsmann in Schutz: „Wenn drei Trainer mit unterschiedlichen Ansätzen immer am selben Punkt scheitern, liegt die Ursache tiefer.“
Für Kahn liege die Ursache in der fehlenden Verantwortungsübernahme der Spieler, die früh geprägt werden müsse: „Wer als junger Spieler immer wieder lernt, schwierige Entscheidungen zu treffen, Fehler auszuhalten und trotzdem den nächsten Ball zu fordern, entwickelt genau das, was große Turniere entscheidet“, schrieb Kahn: „Wer das nie gelernt hat, wird es im Nationaltrikot nicht plötzlich beherrschen.“
Das Elfmeterschießen im Sechzehntelfinale gegen Paraguay sei das perfekte Beispiel gewesen: „Eine Spitzenmannschaft sucht in diesem Augenblick keine Freiwilligen. Sie hat Spieler, die den Ball verlangen.“
Scheitern, aber richtig
Joshua Kimmich und Kai Havertz benannten nach dem WM-Aus den Ernst der Lage, nahmen die Schuld auf sich und baten für die horrible Leistung um Entschuldigung. Der Bundestrainer dagegen zeigte eine andere Emotion, eine, die nicht im Drehbuch vorgesehen war: Trotz. Er war insofern kein guter, aber ein ehrlicher Verlierer, kommentiert unsere Autorin Tanja Rest.
Lesen Sie hier, warum der Moment des Scheiterns erst einmal keine Lektion enthält – auch wenn das in Coaching-Seminaren und von Selbstoptimierungs-Blubberern verbreitet wird:
Die große Frage, das große Dilemma
Geht es mit Julian Nagelsmann als Bundestrainer weiter? Oder kommt es zur Trennung? Und übernimmt dann Jürgen Klopp? Bei der Beantwortung all dieser Fragen ist eine Person zentral: Rudi Völler. Er ist nicht nur der aktuelle DFB-Sportdirektor, er weiß auch aus eigener Erfahrung, wie es ist, als Bundestrainer zurückzutreten.
Wie sein Verhältnis zu Nagelsmann und Klopp ist und warum er nicht gerade als Trainerkiller bekannt ist, haben meine Kollegen Philipp Selldorf und Christof Kneer hier aufgeschrieben:
Nagelsmann und deutsche Spieler im Münchner Regen gelandet
Bundestrainer Julian Nagelsmann ist nach dem Aus kommentarlos nach Deutschland zurückgekehrt. Am Flughafen München verließ der 38-Jährige das Gebäude bei strömendem Regen durch einen Hinterausgang – an einem Dutzend Journalisten vorbei, die vergeblich auf eine Stellungnahme warteten. Fans waren nicht gekommen. Im selben Flugzeug von Charlotte nach München saßen die Bayern-Profis Aleksandar Pavlovic und Jamal Musiala.
Auch Musiala mied den Hauptausgang. Nur Pavlovic verließ das Terminal durch den Hauptausgang – ebenfalls ohne Kommentar. Nach dem frühen Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay ist Nagelsmanns Zukunft als Bundestrainer offen. Der Deutsche Fußball-Bund will die Personalfrage erst nach dem Heimflug klären. Einen Rücktritt hatte Nagelsmann abgelehnt.
Ein weiterer Teil der DFB-Reisegruppe war bereits am frühen Morgen in Frankfurt am Main gelandet. Unter anderem die Nationalspieler Angelo Stiller und Jamie Leweling vom VfB Stuttgart sowie Nagelsmanns Assistenztrainer Benjamin Hübner waren kurz nach ihrer Ankunft zu sehen, äußerten sich aber ebenfalls nicht mehr öffentlich zum frühen WM-Scheitern.
So stieg Bundestrainer Nagelsmann in Charlotte ins Flugzeug. Mittlerweile ist er in Deutschland gelandet. dpa
Was bleibt von Manuel Neuers Comeback?
Kurz vor der WM hatte Bundestrainer Julian Nagelsmann seine Nummer eins, Oliver Baumann, degradiert und Manuel Neuer zurückgeholt. Der ehemalige Welttorhüter sollte allein mit seiner Aura die Gegner einschüchtern. Hat das geklappt? Unser Reporter Philipp Schneider hat sich mit dieser Frage beschäftigt:
Ecuadors Trainer hört auf
Sebastián Beccacece hat das Ende seiner Amtszeit als Nationaltrainer von Ecuador nach dem Aus im Sechzehntelfinale bekanntgegeben. „Die Ergebnisse geben den Ton an, und heute muss ich mich von einer wunderschönen, wunderbaren Familie verabschieden“, sagte de 45 Jahre alte Argentinier nach dem 0:2 im K.-o.-Spiel bei Mit-WM-Gastgeber Mexiko. Er verabschiede sich aber mit „großer Dankbarkeit, großer Gelassenheit und innerem Frieden, denn wir haben alles gegeben“. Gegen die Mexikaner war Ecuador vor allem in der ersten Hälfte klar unterlegen und lag nach einer guten halben Stunde bereits 0:2 zurück.
Qualifiziert hatte sich Ecuador für die Runde der besten 32 überhaupt erst durch den 2:1 Sieg im letzten Gruppenspiel gegen Deutschland. „Es ging darum, das Ziel zu erreichen, das wir uns gesetzt hatten. Nun ja, so ist der Fußball eben“, meinte Beccacece: „Ich denke, dass wir ein Erbe hinterlassen. Es war ein großartiges Abenteuer mit einem bittersüßen Ende.“ Er hatte den Posten im August 2024 übernommen. „Ich werde nun erstmal Zeit mit meiner Familie verbringen, mich erholen und zurückschauen, w
Deutsche Spieler trauern und verabschieden sich
Teils emotional und ausführlich, teils kurz und knapp sind die deutschen Fußballer vor ihrem Abflug in den Urlaub ein letztes Mal auf ihre Fans zugegangen. „Wir haben Deutschland enttäuscht. Das sitzt“, schrieb beispielsweise Deniz Undav bei Instagram: „Mehr gibt es gerade nicht zu sagen. Danke für diese Chance.“ Nach und nach haben die Spieler das WM-Camp in Winston-Salem am Dienstag Ortszeit verlassen, das Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay (3:4 i.E.) ist aber noch lange nicht verarbeitet.
„Wir sind mit großen Träumen gekommen, haben als Mannschaft alles gegeben, und dennoch war es nicht genug“, schrieb Florian Wirtz. „Es wird Zeit brauchen, aber wir kommen wieder.“ Nick Woltemade hatte nach einem Turnier auf der Bank gegen Paraguay seinen Elfmeter verschossen. „Ehrlich... dass meine erste WM so zu Ende geht, trifft mich hart“, postete er. „Ich wollte Verantwortung übernehmen, und ich habe Verantwortung übernommen. Das bedeutet aber gleichzeitig, mit den Konsequenzen leben zu müssen – auch wenn es weh tut. Danke für eure vielen aufbauenden Worte.“
Auch Fehlschütze Kai Havertz sprach von einem „enttäuschenden Ende der Weltmeisterschaft. Als Team tut es uns unheimlich leid, dass wir die Erwartungen der Nation nach einem so positiven Start nicht erfüllen konnten.“ Felix Nmecha nannte die Gelegenheit, für Deutschland eine WM zu spielen, „eine unglaubliche Ehre“.
Lahm kritisiert Zustand des deutschen Fußballs
Weltmeister-Kapitän Philipp Lahm hat nach dem deutschen Debakel grundlegende Mängel benannt. „Generell fehlt uns schlicht eine Idee: Wie wollen wir Fußball spielen?“, schrieb der 42-Jährige in seiner WM-Kolumne für den kicker nach dem Aus im Sechzehntelfinale gegen Paraguay. „Wir verändern System und Aufstellung, dann geht die Klarheit abhanden. Früher hatten wir die“, klagte Lahm: „Wer sind die acht Spieler, die in der Verantwortung stehen? Die anderen Top-Nationen haben sie.“
Seine ernüchternde Bilanz nach der dritten enttäuschenden WM in Folge seit dem Triumph von Rio 2014: „Man hat keine Entwicklung der Mannschaft im Turnier gesehen. Keine Fortschritte. Keine Idee, wie sie agieren, wie sie zu Torchancen kommen, wie sie den Gegner vom eigenen Tor fernhalten will. Ich habe nie eine Mannschaft gesehen, die miteinander agiert.“ 2014 habe es „sechs, sieben“ Führungsspieler gegeben. „Diese natürliche Hierarchie gibt es jetzt nicht mehr. Ein Miteinander vermisse ich seit Jahren. Es wurde viel gewechselt, was nicht geholfen hat, auch den Spielern nicht.“
Mit Blick auf die Zukunft forderte er: „Wir brauchen wieder mehr Klarheit, wie wir Fußball spielen wollen. Wir brauchen ein Bewusstsein fürs Verteidigen, als Mannschaft und in Eins-gegen-eins-Situationen. Jeder Zweikampf muss gesucht werden, als wäre er der letzte.“ Zusätzlich zu dieser Einstellung müsse man „eine Mannschaft entwickeln und diese nicht durch System- und Personalveränderungen immer wieder verändern“.
Das war die Nacht – Frankreich fliegt
Schweden stellte sich gar nicht mal so schlecht an. Doch, wirklich. Die Skandinavier hielten mit viel Laufarbeit und einem klugen System Frankreichs Supersturm fast 20 bis 25 Minuten lang vom eigenen Tor weg. Aber der Weltmeister von 2018 erhöhte schrittweise die Temperatur wie jemand, der bei einem Feuer immer noch einen Holzscheit nachlegen kann. Michael Olise verpasste das Tor des Turniers, als er einen Seitfallzieher vom Strafraumrand aus an den Pfosten setzte.
Aber schließlich brach Schwedens Widerstand so folgerichtig wie ein Damm unter zu viel Wasserdruck. Kylian Mbappé mit seinen WM-Treffern 17 und 18, Bradley Barcola und ein erneut brillanter Olise spülten Schweden hinweg. „Bitte langsam“, antwortete Frankreichs Trainer Didier Deschamps nach der Partie in East Rutherford auf die Frage, wer Frankreich stoppen soll: „Es gibt immer Raum für Verbesserung.“ Noch sei „nicht alles golden“.
Hätte Deutschland in Boston gegen Paraguay gewonnen, würden sie jetzt auf diese Angriffsmaschine treffen. Und es fehlt einem die Fantasie, was hätte passieren müssen, damit der blaue Superfavorit nicht auch das Team von Julian Nagelsmann aus dem Stadion geschossen hätte. So muss sich Paraguay am nächsten David-gegen-Goliath-Spiel versuchen. Immerhin haben sie gezeigt, dass sie dafür ein Talent haben.
Auch Deutschlands Gruppengegner Ecuador ist raus: Dank der sehenswerten Treffer von Quinones und Jimenez setzte sich Gegner Mexiko verdient mit 2:0 durch und steht ebenfalls im Achtelfinale.
Fifa-Schiedsrichterchef Collina: Entscheidung gegen deutsches Tor war korrekt
Die vieldiskutierte Entscheidung, ein vermeintliches Tor von Jonathan Tah im WM-Sechzehntelfinale gegen Paraguay nicht zu geben, war laut Fifa-Schiedsrichterchef Pierluigi Collina korrekt. In einem Beitrag des Weltverbands schrieb der Italiener grundsätzlich über Situationen wie die in der Verlängerung des am Ende von Deutschland verlorenen K.-o.-Spiels. „Trainer und Spieler wurden darüber informiert. Daher sollte es keine Überraschung sein, wenn Schiedsrichter solche Vergehen ahnden“, sagte Collina.
Tah hatte Deutschland nach einer Ecke scheinbar zur 2:1-Führung geköpft. Doch dann griff der Videoschiedsrichter wegen eines Stoßes von Waldemar Anton gegen Paraguays Torwarts Orlando Gill ein. Nachdem der Unparteiische Jalal Jayed aus Marokko einen Hinweis aufs Ohr bekommen und sich die Aktion noch einmal angesehen hatte, entschied er zügig auf Foulspiel.
Collina nannte Anton in seinen Ausführungen nicht beim Namen, sein Beitrag endete aber mit einem großen Foto von genau dieser strittigen Szene. Der Körperkontakt des DFB-Verteidigers mit Gill wird dabei grafisch hervorgehoben.
Den Schiedsrichtern sei empfohlen worden, besonderes Augenmerk auf bestimmte Situationen zu legen, die „im Zusammenhang mit den taktischen Vorgehensweisen einzelner Mannschaften auftreten können“, schrieb Collina. „Ein Beispiel hierfür ist, wenn angreifende Spieler versuchen, verteidigende Spieler an ihrer Bewegung zu hindern.“
Zwar stelle das bloße Einnehmen oder Halten einer Position für sich genommen kein Foul dar. „Wenn ein angreifender Spieler jedoch kein Interesse am Ball hat und sich – selbst nur geringfügig – bewusst mit der klaren Absicht bewegt, die Laufbewegung eines Gegenspielers zu behindern und ihn dadurch am Verteidigen zu hindern, sollten die Schiedsrichter und – falls erforderlich
What to Watch
AI outlook — possibilities, not facts
Der FC Bayern wird mit Ismael Saibari seine Offensivqualität steigern.
Likely · Medium term
Die Debatte um den Bundestrainer wird intensiv weitergeführt.
Very likely · Short term
Open Questions
- Wie geht es mit Bundestrainer Nagelsmann weiter?
- Wer wird neuer Bundestrainer?
- Wie wird sich der FC Bayern mit Saibari entwickeln?






