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Ferchau-Chef: "Die Zukunft liegt zurzeit nicht in Deutschland"
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Handelsblatt3d agoBusiness10 min readGermany

Ferchau-Chef: "Die Zukunft liegt zurzeit nicht in Deutschland"

Quick Look

  • Frank Ferchau, Chairman der Ferchau Group, kritisiert die mangelnde Umsetzung von Reformen in Deutschland und sieht die Zukunft für Investitionen eher in Osteuropa.
  • Er fordert mehr Freiheit und weniger Regulierung für Unternehmen.

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Why It Matters

Frank Ferchau, Inhaber eines Ingenieurdienstleisters, äußert sich kritisch zur deutschen Wirtschaftspolitik und sieht die Zukunft in Osteuropa. Er fordert mehr Freiheit und weniger Regulierung.

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Firmen investieren lieber in Osteuropa, sagt der Chairman des Mittelständlers Ferchau. Die jetzigen Reformen sind für den Unternehmer ein richtiger Weg – mit zwei Einschränkungen. Bert Fröndhoff 07.07.2026 - 12:01 Uhr Artikel anhören

Frank Ferchau, Chairman der Ferchau Group: „Die Zukunft liegt zurzeit nicht in Deutschland.“ Foto: Fabian Stuertz

Düsseldorf. Frank Ferchau nennt sich selbst ein „echtes Landei“, womit er auf seine Herkunft aus dem Bergischen Land in Nordrhein-Westfalen anspielt. Der 62-Jährige ist Chairman und Inhaber des Ingenieur- und Technologiedienstleisters Ferchau in Gummersbach, dessen Fachkräfte für Entwicklungsprojekte von der Autoindustrie, Luftfahrt, Pharma und neuerdings auch von Verteidigungsfirmen engagiert werden.

Ferchau ist überzeugt, dass die deutsche Wirtschaft wieder nach vorn kommen kann, wenn sie weniger reguliert wäre und von starren Korsetten wie etwa Arbeitszeitvorschriften befreit würde. „Meine Vision lautet Freiheit, und dazu gehört auch, für Konsequenzen einzustehen“, sagt er im Interview mit dem Handelsblatt. Im aktuellen Reformpaket der Bundesregierung sieht er dafür „richtige Ansätze“, Ferchau mahnt jedoch eine zügige Umsetzung an.

Der Unternehmer ist lange im Geschäft und nah an den deutschen Schlüsselindustrien. Er kritisiert, dass sich die Probleme des Landes schon lange abzeichneten, aber nicht reagiert wurde. „Die Kerntreiber unseres jahrzehntelangen Wohlstands basieren auf Erfindungen, die im letzten Drittel ihres Lebenszyklus ankommen.“ Und zeigt dabei keine Angst vor dem Wettbewerb mit China.

Lesen Sie hier das Gespräch mit Frank Ferchau

Herr Ferchau, die Bundesregierung hat im aktuellen Reformpaket auch für die Unternehmen viele Erleichterungen geplant. Sind Sie zufrieden?

Insgesamt enthält das Maßnahmenpaket viele richtige Ansätze. Ob daraus tatsächlich neues Wachstum entsteht, wird jedoch davon abhängen, wie konsequent und vor allem schnell die Vorhaben umgesetzt werden. An guten Ideen hat es in Deutschland selten gefehlt – an der Umsetzung dagegen immer wieder.

Was begrüßen Sie am meisten?

Besonders begrüße ich den Abbau zusätzlicher Bürokratie und Dokumentationspflichten über europäische Vorgaben hinaus: Deutschland leidet seit Jahren darunter, dass wir uns selbst stärker regulieren als nötig. Ebenso halte ich schnellere Genehmigungsverfahren, den Ausbau der Energieinfrastruktur und die Förderung von Zukunftstechnologien für wichtige Impulse für Wachstum und Innovation. Positiv sehe ich auch die steuerliche Entlastung niedriger Einkommen.

Wie blicken Sie auf die größere Flexibilität im Arbeitsrecht?

Die geplante Ausweitung sachgrundloser Befristungen auf bis zu vier Jahre halte ich grundsätzlich für vernünftig: Unternehmen benötigen in einem dynamischen Marktumfeld Flexibilität. Dennoch müssen Befristungen die Ausnahme bleiben und dürfen nicht zum Dauerzustand werden, schon aus Gründen der Fairness gegenüber dem Arbeitnehmer.

Und finden Sie es richtig, dass alle länger arbeiten?

Die Abschaffung der Rente mit 63 ist angesichts der demografischen Entwicklung folgerichtig. Unser Problem ist, dass zu wenige Menschen arbeiten. Deshalb sollten wir Anreize für Beschäftigung stärken, statt diejenigen zusätzlich zu belasten, die bereits jeden Tag ihren Beitrag leisten. Die Pflicht für Selbstständige, in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen, wirkt auf mich jedoch nicht wie eine strukturelle Reform: Sie bringt dem System zusätzliche Beitragszahler, verändert aber nichts an dem grundlegenden Problem der Finanzierbarkeit.

In der neuen Außenwirtschaftsstrategie steht auch ein „robuster Schutz“ gegen unfairen Wettbewerb. Wie finden Sie das?

Bei den angedachten Handelsschranken gegenüber China bin ich zurückhaltend. Unser Ziel sollte nicht sein, durch neue Barrieren Märkte abzuschotten, sondern die Rahmenbedingungen am Standort Deutschland zu verbessern: mit bezahlbarer Energie, weniger Regulierung, einer leistungsfähigen Infrastruktur und mehr unternehmerischer Freiheit. Wer wettbewerbsfähig ist, braucht keine Schutzmauern.

Das Reformpaket ist eine Reaktion auf eine anhaltende Krisensituation, nicht nur der deutschen Wirtschaft. Sie haben als Unternehmer schon einige Krisen erfahren. Was haben Sie aus diesen gelernt?

Es wäre langweilig, wenn es endlos aufwärtsgehen würde. Das ist auch unrealistisch. Krisen sind anstrengend, aber am Ende führen sie immer zum gleichen Ergebnis: Man überprüft die Strukturen, überdenkt Prozesse und Strategie. Das sollte für Wirtschaft wie für Politik und Gesellschaft so gelten. Man muss das als Chance betrachten.

Kann man das auch in der aktuellen Krise so tun?

Ja, und zwar noch stärker als früher, weil wir es mit einer echten Strukturverwerfung zu tun haben. Das Bittere ist: Dies war schon lange absehbar. 2018/2019 zeigten sich bereits klare Anzeichen für einen Strukturbruch in der deutschen Wirtschaft. Die Pandemie und die geopolitischen Konflikte der vergangenen Jahre wirkten nur noch wie Brandbeschleuniger.

Welches Bild zeichnete sich damals schon ab?

Die Kerntreiber unseres jahrzehntelangen Wohlstands basieren auf Erfindungen, die im letzten Drittel ihres Lebenszyklus ankommen. Beispielsweise das Verbrennerauto oder die energieintensive Basischemie. Man klammerte sich schon vor 2019 am alten Erfolgsmodell fest, obwohl sich die Welt rasant veränderte. Auch der Wandel unseres ursprünglichen Export-Hauptziellandes China zeichnete sich früh ab. Deutschland hat darauf nicht reagiert. Schauen Sie mal auf die „18 arenas of competition“ von McKinsey…

… die Beratungsgesellschaft hat 18 Segmente ausgemacht, die die Wirtschaftsmacht in der Welt im nächsten Jahrzehnt neu verteilen werden: Künstliche Intelligenz, Robotik, Batterien, E-Commerce, Raumfahrt …

Und in keinem dieser Segmente finden Sie einen marktführenden Anbieter aus Deutschland. Wir haben es verschlafen.

Vita Frank Ferchau

Frank Ferchau ist Chairman und Inhaber des Ingenieurdienstleisters Ferchau mit Sitz im nordrhein-westfälischen Gummersbach. Der 62-Jährige hat Elektrotechnik und BWL studiert, bevor er 1994 ins elterliche Unternehmen einstieg, das sein Vater Heinz Ferchau 1966 gegründet hatte. 2001 wurde Frank Ferchau geschäftsführender Gesellschafter und 2005 Sprecher der Geschäftsführung. 2025 zog er sich in die Rolle des Chairman zurück und übergab Alexander Schulz die operative Führung.

Die Ferchau Group ist einer der führenden Anbieter von Technologie- und Ingenieurdiensten in Deutschland mit einem Umsatz von zuletzt 945 Millionen Euro. 10.000 Mitarbeiter werden in 130 Niederlassungen in Europa beschäftigt. Die Ingenieure und Techniker werden von Kunden für zeitlich befristete Entwicklungsprojekte engagiert. Wegen der Krise der Automobilindustrie hat sich Ferchau stärker auf Branchen wie Energie, Pharma, Luftfahrt und Verteidigung ausgerichtet.

Es gibt aber immer einen Ausweg. Wie muss der aussehen?

Zunächst muss die bittere Erkenntnis allen bewusst sein: Die Unternehmen verlassen Deutschland. Wer schwerpunktmäßig hierzulande investiert ist, bekommt Probleme. Die Zukunft liegt zurzeit nicht in Deutschland.

Sondern in Asien?

Man muss nicht nur nach Asien schauen. Ganz hier in der Nähe befinden sich die Flughäfen Frankfurt, Düsseldorf, Köln. Da landen viele Investoren aus den USA, Südkorea, China. Die bleiben aber nicht, sondern steigen nur um in den Flieger nach Polen, Tschechien oder Rumänien. Investoren machen um Deutschland gerade einen Riesenbogen.

Was finden sie in diesen Ländern?

In den Wachstumsregionen der Welt findet Wertschöpfung für die Zukunft statt. Das fehlt hierzulande. In Osteuropa ist eine Basis junger und hochqualifizierter Arbeitskräfte entstanden. Die Löhne sind dort niedriger als in Deutschland, zugleich wird länger gearbeitet. Das Arbeitsrecht erlaubt das. In Polen können wir mit 500 Stunden mehr pro Jahr und Mitarbeiter kalkulieren.

Blick auf Bürozentren in Warschau: „Eine neue Basis junger und hoch qualifizierter Arbeitskräfte.“ Foto: NurPhoto/Getty Images

Viele vermissen von der Politik eine Vision für das Land, wo man in den nächsten Jahren stehen will. Haben Sie eine?

Meine Vision heißt Freiheit. Freiheit, zu entscheiden und für die Konsequenzen einzustehen. Das meine ich für alle Bereiche. Man kann mit 58 in Rente gehen, muss aber die Konsequenzen selbst tragen. Dafür ist nicht der Staat zuständig. Gleiches gilt für die Gesundheitsvorsorge. Wir brauchen mehr Freiheit, Eigenverantwortung und eine Offenheit, die Chancen zu erkennen, auch bei Technologien.

Also weniger Staat?

Wir sollten Märkte entscheiden lassen. Das hat immer für Fortschritt gesorgt. Ich würde blind eine Forderung unterschreiben, die eine Senkung der Staatsquote auf 35 Prozent verlangt. Es ist absurd, dass Staatsausgaben in diesem Jahr voraussichtlich mehr als die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts ausmachen werden.

Es ist schwierig geworden, Großprojekte gefahrfrei durch den Dschungel der Vorschriften zu bringen. Frank FerchauChairman der Ferchau Group

Deutschland war früher mal gut in der Umsetzung großer Projekte, auch die Unternehmen. Haben wir das verlernt?

Ich könnte Ihnen jetzt viele Geschichten erzählen, warum in Deutschland zahlreiche Projekte scheitern. Man kann alle auf einen Nenner bringen: Es ist schwierig geworden, aufwendige und ressourcenintensive Projekte gefahrfrei und ohne jahrelange Verzögerung durch den Dschungel der Vorschriften zu bringen.

Ihr Kerngeschäft sind Ingenieursdienste für die deutsche Industrie. Wie stark trifft sie die Krise?

Wenn die gesamte deutsche Automobilindustrie in den Restrukturierungsmodus geht, zieht das an uns nicht spurlos vorbei. Es gibt aber auch Wachstumsbereiche: Defense, Luftfahrt, Energietechnik. Da sind unsere Dienstleistungen gefragt, dabei spielt immer mehr unsere KI-Kompetenz eine Rolle. Die liefern wir und folgen unseren Kunden ins europäische Ausland. Aber man muss realistisch sehen: Der Aufbau im Ausland kann die Abbau- und Seitwärtsbewegung in Deutschland noch nicht kompensieren.

Und deswegen brauchen Sie weniger Nachwuchs?

Wir stellen weiter ein, bekommen viele Bewerbungen. Motivierte Talente sind bei uns stets willkommen. Insgesamt hat sich das Thema Fachkräftemangel in der Wirtschaft aber gewandelt. Die Krise hinterlässt auch dort Spuren. Für junge Absolventen ist gerade eine schwierige Zeit, den Einstieg ins Berufsleben zu finden.

Industriestandort

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Wie finden es junge Leute, wenn sie bei Ihnen auf Projekten zur Entwicklung von Panzern, Drohnen und Raketen eingesetzt werden?

Das hat sich ebenfalls gewandelt. Anders als noch vor fünf bis zehn Jahren zeigen sich junge Leute offen und auch begeistert für neue Verteidigungstechnologie, weil es dabei auch um IT, Sensorik, Bilderkennung, KI-Einsatz geht. Luftfahrt- und Verteidigungstechnik verschmelzen. Das gibt dem Nachwuchs die Chance, bei Zukunftstechnologien vorn dabei zu sein.

Muss der Nachwuchs auch im Ingenieursgeschäft mit der Angst leben, von Künstlicher Intelligenz (KI) ersetzt zu werden?

KI ersetzt keine Ingenieure, verändert aber die Art, wie Engineering funktioniert. Die Schaffenskraft und Kreativität eines Menschen kann niemals ersetzt werden.

Da denken viele anders.

Die Produktivität des Menschen wird durch KI steigen. Wir erleben das nicht zum ersten Mal: Vor 30 Jahren haben wir am Zeichenbrett gearbeitet, die Entwicklung eines Autos dauerte acht bis zehn Jahre. Dann kamen Technologien wie computerunterstütztes Design (CAD). Heute macht niemand mehr Detailarbeit per Hand. Die Entwicklungszeiten durch neue Technologie rasant verkürzt. Das ist auch eine Chance für uns.

Sie können aber nicht zum Kunden gehen und sagen: Schaut mal, was unsere KI Tolles für Euch generiert hat. Dafür werden sie ja nicht bezahlt.

Unsere Kunden verlangen den Einsatz von KI in den Projekten; danach wird konkret gefragt. Ich finde nichts Schädliches am Einsatz von KI und würde es auch nicht ablehnen, wenn Sie im Handelsblatt Ihre Berichte mit Unterstützung von KI schreiben lassen.

Darüber sind die Meinungen geteilt. Am Ende steht auch immer die Frage: Werden Sie durch KI deutlich weniger Personal brauchen?

Das erwarte ich nicht. Das wäre nur der Fall, wenn die Summe an Herausforderungen im Ingenieurgeschäft stagnieren würde. Doch die technologischen Aufgaben wachsen rasant. Meine größere Sorge ist, dass der Nachwuchs nicht die entscheidenden Skills mitbringt, die in der Transformation benötigt werden. Da sehen wir jetzt schon Engpässe.

Was raten Sie dem Nachwuchs?

Studiert Technik! Es ist eine tolle Aufgabe, Mensch und Technologie zu verbinden. Damit sichern wir unseren Wohlstand seit 150 Jahren. Ingenieure werden gefragt sein, wenn sie vom Einstieg an mit KI arbeiten können und diese als „Buddy“ begreifen. Wichtig sind zudem Veränderungsbereitschaft, Offenheit und ein gewisses Maß an regionaler Mobilität.

Die Zahl der Ingenieurstudenten sinkt seit 2021 kontinuierlich. Woran liegt das?

Das hängt damit zusammen, welches Bild von Technologie, Mathematik und Naturwissenschaften in der Öffentlichkeit und vor allem in der Schule seit vielen Jahren vermittelt wird.

Wie sieht das aus?

Wer gut in Mathematik ist, gilt immer noch als realitätsfremder Nerd. Klischees vom männlichen Maschinenbaustudenten in Karohemden halten sich beständig und wirken auf viele Frauen abschreckend. Das größte Problem ist: Mädchen und junge Frauen werden in der Schullaufbahn zu wenig an diese Studiengänge herangeführt. Vieles hängt nur vom Engagement einzelner Lehrer ab.

Unterscheidet sich der deutsche Ingenieur jetzt dramatisch von einem französischen oder italienischen? Ich denke nicht. Frank FerchauChairman der Ferchau Group

Der deutsche Ingenieur ist ein weltweit bekanntes „Produkt“ unseres Landes. Mein Schwiegervater hat seinen „Dr. Ing.“ auch auf Auslandsreisen immer mit großem Stolz vorgezeigt. Ist dieses Ansehen immer noch da?

Auf jeden Fall. Der deutsche Ingenieur hat ein starkes Image und bringt einen Vertrauensvorsprung mit. Wir frotzeln manchmal darüber, dass bei Meetings in Deutschland alle pünktlich um elf Uhr da sind.

Die viel zitierte deutsche Disziplin.

Am Ende ist das eine intrinsische Produktivität, die für uns selbstverständlich ist, woanders aber beneidet wird. Die Tiefe der Ingenieurskunst und -ausbildung ist in Deutschland immer noch hoch und war für China ein Vorbild beim Aufbau der Ausbildung im Land.

Und jetzt sind die Chinesen gleichauf mit Deutschland?

Es bieten längst wie viele andere Länder hervorragende inhaltliche und fachliche Qualität in der Ingenieurskunst. Unterscheidet sich der deutsche Ingenieur jetzt dramatisch von einem französischen oder italienischen? Ich denke nicht. Und deswegen lautet mein Appell: Wir müssen uns im globalen Wettbewerb mehr Mühe geben.

Zum Schluss die Frage, die auch schon Peter Leibinger, dem Präsidenten des Bundesverbands der deutschen Industrie, gestellt wurde: Würden Sie Aktien von Deutschland kaufen, wenn das Land börsennotie

What to Watch

AI outlook — possibilities, not facts

  • Unternehmen werden Deutschland weiter verlassen, wenn sich die Rahmenbedingungen nicht verbessern.

    Likely · Within months

  • Investitionen werden sich verstärkt nach Osteuropa verlagern.

    Very likely · Within months

Open Questions

  • Wann werden die Reformen umgesetzt?
  • Wie reagiert die Politik auf die Abwanderungstendenzen?

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This article was originally published by Handelsblatt.

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