Fidesz behält trotz Wahlschlappe Viktor Orbán als Parteichef
Quick Look
- Trotz der deutlichen Wahlniederlage seiner Partei Fidesz wurde Viktor Orbán auf einem Parteitag erneut zum Vorsitzenden gewählt.
- Er kündigte an, die Partei zu einer funktionsfähigen Oppositionspartei umwandeln zu wollen, da die Unterstützung für Fidesz laut Umfragen stark gesunken ist.
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Why It Matters
Viktor Orbán wurde trotz der Wahlniederlage seiner Partei Fidesz bei der Wahl am 12. April erneut zum Vorsitzenden gewählt. Die Mitte-rechts-Partei Tisza errang eine Zweidrittelmehrheit im Parlament.
Nach Machtwechsel in Ungarn Fidesz hält trotz Wahlschlappe an Viktor Orbán fest
Viktor Orbán bleibt Vorsitzender der Fidesz-Partei. Auf einem Parteitag wurde er ohne Gegenkandidat im Amt bestätigt. Meinungsforscher sehen den Rückhalt für seine Partei in der Bevölkerung aber schwinden.
13.06.2026, 17.37 Uhr
Ungarns wichtigste Oppositionspartei Fidesz hat den ehemaligen Ministerpräsidenten Viktor Orbán am Samstag für ein weiteres Jahr als ihren Vorsitzenden wiedergewählt – trotz der Niederlage der Partei bei der Wahl am 12. April gegen die Mitte-rechts-Partei Tisza.
Orbáns politische Zukunft stand nach der deutlichen Fidesz-Niederlage zur Debatte. Einige einstige Getreuen drängten ihn, sich aus der Politik zurückzuziehen. In seiner 16-jährigen Amtszeit war derartige Kritik öffentlich nicht zu vernehmen.
Dennoch: 729 von 737 Delegierten stimmten auf dem Parteitag von Fidesz für Orbáns Wiederwahl, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur MTI. Es gab keine Gegenkandidaten.
»Ich gebe nicht auf, ich gebe niemals, niemals, niemals, niemals, niemals auf«, sagte Orbán in einer Rede vor der Abstimmung auf dem Parteitag und bekräftigte, dass er die volle Verantwortung für die Wahlniederlage der Partei übernehme.
Orbán sagte, Fidesz sei 16 Jahre lang eine »fantastische Regierungspartei« gewesen, müsse sich aber wandeln, um eine funktionsfähige Oppositionspartei zu werden, die auf eine erneute Regierungsmehrheit hoffen könne.
Bei der Wahl im April errang die Tisza-Partei von Ministerpräsident Péter Magyar eine Zweidrittelmehrheit im Parlament – genug, um Orbáns Verfassungsänderungen rückgängig zu machen.
Fidesz hat seit der Wahl laut Meinungsumfragen an Unterstützung verloren. Eine Umfrage des Publicus-Instituts vom Mai attestierte Tisza 55 Prozent Zustimmung – ein Anstieg gegenüber den 53 Prozent, die die Partei bei der Wahl erreicht hatte – während die Unterstützung für Fidesz von 39 auf 17 Prozent fiel. löw/Reuters
What to Watch
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Fidesz will attempt to transform into a functional opposition party.
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